Neue Märkte CoinShares geht mit drei Krypto-ETPs an die deutsche Xetra-Börse

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Daniel Hoppmann

von Daniel Hoppmann

Am · Lesezeit: 2 Minuten

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Ein Eingang. Über der Tür steht Deutsche Börse.

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Seit heute sind drei Krypto-ETPs von CoinShares an der deutschen Xetra-Börse. Damit will man institutionellen Anlegern den Einstieg in Kryptowährungen erleichtern.

CoinShares, Europas größter Anbieter für digitale Investments, vollzieht ein Cross-Listing dreier seiner Exchange Traded Products (ETP) an der deutschen Xetra-Börse in Frankfurt am Main. Das gab das Unternehmen heute in einer Pressemitteilung bekannt. Genauer handelt es sich dabei um einen Bitcoin, einen Ethereum und einen Litecoin ETP, von denen jedes Produkt “physisch gedeckt” ist. CoinShares CEO Jean-Marie Mognetti zeigte sich hocherfreut über das Listing:


Die Einführung (der ETP, Anm.d.Red.) an der führenden deutschen Börse Xetra bietet europäischen institutionellen Anlegern einen Einstieg in digitale Vermögenswerte. Dabei profitieren sie gleichzeitig von der Glaubwürdigkeit und Erfolgsbilanz von CoinShares International.

CoinShares CEO Jean-Marie Mognetti

CoinShares sieht Millionen Inflow bei Ethereum und Altcoin-Projekten

Zuvor waren die Produkte nur über die Schweizer SIX-Börse erhältlich. Nun habe man neue Märkte erschließen wollen, erklärt CRO Frank Spiteri.

Nach dem Launch verwaltet die CoinShares Physical Platform über 380 Millionen US-Dollar in elf Ländern. […] Wir freuen uns darauf, die Technologie und das Know-how des Unternehmens zu nutzen, um auf dieser Grundlage aufzubauen und im Laufe des Jahres neue Märkte, Investitionsengagements und strategische Partnerschaften einzugehen.

CoinShares CRO Frank Spiteri

Zudem habe das Londoner Unternehmen durch die jüngsten Kursschwankungen einen 74-Millionen-Inflow von institutioneller Seite in den Krypto-Sektor gesehen. Dabei seien vor allem Ethereum und verschiedene Altcoin-Projekte hervorgestochen.

Mit dem jüngsten Listing befindet sich CoinShares nun in Europa in bester Gesellschaft. So verkündete beispielsweise Valour erst vor Kurzem einen Cardano und einen Polkadot ETP. Auf den ersten Bitcoin ETF müssen sich europäische Anleger derweilen noch Gedulden. Dabei sind die Blicke ganz klar auf die USA gerichtet, wo die SEC derzeit mehrere Anträge evaluiert. Sollte der Startschuss dort fallen, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Hype auch nach Europa überschwappt.


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Neue Security TokenDigital Assets AG lanciert tokenisierte Aktien auf Solana

8 Stunden

Tokenisierte Aktien erreichen das Solana-Netzwerk. Das Schweizer Unternehmen Digital Assets AG bietet ab sofort Top-Tech-Aktien in Token-Form an – zunächst exklusiv auf FTX.


Das Schweizer Tokenisierungs-Unternehmen Digital Assets AG (DAAG) bringt tokenisierte Akten auf die Solana Blockchain. Das hat Digital Assets am 24. Juni in einer Pressemitteilung verkündet, die BTC-ECHO vorliegt. Danach wolle man seine Tokenisierungs-Infrastruktur auf das Solana-Netzwerk migrieren. Zuvor verwendete DAAG eine zugangsbeschränkte Distributed-Ledger-Technologie, um den Handel mit Stock Token zu ermöglichen.

Der Wechsel vom Betrieb auf einer privaten Blockchain zum Betrieb auf Solana wird eine viel effizientere und kostengünstigere Umgebung für den Handel und die Nutzung von tokenisierten Aktien bieten,

erklärt Brandon Williams, Leiter Unternehmensentwicklung bei der Digital Assets AG.

Wir stellen uns vor, dass die Gesamtheit der traditionellen Finanz- und Kapitalmärkte auf der Blockchain arbeiten kann, und Solana war eine naheliegende Wahl [dafür].

Anatoly Yakovenko, CEO von Solana Labs, freut sich ebenfalls darauf, die Vermählung von CeFi und DeFi voranzutreiben:

Wir freuen uns, dass die DAAG tokenisierte Aktien auf der Solana-Blockchain auf den Markt bringt, denn es ist klar, dass dies die Zukunft der Finanzinnovation ist, wenn wir zusammenarbeiten, um traditionelle Finanzen mit Dezentralisierung zu verbinden.

Auch FTX-Gründer und CEO Sam Bankman-Fried spricht von einem “Paradigmenwechsel”. Man wolle gemeinsam mit DAAG und Solana den “Standard” in Sachen Aktien-Token schaffen, lässt sich Bankman-Fried in der Pressemitteilung zitieren.

Tokenisierte Aktien auf Solana: BaFin-konform dank Wertpapierprospekt?

Die tokenisierten Aktien gibt es zunächst exklusiv auf der Krypto-Exchange FTX. Nur Nutzer:innen, die den KYC-Prozess bei FTX durchlaufen haben, können das Angebot nutzen. Handelbar sind unter anderem Aktien von Facebook, Google, Paypal sowie von 49 weiteren Top-Tech-Konzernen. Anders als etwa die Stock Token; die Binance in Zusammenarbeit mit DAAG und dem deutschen Vermögensverwalter CM-Equity anbietet, stehen die tokenisierten Aktien der DAAG auf einem festeren regulatorischen Fundament. So hat DAAG für die tokenisierten Aktien ein Wertpapierprospekt erstellt, das von der Liechtensteinischen Finanzmarktaufsicht FMA abgesegnet wurde.

Das Fehlen eines Wertpapierprospekts hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im Frühjahr bei den Stock Token von Binance bemängelt. Binance argumentierte unter anderem mit der eingeschränkten Übertragbarkeit der Stock Token gegen den BaFin-Rüffel. So handeln die Nutzer:innen die Token ausschließlich mit CM-Equity.

Dagegen sollen die tokenisierten Aktien, die DAAG heute auf Solana lanciert, als “Free-floating Token” frei übertragbar sein und damit auch auf dem Sekundärmarkt rund um die Uhr gehandelt werden können. Sowohl zentrale als auch dezentralisierte Börsen, die auf der Solana Blockchain aufbauen, werden in der Lage sein, den Handel mit tokenisierten Aktien in ihre Plattformen aufzunehmen. Eine beachtliche Aussicht, wenn man bedenkt, dass sich unser Coin des Monats Mai zumindest auf dem Papier noch in der Beta-Version befindet.

Blockchain CapitalPayPal und Visa investieren in 300 Millionen US-Dollar schweren Krypto-Fonds

17 Stunden

Visa und PayPal intensivieren ihr Engagement im Krypto-Space. Als Partner unterstützen sie eine Risikokapitalgesellschaft mit Blockchain-Bezug.

Die Venture-Capital-Gesellschaft Blockchain Capital hat am 22. Juni den Abschuss einer weiteren, erfolgreichen Finanzierungsrunde verkündet. Für ihren “Fund V” nahm das Unternehmen 300 Millionen US-Dollar ein. Als wichtigste Geldgeber figurieren die beiden Finanzdienstleister PayPal und Visa.

Der Schwerpunkt der Investment-Tätigkeit des neuen Fonds soll auf innovativen Trends im Blockchain-Bereich liegen. Neben Infrastrukturprojekten gehören auch der DeFi-Space und NFTs dazu. Zu den weiteren Anlegern zählen “strategische Investoren, Pensionsfonds, große Universitätsstiftungen und Family Offices.”

PayPal und Visa als strategische Partner

Zusätzlich zu ihrem Investment nehmen die beiden Bezahlriesen am Partnerprogramm von Blockchain Capital teil. Laut Medienberichten begeben sich PayPal und Visa damit erstmalig in eine beschränkte Partnerschaft mit einer Risikokapitalgesellschaft, deren Fokus auf dem Krypto-Ökosystem liegt. Was die Verwendung der Mittel angeht, haben die beiden Konzerne somit nur ein limitiertes Mitspracherecht. Weitere Partner benannte Blockchain Capital indes nicht. P. Bart Stephens, Mitbegründer des Unternehmens, sagte:

Wir fühlen uns unglaublich geehrt, eine Gruppe von Weltklasse-Investoren in Fund V begrüßen zu dürfen, die den Wert einer Firma zu schätzen wissen, die sich einer einzigen Branche verschrieben hat. Als Gründer wissen wir selbst, wie schwer es ist, Unternehmen, Protokolle und sogar eine ganz neue Branche aufzubauen.

Jose Fernandez da Ponte, Vizepräsident bei PayPal, gab zu verstehen, dass sein Unternehmen zum Wachstum des Blockchain-Ökosystems beitragen will. Dabei befindet sich PayPal schon seit geraumer Zeit auf Krypto-Adoptionskurs. Visa öffnet das eigene Netzwerk ebenfalls langsam für den Krypto-Zahlungsverkehr.

Blockchain Capital ist unterdessen ein Veteran im Krypto-Space. Die Venture-Capital-Firma ist seit 2013 aktiv. Nach eigenen Angaben finanzierte sie bis lang mehr als 110 Unternehmen. Darunter befinden sich auch Branchengrößen wie Kraken und Coinbase.

Ausgegoogelt?Brave startet eigene Suchmaschine “Brave Search”

Brave entwickelt sich weiter zum Google-Schreck. Nun greift der Privacy-Browser mit Brave Search das Kerngeschäft des Datenkraken an.

Brave, das Unternehmen hinter dem gleichnamigen Privacy-fokussierten Browser hat eine eigene Suchmaschine lanciert. In Abgrenzung zum Branchenprimus Google legt Brave Search – so der Name der neuen Suchmaschine – keine Profile über seine Nutzer:innen an. Ebenso wird auf das Tracking verzichtet. Verbesserungen der Suchergebnisse sollen einzig auf Basis lokal gespeicherter Browser-Daten erfolgen. Auf der Brave Homepage heißt es dazu:

Es ist für uns unmöglich, deine Daten weiterzugeben, zu verkaufen oder zu verlieren, weil wir sie gar nicht erst sammeln. Wir nutzen deinen Browser, um Informationen darüber zu speichern, wie unsere Suchmaschine dabei hilft, deine Suchanfragen unabhängig zu beantworten.

Darüber hinaus setzt Brave Search auf einen eigenen Suchindex und ist somit nicht auf Google oder Microsoft angewiesen. Zumindest perspektivisch, denn der Index ist noch im Aufbau. Wie Brave in einer Pressemitteilung erklärt, gehört unter anderem die Bildersuche noch zu jenen Domänen, in denen Brave Search noch auf Programmierschnittstellen von Drittanbietern zugreift.

Brave Search: Neuer Use Case für BAT?

Auch der Browser-eigene Basic Attention Token (BAT) soll in der neuen Suchmaschine Verwendung finden. So ist Brave Search aufgrund des frühen Beta-Stadiums bislang noch komplett werbefrei. Allerdings sollen Nutzer:innen die Wahl zwischen einer kostenpflichtigen, werbefreien Version und einer werbefinanzierten Variante erhalten. Laut Unternehmensangaben sei dann auch eine BAT-Belohnung für das Anklicken von gesponserten Suchergebnissen denkbar. Brave Search soll zur Standardsuchmaschine des Browsers werden. Bis dahin lässt sie sich unter search.brave.com testen. Einige Stichproben haben gezeigt, dass die Qualität der Suchergebnisse noch ausbaufähig ist. Bei der Suche nach BTC-ECHO erschien unsere Homepage etwa erst an 8. Stelle – das kann sogar Bing besser. Aber es ist schließlich noch kein Google vom Himmel gefallen.

Blockchain-AdaptionGoldman Sachs beginnt mit dem Handel auf JPMorgans Blockchain

1 Tag

Die Investmentbank Goldman Sachs hat ihre ersten Finanztransaktionen auf dem privaten Blockchain-Netzwerk von JPMorgan durchgeführt – Smart Contracts und ein Stable Coin kamen dabei zum Einsatz.

Schon seit einigen Monaten expandieren die beiden Bankenriesen JPMorgan und Goldman Sachs in den Blockchain-Sektor. Ziel der beiden Banken ist es, die Abwicklung von Transaktionen im Bankengeschäft effektiver zu machen.

Laut einem Bericht von Bloomberg haben die Partner dabei erste Fortschritte verzeichnen können. Am 17. Juni führte Goldman Sachs den ersten Handel auf der Blockchain von JPMorgan durch. Die Investmentbank tauschte eine tokenisierte US-Staatsanleihe gegen den Stable Coin JPMCoin. Bei der Finanztransaktion handelte es sich um ein sogenanntes Repogeschäft, so Mathew McDermott, Abteilungsleiter für digitale Vermögenswerte bei Goldman Sachs.

Wir sehen dies als einen Schlüsselmoment für die Digitalisierung von Finanztransaktionen. Anders als im traditionellen Repomarkt war die genaue Zeit, die die Banken für die Abwicklung der Transaktion benötigten, quantifizierbar. In diesem Fall waren es drei Stunden und fünf Minuten.

Sagte McDermott. Bei einem Repogeschäft handelt es sich um eine Finanztransaktion, die den gleichzeitigen Verkauf und späteren Rückkauf eines Gutes kombiniert. Banken wie Goldman Sachs nutzen solche Repogeschäfte daher als kurzfristige Finanzierungsinstrumente. Außerdem beträgt die Laufzeit eines solchen Repogeschäft im Allgemeinen zwischen einem Tag und einem Jahr.

Im Beitrag von Bloomberg nannte McDermott den genauen Betrag der Transaktion nicht, aber dafür merkte er an, dass die neue Art und Weise wie Transaktionen nun durchgeführt werden können, viele Vorteile mit sich bringen.

Dank der Blockchain-Technologie weiß man nun genau, wie lange eine Transaktion am Repomarkt dauert. Darüber hinaus ist die allgemeine Sicherheit von Finanztransaktionen dank der Blockchain-Technologie deutlich erhöht.