Die Stimmung rund um die Spot-Bitcoin-ETFs hat sich in den vergangenen Wochen deutlich eingetrübt. In den letzten 36 Handelstagen verzeichneten die Fonds lediglich an drei Tagen Nettozuflüsse. An allen übrigen Tagen zogen Anleger Kapital ab.
Der stärkste Kapitalabfluss wurde am 27. Mai registriert. An diesem Tag flossen 733,43 Millionen US-Dollar aus den Bitcoin ETFs ab. Die Zuflüsse fielen vergleichsweise bescheiden aus. Der stärkste Inflow lag im betrachteten Zeitraum bei lediglich 85,5 Millionen US-Dollar.
Anleger ziehen Milliarden aus den Bitcoin-ETFs ab
Seit ihrer Einführung Anfang 2024 sammelten die Spot Bitcoin ETFs insgesamt 78,32 Milliarden US-Dollar ein. Ihren bisherigen Höchststand erreichten die Produkte Mitte vergangenen Jahres mit einem verwalteten Vermögen von rund 152,01 Milliarden US-Dollar. Seitdem hat sich dieser Wert nahezu halbiert.
Besonders schwierig verläuft das Jahr 2026. Nach einem neutralen Jahresauftakt befinden sich die ETFs inzwischen den zweiten Monat in Folge im negativen Bereich. Allein im laufenden Juni summieren sich die Nettoabflüsse bereits auf 2,26 Milliarden US-Dollar. Als Belastungsfaktor gilt vor allem die Unsicherheit rund um den Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Die Nachrichtenlage schwankt beinahe täglich zwischen Hoffnung auf eine diplomatische Lösung und neuen Eskalationssorgen.
Bemerkenswert ist dabei der Vergleich mit anderen Märkten. Während Bitcoin seit seinem Rekordhoch deutlich an Wert verloren hat und zwischenzeitlich sogar unter die Marke von 60.000 US-Dollar fiel, notieren die US-Aktienmärkte weiterhin nahe ihrer Höchststände.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Spot Ethereum ETFs. Im Mai beliefen sich die Nettoabflüsse auf 540,88 Millionen US-Dollar, im laufenden Juni kamen bislang weitere 198 Millionen US-Dollar hinzu.
