Bitcoin hat sich nach dem schwachen Wochenstart erholt und die Marke von 64.000 US-Dollar zeitweise zurückerobert. Innerhalb von 24 Stunden legte die größte Kryptowährung knapp zwei Prozent zu.
Ethereum schafft diese Entwicklung bislang nicht. Der Kurs stieg zwar leicht auf 1.865 US-Dollar, liegt auf Wochensicht aber weiterhin rund ein Prozent im Minus. Die übrigen Altcoins folgen Bitcoin und sind ebenfalls leicht gestiegen.
Short Squeeze treibt die Erholung an
Zusätzlichen Rückenwind lieferte der Derivatemarkt. Das Handelsvolumen bei Krypto-Derivaten stieg binnen 24 Stunden um knapp 97 Prozent. Liquidationen von Short-Positionen auf Bitcoin sind auf 86 Millionen US-Dollar gestiegen, wie Daten von Coinglass zeigen. Der daraus entstandene Kaufdruck beschleunigte den Kursanstieg zusätzlich.
An den Aktienmärkten kämpfen die Trader mit durchwachsenen Zahlen. Der MSCI Asia Pacific Index verlor 0,7 Prozent, während Nasdaq-100-Futures um 0,4 Prozent zulegten. Unterstützung kam von der Palantir-Aktie, die nach angehobenen Unternehmensprognosen nachbörslich deutlich gestiegen war.
Bitcoin unter Druck: Strategy und Coldcard belasten Anleger
Trotz der jüngsten Kurserholung bleibt die Stimmung am Markt angespannt. Belastend wirkt unter anderem der Verkauf von 1.637 Bitcoin durch Strategy. Das Unternehmen hat seine Dollarreserve um 250 Millionen US-Dollar erhöht und dafür einen Teil seiner Bitcoin-Bestände im Wert von rund 102 Millionen US-Dollar veräußert.
Für zusätzliche Verunsicherung sorgt der Coldcard-Fall. Seit Tagen beschäftigt der Vorfall die Bitcoin-Community, weil erstmals nicht eine zentralisierte Krypto-Börse, sondern die Self Custody in der Kritik steht. Nach Angaben von Alex Thorn, Forschungschef bei Galaxy, läuft inzwischen eine vierte Angriffswelle. Dabei könnten weitere 449 Bitcoin entwendet werden. Der Gesamtschaden würde damit auf mehr als 1.600 Bitcoin im Wert von über 100 Millionen US-Dollar steigen.
Die angespannte Stimmung am Krypto-Markt lässt sich messen: Der Fear & Greed Index steht aktuell bei 37 Zählern – Angst.

