"Das ist keine Gerechtigkeit" 50 Jahre für Sam Bankman-Fried? Verteidigung erhebt Einspruch

Die US-Staatsanwaltschaft fordert mit 50 Jahren deutlich weniger als die Maximalstrafe von 110 Jahren für Sam Bankman-Fried. Dennoch erhebt die Verteidigung Einspruch.

Dominic Döllel
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Sam Bankman-Fried

Beitragsbild: Picture Alliance

| Das Strafmaß gegen Sam Bankman-Fried wird Ende März verkündet
  • Am 15. März forderten US-Staatsanwälte beim zuständigen Bezirksrichter Lewis Kaplan eine Freiheitsstrafe von 40 bis 50 Jahren für den FTX-Gründer Sam Bankman-Fried (SBF).
  • Dieser habe “Investoren belogen”, gefälschte Dokumente weitergegeben und “Millionen von Dollar an illegalen Spenden in das politische System gepumpt”, heißt es in dem Gerichtsdokument. Die Freiheitsstrafe solle ein starkes Signal an Finanzbetrüger senden.
  • Das Anwaltsteam von SBF erhebt jetzt Einspruch: Die Freiheitsstrafe von bis zu 50 Jahren “verzerrt die Realität” und stelle den ehemaligen Krypto-Unternehmer als “verdorbenen Superschurken” dar. Das sei keine Gerechtigkeit, heißt es in einem Schreiben, das Bloomberg vorliegt.
  • Die Forderung der Staatsanwaltschaft liegt weit unter der 110-jährigen Haftstrafe, die in den US-Strafbeurteilungsrichtlinien empfohlen werden. Die Verteidigung fordert indessen weniger als sieben Jahre Gefängnis.
  • SBF ist im November vergangenen Jahres wegen Betrugs, Geldwäsche und Verschwörung für schuldig befunden worden. Über das endgültige Strafmaß entscheidet Richter Kaplan voraussichtlich am 28. März.
  • Das Leben im Gefängnis scheint dem Krypto-Betrüger derweil nicht sonderlich gut zu bekommen. In einem Interview beschreibt ein Mithäftling SBF als verwahrlost und abgemagert. “Er sieht aus wie ein Zahnstocher und duscht nicht.”
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