Sanktionen gegen Venezuela: Trump verbietet Petro & Co.

Sanktionen gegen Venezuela: Trump verbietet Petro & Co.

US-Präsident Donald Trump verbietet US-Bürgern jeglichen Umgang mit Kryptowährungen aus Venezuela. Die USA wolle damit verhindern, dass Venezuela die Sanktionen der Vereinigten Staaten mit ihrer landeseigenen Kryptowährung umgeht. Das Verhältnis beider Länder verbessert diese Aussage nicht.

Venezuela wollte mit dem ersten staatlichen ICO die angeschlagene Wirtschaft ankurbeln. Der Pre-Sale verlief bereits gut, die Regierung um Präsident Nicolás Maduro konnte 735 Millionen US-Dollar einsammeln – zumindest laut offiziellen Angaben. US-Präsident Donald Trump hat nun am Montag, den 19. März, einen Erlass unterschrieben, der US-Bürgern die Investition in Petro verbietet. Das Verbot kommt damit genau einen Tag, bevor der Public Offer des Petro startet.

Nach dem offiziellen Statement des Weißen Hauses ist es US-Bürgern mit sofortiger Wirkung verboten, jegliche Kryptowährung aus Venezuela zu finanzieren oder zu handeln. Damit schließt das Statement auch die zweite geplante Kryptowährung des Landes, den Oro, mit ein.

Dass die Emission des Petro ein verzweifelter Versuch ist, die Wirtschaft des angeschlagenen Landes zu retten, hatten wir bereits berichtet. Laut den Angaben der Regierung steckt zwar hinter jedem Petro ein Fass Öl. Tatsächlich ist es aber so, dass das Ölvorkommen nur geschätzt wurde – es liegt möglicherweise unter der Erde Venezuelas. Mit Petro Gold will die venezolanische Regierung des Weiteren an den Erfolg des ersten Pre-Sale anknüpfen und eine weitere staatliche Kryptowährung herausgeben. Sie ist angeblich an das Goldvorkommen im Land gebunden.

Lage zwischen USA und Venezuela angespannt

Die Aktion von Donald Trump kommt nicht unerwartet, das Verhältnis zwischen der USA und Venezuela ist angespannt. Im Januar verhängte die USA Sanktionen gegen vier Militärfunktionäre. Anschließend durften Bürger der USA keine Geschäfte mit ihnen machen, ihr Vermögen fror das amerikanische Finanzministerium ein. Sie warfen ihnen Korruption vor und verhielten sich politisch nicht neutral. Nicolas Maduro wertete das als „Agression“ und kündigte eine Gegenaktion an. Auch gegen ihn gibt es bereits ähnliche Sanktionen. Die USA wirft ihm die Errichtung einer autoritären Herrschaft vor – eine staatlich kontrollierte Kryptowährung passt zu diesem Vorwurf. Außerdem kündigte der damalige US-Außenminister Rex Tillerson im Februar an, auch Sanktionen gegen die Erdölindustrie Venezuelas zu verhängen.


[Anzeige]
Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen auf eToro handeln.Warum eToro? Kostenloses Demo-Konto; Mobile Trading-App; Einzahlungen per PayPal; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies); Social Trading mit großer internationaler Community.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

BTC-ECHO

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Facebook Coin Libra: G7 wird Stable Coin vorerst nicht zulassen
Facebook Coin Libra: G7 wird Stable Coin vorerst nicht zulassen
Regulierung

Die „großen 7“ wollen den geplanten Facebook Coin Libra nicht zulassen. Das geht aus einem Stable-Coin-Bericht hervor, den die G7 am 18. Oktober veröffentlichte.

Blockchain Voting: US-Landkreise setzen auf dApp
Blockchain Voting: US-Landkreise setzen auf dApp
Blockchain

Zwei weitere US-Landkreise bieten auswärtigen Wählerinnen und Wählern die Abstimmung per App an. Die Plattform mit dem Namen Voatz basiert auf der Blockchain und findet in nunmehr fünf US-amerikanischen Landkreisen und Städten Verwendung.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Facebook Coin Libra: G7 wird Stable Coin vorerst nicht zulassen
Facebook Coin Libra: G7 wird Stable Coin vorerst nicht zulassen
Regulierung

Die „großen 7“ wollen den geplanten Facebook Coin Libra nicht zulassen. Das geht aus einem Stable-Coin-Bericht hervor, den die G7 am 18. Oktober veröffentlichte.

Finanzbranche first, Industrie second: Wann die Blockchain den Maschinenbauer erreichen wird
Finanzbranche first, Industrie second: Wann die Blockchain den Maschinenbauer erreichen wird
Kommentar

„Blockchain ist viel mehr als Bitcoin.“ Dieser Satz wurde in den letzten zwei Jahren geradezu mantra-artig, selbstbewusst und inflationär von Managern aus der Industrie heruntergebetet. Warum die Realität von dieser Vorstellung noch ein Stückchen entfernt ist, wie lange es dauern wird, bis Blockchain im produzierenden Gewerbe wirklich angekommen ist und wieso die Finanzialisierung der Realwirtschaft voraus ist. Ein Kommentar.

Nach Libra-Austritt: MasterCard glaubt an Krypto-Branche
Nach Libra-Austritt: MasterCard glaubt an Krypto-Branche
Szene

Nach Visa, PayPal und ebay ist auch MasterCard aus Facebooks Libra Association ausgetreten. Das Kreditkartenunternehmen nahm dies zum Anlass, um einmal über die Zukunft der Krypto-Welt nachzudenken. Von einem Abschied aus der Branche ist MasterCard indessen meilenweit entfernt.

iFinca: Fair-Trade-Kaffee durch Blockchain-Technologie
iFinca: Fair-Trade-Kaffee durch Blockchain-Technologie
Blockchain

Eine neue App verspricht mithilfe der Blockchain vollste Transparenz bei der Kaffeeproduktion. Das Produkt der kolumbianischen Firma iFinca möchte Farmern eine stärkere Stimme verleihen. Endverbraucher, die den entsprechenden QR-Code auf ihrem Kaffee scannen, sehen dann, wie viel der Bauer an der Herstellung verdient hat. Es ist nicht das erste Projekt in der Kaffee-Branche, welches die Technologie von Bitcoin & Co. nutzt. Schließlich ist das Kaffee-Business eines der undurchsichtigsten weltweit.

Angesagt

China, Nike und die NBA: Sneaker Token im politischen Eklat
Politik

Nike Sneaker, Token und ein Tweet. Der schwelende Konflikt zwischen der NBA und der chinesischen Regierung hat auch in der Krypto-Sphäre seine Spuren hinterlassen.

USA und Kanada erwägen digitales Zentralbankengeld
Politik

Die Zentralbanken Kanadas und der USA planen die Einführung eigener digitaler Währungen. Sie reagieren damit auf ein wachsendes Interesse an digitalen Währungen und wollen den Aufsprung bei dieser Entwicklung nicht verpassen. Dabei verfolgen beide Nationen unterschiedliche Interessen.

Ripple arbeitet an Software für Ledger und Trezor
Kommentar

Das kalifornische Unternehmen Ripple hat über sinen Investmentarm Xpring erneut in Towo Labs investiert. Das schwedische Unternehmen soll eine robuste und praktikable Software schreiben.

Smart Contract Security Alliance will für Sicherheit bei Ethereum sorgen
Altcoins

Die Smart Contract Security Alliance gibt ihren Gründungsrat bekannt. Auf ihrer Agenda stehen – man ahnt es – Sicherheit für Smart Contracts. Die Vereinigung freut sich über Mitglieder wie Fujitsu, Quantstamp und LayerX.