5 Wege Bitcoin zu zerstören

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 4 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Quelle: Shutterstock

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Die dezentrale Struktur macht Bitcoin zu einem äußerst widerstandsfähigen Netzwerk. Der Reiz dieser Dezentralität besteht darin, dass es keinen Single Point of Failure gibt, also keine Institution, die in der Lage ist, Bitcoin eigenständig den Garaus zu machen. 

Auch die Kryptowährung Nr. 1 ist nicht unsterblich. Eine Gebrauchsanweisung, wie man Bitcoin zerstören kann.

1. Eine bessere Kryptowährung erfinden

Seien wir ehrlich: Der Krypto-Markt ist Anarchokapitalismus in Reinform. Die laxe regulatorische Eingrenzung erlaubt es im Prinzip jedem, neue Coins auf den Markt zu werfen und mit der Kryptowährung Nr. 1 in Konkurrenz zu treten. Dies ist grundsätzlich begrüßenswert. Schließlich, so sagt man, belebt Wettbewerb das Geschäft.

So ist es allerdings auch denkbar, dass irgendwann eine Kryptowährung auf den Markt kommt, die Bitcoin vom Thron stürzt.


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Der Iron Throne gebührt König Bitcoin.

Doch wer Bitcoin ernsthaft die Stirn bieten will, der muss sich ranhalten. Die BTC-Dominanz (also der Anteil, den BTC an der Gesamtmarktkapitalisierung ausmacht) beträgt zur Stunde 57 Prozent. Der Vorsprung dürfte nur schwer aufzuholen sein.

Einschätzung: unwahrscheinlich.

2. Bitcoin verbieten

Regierungen tendieren dazu, ihr Monopol auf die Geldschöpfung mit allen erdenklichen Mitteln zu schützen. Nachvollziehbar, schließlich ergeben sich daraus eine ganze Reihe von Vorteilen. Zum Beispiel ist die Schöpfung von Fiatgeld aus dem Nichts ein lukratives Geschäftsmodell für Zentralbanken. Durch die Abschöpfung der sogenannten monetären Seigniorage, also dem Realgewinn aus dem Geldschöpfungsmonopol, erzielt die Notenbank Gewinne.

Die Konkurrenz durch BTC & Co. könnten Notenbanken ab einem bestimmten Punkt als Bedrohung ansehen. Dass Staaten dann ein Verbot von Bitcoin in Erwägung ziehen, liegt nahe.

Einschätzung: Ob das reicht, um BTC in die ewigen Jagdgründe zu schicken, ist fraglich. Das Murmeltier des immer wiederkehrenden China-FUD tangiert den Bitcoin-Kursverlauf dieser Tage kaum noch. Zwar sind Bitcoin-Verbote für Bürger der jeweiligen Staaten unerfreulich. Solange es sich um Einzelfälle handelt, stellen diese global gesehen indes kein nennenswertes Bedrohungsszenario dar. Einzig die Koordination einer Vielzahl von Staaten könnte BTC zu Leibe rücken.

3. 51-Prozent-Attacken

Auf technischer Seite gelten 51-Prozent-Attacken als das Bedrohungsszenario Nr. 1. Angreifer, so die Theorie, könnten sich 51 Prozent der Bitcoin Hash Power unter den Nagel reißen und mit der Blockchain Schindluder treiben. Beispielsweise könnten sie denselben Bitcoin mehrfach ausgeben, man spricht von Double Spending. Der Schaden, den ein derartiger Angriff auf das Netzwerk anrichten würde, ist immens. Schließlich verspricht das Netzwerk Schutz vor illegitimen Transaktionen, welche die Regeln des Netzwerks verletzten würden.

Weshalb das Bitcoin-Immunsystem 51-Prozent-Attacken allerdings sofort als solche erkennen würde, kann niemand besser erklären als Andreas Antonopoulos.

Einschätzung: Eine 51-Prozent-Attacke profitabel durchzuführen, ist unwahrscheinlich.

4. Besseres Zentralbankgeld ausgeben

Bitcoins Wertversprechen ist seine Knappheit. Kein einzelner Akteur ist in der Lage, die umlaufende Geldmenge nennenswert zu verwässern und daraus Profit zu schlagen. Aufgrund seiner impliziten Knappheit ist Bitcoin der wohl beste Wertspeicher in der Geschichte der Menschheit.

Dass sich BTC nur schwer verbieten lässt, ist bekannt. Ein realistischeres Angriffsszenario ist die ernsthafte Konkurrenz durch gutes Zentralbankgeld.

Eine Rückkehr zum Goldstandard etwa hält Saifedean Ammous für eine ernstzunehmende Gefahr:

Der Weg, den Regierungen einschlagen müssten, um Bitcoin zu zerstören, ist der, den wirtschaftlichen Anreiz für einen Gebrauch von BTC irrelevant zu machen – also die Nachfrage im Kern zu beseitigen.

Regierungen müssten folglich eine Technologie anbieten, die in Konkurrenz zu Bitcoin tritt.

Einschätzung: Der aktuelle Trend geht eher in die entgegengesetzte Richtung. Anstatt striktere Geldpolitik ins Spiel zu bringen, diskutiert der IWF eine Negativverzinsung von Bargeld.

5. Ein Atomkrieg

Zwar funktioniert Bitcoin auch ohne Internet. Wenn die globale Kommunikation durch eine völlige Zerstörung des Internets aber unmöglich ist, wird auch BTC darunter leiden. Eine weltweite Synchronisation der Blockchain kann dann kaum noch gewährleistet werden.

Einschätzung: Im Falle einer nuklearen Apokalypse liegt einiges im Argen. Da wirkt Bitcoin nebensächlich.


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Eines ist jedoch klar: Bitcoin ist noch nicht tot.

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