Krisensicher: Bitcoin braucht kein Internet

Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Bitcoin ist krisensicher. Und zwar nicht nur in puncto technologischer Sicherheit. Denn man benötigt nicht zwingend einen Internetzugang, um Bitcoin zu versenden. Wie man Bitcoin über das Radio versendet. 

Da dürfte sich der Großteil der technisierten Gesellschaft dann doch einig sein: Ohne Internet wären wir alle ziemlich aufgeschmissen. Man stelle sich das Chaos vor: Massiv eingeschränkter Informationsaustausch, kein Online Banking, von Pizza, die man schnell mal online bestellt, ganz zu schweigen. Die Infrastrukturen von MasterCard, Visa, SWIFT und ähnlichen Kapital-Unternehmen dürfte ebenso schnell zusammenbrechen wie die Insta-Teenies und Snapchat-Stars, die unsere Gesellschaft so deutlich prägen.

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Wer würde in all dem Chaos bestehen? Bitcoin. Denn die Kryptowährung, die einst unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto per White Paper in die Welt geworfen wurde, benötigt kein Internet, um zu funktionieren. Denn es gibt eine Alternative für das Versenden von Bitcoin: das Radio.

Wenn die Welt, wie wir sie kennen, also einmal zusammenbrechen sollte und ihr für alle Fälle gewappnet sein wollt, dann solltet ihr einen Radioempfänger und einen Computer in euerem Apokalypse-Kit packen.

Wie versende ich Bitcoin über das Radio?

Dazu befolgt ihr folgende Schritte:

  • Radio-Empfänger einstellen. Dazu müsst ihr die richtige Welle erwischen. Wie wir hier von Rob Stiles erfahren, bietet sich dafür der Multi-Use Radio Service (MURS) mit den Frequenzen 151.82, 151.88, 151.94, 154.57 oder 154.60 MHz an.
  • Computer mit Lautsprecher und Mikrophon ausrüsten
  • Die folgenden Programme installieren:

Dann müsst ihr die Programme nur noch konfigurieren und ein paar Tage warten, bis ihr euch mit dem Bitcoin-Netzwerk synchronisiert habt. (Wichtiger Tipp: Ihr solltet das alles tun, bevor das Internet ausfällt. Ein Herunterladen der jeweiligen Programme dürfte sich sonst als schwierig gestalten).

Über eine andere Möglichkeit berichtet Twitter-Nutzer Coinsure. Er verwendete Mobil-Antennen von GoTenna und die Krypto-Wallet SamouraiWallet. Dadurch schaffte er es immerhin, seine Bitcoin-Transaktion über eine Entfernung von 12,6 Kilometern zu versenden:

To the moon: Bitcoin via Satellit versenden

Neben den Radiowellen kann man BTC jedoch auch über Satelliten versenden. Dementsprechend bietet Blockstream mit ihrer Satellite API eine Möglichkeit, die Kryptowährung auch ins All zu senden.

Dennoch: Einfach mal so Bitcoin über das Radio oder Satellit verschicken, ist nicht ganz einfach. Schon gar nicht, wenn man sich nicht auf einen Shutdown des Internets vorbereitet hat. Andererseits bietet die Kryptowährung damit eine Möglichkeit für krisengeschüttelte Länder wie Venezuela und Simbabwe, sich vor etwaigen Restriktionen seitens der Regierung zu schützen. Bitcoin macht’s möglich.

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