Venezuela: Regierung erlässt neue Regelungen für Bitcoin-Regulierung

Quelle: Shutterstock

Venezuela: Regierung erlässt neue Regelungen für Bitcoin-Regulierung

Die Regierung in Venezuela hat ein neues Dekret erlassen. Dieses reguliert unter anderem den Handel mit Bitcoin, aber auch alle damit verwandten Aktivitäten wie etwa das Bitcoin Mining oder das Betreiben von entsprechenden Exchanges. Die verhängten Strafen erfolgen jedoch nicht im landeseigenen Bolivar – sondern in der staatseigenen Kryptowährung Petro.

Dass die wirtschaftliche Lage im südamerikanischen Venezuela – gelinde gesagt – nicht die beste ist, dürfte inzwischen bekannt sein. Eine jährliche Inflationsrate im fünfstelligen Bereich dürfte hier für sich versprechen. Dass viele Venezolaner sich nun Bitcoin zuwenden, um ihr Vermögen zu sichern, auch darüber berichteten wir ausführlich.

Venezuela erlässt ausführliches Regulierungsdekret für Bitcoin & Co.

Um das bunte Krypto-Treiben in Venezuela nun besser in den Griff zu bekommen (und nebenbei den hauseigenen Petro zu pushen), hat die Regierung in Venezuela ein neues Dekret erlassen.

Wie das lokale Krypto-Medium cryptonoticias berichtet (die Homepage der venezolanischen Regierung ist derzeit nicht zu erreichen), beziehen sich die neuen Regulierungen auf den gesamten Krypto-Space. Fortan benötigt jegliche mit Kryptowährungen in Verbindung stehende Aktivität (Exchanges, Mining oder Trading) die Erlaubnis der venezolanischen Regierung.

Eigene venezolanische Behörde Sunacrip überwacht Krypto-Aktivitäten

Um all diese Aktivitäten zu überwachen (und ggf. zu genehmigen), hat die Nationalversammlung des Landes eine eigene Taskforce, die „Sunacrip“ ins Leben gerufen. Deren Aufgabe ist es nun unter anderem, mit besonderer Wachsamkeit neue Exchanges zu überprüfen. Ferner will die Regierung künftig Studien zur Effektivität und ökonomischen Nutzbarkeit des Minings durchführen. Außerdem verlangt die Regierung per Dekret, dass alle Aktivitäten rund um Kryptowährungen protokolliert werden. Kurzum: Alles, was mit Bitcoin & Co. zu tun, will die Regierung künftig überwachen.

Apropos andere Kryptowährungen: Wer gegen die Regulierungsmaßnahmen verstößt, dem drohen saftige Strafen – zwischen 3.000 und 18.000 US-Dollar. Diese sind allerdings nicht etwa in venezolanischen Bolivar zahlbar. Als Mittel der Wahl gilt hier die landeseigene Kryptowährung: der Petro.

JETZT NEU: DER BTC-NAVIGATOR

Das deutschsprachige Blockchain-Ökosystem an einem Platz vereint:

HANDELSPLÄTZEJOBSEVENTSUNTERNEHMENPRODUKTEAKZEPTANZSTELLENWEBSEITEN

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

eCash-Legende David Chaum will mit „Praxxis“ Satoshi Nakamotos Vision Realität werden lassen
eCash-Legende David Chaum will mit „Praxxis“ Satoshi Nakamotos Vision Realität werden lassen
Altcoins

Der eCash-Pionier David Chaum deutet an, mit Praxxis die Quadratur des Kreises geschafft zu haben: ein konsensbasiertes Netzwerk, das ohne den Energiehunger von Proof-of-Work und ohne die Zentralisierungsgefahr von Proof of Stake auskommt. Dabei soll Praxxis dezentral, hochskalierbar und diskret sein.

Tezos: Eine Gefahr für Ethereum?
Tezos: Eine Gefahr für Ethereum?
Altcoins

Noch dominiert Etherum die Smart-Contract-Welt. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Tezos versucht, einiges besser zu machen als die Kopfgeburt Vitalik Buterins. Die größte Bank Südamerikas hat Tezos als Plattform für Security Token Offerings gegenüber Ethereum bereits den Vorzug gegeben. Tezos – eine Gefahr für Ethereum?

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

USA: SEC gibt grünes Licht für Securitize als Wertpapieremittenten
USA: SEC gibt grünes Licht für Securitize als Wertpapieremittenten
Insights

Die US-amerikanische Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) hat Securitize als Wertpapieremittenten registriert. Securitize ist eine digitale Wertpapierplattform, ferner nutzt die Bitcoin-Börse Coinbase Securitize als Transferstelle. Nun kann das Unternehmen offiziell als Verwahrstelle von Aufzeichnungen über Änderungen des Eigentums an Wertpapieren fungieren.

IBM und Travelport lancieren DLT-Lösung für Hotelprovisionen
IBM und Travelport lancieren DLT-Lösung für Hotelprovisionen
Blockchain

Die Distirbuted-Ledger-Technologie (DLT) verspricht überall dort einen Mehrwert, wo es komplizierte Transaktionen zwischen mehreren Parteien nachzuverfolgen gilt. So auch in der Reisebranche. IBM hat hier gemeinsam mit Travelport nun eine neue Blockchain-Lösung für Reisebüros und Hotels lanciert. Die Entwickler versprechen damit, die Arbeitsabläufe in der Branche entscheidend zu vereinfachen.

Bitcoin-Kurs unter 10.000: Fear & Greed Index gibt klares Signal
Bitcoin-Kurs unter 10.000: Fear & Greed Index gibt klares Signal
Bitcoin

Der Bitcoin-Kurs rüttelt stetig an der psychologisch wichtigen 10.000 US-Dollar-Marke. BTC-Trader brauchen ein ruhiges Gemüt. Der Fear & Greed Index zeigt, dass das aktuell nicht einfach ist. Und gibt eine klare Handlungsanweisung

Bitcoin, China und die US-Drogenkrise
Bitcoin, China und die US-Drogenkrise
Kommentar

US-amerikanische Behörden gehen verstärkt gegen chinesische Drogen-Hersteller vor. Diese nutzen Kryptowährungen wie Bitcoin, um ihr Geld zu transportieren. Die gehandelten Waren bestehen unter anderem aus synthetischen Opioiden. Ein Kampf gegen Windmühlen, die ihr Fundament auf US-amerikanischem Boden haben.

Angesagt

Südkorea: Die Abwanderung der Bitcoin-Börsen
Tech

Immer mehr südkoreanische Blockchain-Start-ups und Bitcoin-Börsen listen ihre Projekte in Übersee. Neben den USA und China ist auch Singapur ein beliebter Zufluchtsort für Krypto-Entrepreneure. Die Entscheidung, auf ausländischen Plattformen zu operieren, lässt sich auf ungünstige Bedingungen auf dem heimischen Markt zurückführen. Unterdessen reagieren große internationale Börsen erfreut und öffnen ihre Pforten für Südkoreaner.

„IOTA“, sagte die Schranke zum Smartphone
Tech

IOTA im Alltag: Die App trive.park bezahlt Parkhausautomaten mit IOTA. Hinter dem Projekt steckt das deutsche Software-Start-up trive.me, das seinerseits der EDAG Group angehört. EDAG und trive.me sehen in der Tangle-Integration von IOTA eine Grundsteinlegung für künftige Mobilitätsservices.

Libra unter Monopolverdacht: EU-Kommission befasst sich mit dem Facebook Coin
Regulierung

Die EU-Kommission prüft Facebooks Währungsprojekt Libra auf mögliche wettbewerbswidrige Praktiken. Einen entsprechenden Fragebogen haben die Wettbewerbshüter Anfang des Monats an die Mitglieder der Libra Association versandt. Damit muss sich die Organisation hinter der noch ungeborenen Währung bereits zwei Monate nach deren öffentlichen Verkündung gegen Monopolverdacht wehren.

CBA: Größte australische Bank entwickelt Handelsplatz für Umwelt-Token
Blockchain

Die Commonwealth Bank of Australia (CBA) hat einen Handelsplatz für Token, die für eine nachhaltige Förderung und den Erhalt der Umwelt stehen, vorgestellt. Dieser soll den Schutz der Umwelt vorantreiben und Investitionen in die Umwelt möglich machen.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: