Royal Bank of Canada erwägt eigene Bitcoin-Börse

Jutta Schwengsbier

von Jutta Schwengsbier

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Jutta Schwengsbier

Jutta Schwengsbier arbeitet seit rund 30 Jahren als Journalistin und berichtet aus vielen Ländern über Themen, die die Welt verändern. Auch beherrscht sie mehrere Programmiersprachen und ist im Zuge dessen auf die Blockchain-Technologie aufmerksam geworden.

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Royal bank of Canada denkt über Bitcoin-Börse nach

Quelle: Shutterstock

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Während viele Unternehmen an dezentralen Open-Source-Blockchain-Lösungen arbeiten, versucht die Royal Bank of Canada, ihre geplante Bitcoin-Handelsplattform über Patente zu schützen.

Die Royal Bank of Canada (RBC) soll prüfen, selbst eine Krypto-Handelsplattform anzubieten, wie der Blog The Logic berichtet. Darüber hinaus prüfe die Bank auch die Möglichkeit, ihren Kunden die Eröffnung von Bankkonten mit Bitcoin & Co. zu ermöglichen. RBC wäre die erste Bank in Kanada, die eine Kryptowährungsbörse einführt oder Konten mit digitalen Währungen anbietet. Die Royal Bank of Canada (RBC) ist mit über 965 Milliarden US-Dollar Bilanzsumme die größte Bank Kanadas.

Die RBC soll laut Bericht zudem vier Patente in Kanada und den USA angemeldet haben. Damit sollen bestimmte Geschäftsprozesse mithilfe von Kryptowährungen geschützt werden. RBC versucht also mit proprietären Lösungen anzugehen, was viele andere mit Open-Source-Blockchain-Initiativen wie Hyperledger gemeinsam erarbeiten wollen.

RBC soll in den letzten drei Jahren mindestens 27 blockchainbezogene Patente angemeldet haben, darunter zu Kreditwürdigkeit, Fahrzeug-Anmeldungen, digitalen Belohnungen sowie Kreditangeboten.

Wie kann Kanada sein Blockchain-Trauma überwinden?


In Kanada gibt es derzeit nur wenige Kryptowährungsbörsen. Wie The Block berichtete, investieren 51 Prozent der von Deloitte 2018 befragten kanadischen Unternehmen bereits in die Blockchain-Technologie. Laut einer Studie der Bank of Canada besitzen aber nur fünf Prozent der Kanadier Bitcoin. Viele Kanadier scheinen den Glauben an die Blockchain-Technologie verloren zu haben, nachdem die Bitcoin-Börse QuadrigaCX im Januar 2019 plötzlich offline ging.

Als Grund für den Shutdown der Plattform war zunächst der überraschende Tod des Gründers Gerry Cotten während einer Indien-Reise vermutet worden. Cotten sollte ersten Informationen zufolge die Private Keys für den Cold Storage der Börse mit ins Grab genommen haben. Im Verlauf von Ermittlungen kam aber heraus, dass diese Wallets leer waren. Cotten und seine Frau sollen sich ihren luxuriösen Lebenswandel mithilfe von Kundengeldern der Krypto-Börse finanziert haben.

Wenn nun eine Großbank wie die Royal Bank of Canada eine Krypto-Börse aufbaut, könnte das sicher verlorenes Kundenvertrauen zurückbringen. Aber kann eine zentralisierte, mit Patenten geschützte Banken-Blockchain wirklich mit den zahllosen dezentralen Open-Source-Lösungen konkurrieren? Schließlich entstand die Idee zur Blockchain, um die Macht von Banken zu beschneiden und kriminelle Aktivitäten im Geldsystem zu beenden.


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