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What the HEX Richard Heart: „HEX performt 11 mal besser als Bitcoin“

Dana Hajek

von Dana Hajek

Am · Lesezeit: 8 Minuten

Dana Hajek

Dana absolviert ihr Masterstudium in Journalismus, Medien und Globalisierung an der City University in London. Sie ist überzeugt, dass Blockchains ein gewaltiges Nutzungs- und Transformationspotenzial aufweisen und in nur wenigen Jahren die Welt auf den Kopf stellen werden.

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HEX ist Richard Hearts umstrittene Kryptowährung, die am 2. Dezember 2019 über einen Bitcoin UTXO-Snapshot auf einem Ethereum-Netzwerk (ERC 20) gelauncht wurde. Funktionieren tut es wie folgt: BesitzerInnen von HEX erhalten “Zinsen” in Form von weiteren HEX Coins auf Ihre Stakings (Einlagen). Der Gesamtwert der Token ist allerdings reine Spekulation und keine Einnahmen werden an die TeilnehmerInnen ausgezahlt. Daraus macht Heart kein Geheimnis. In einem Interview mit BTC-ECHO spricht er über die Legitimität von HEX, die Konkurrenz zu Bitcoin und einiges mehr.

BTC-ECHO: Hallo Richard, was ist deine Kritik am freien Markt momentan?
Richard Heart: Monopole wie Youtube, Google oder Facebook sollten aufgelöst und reguliert werden. Am Besten so wie Versorgungsunternehmen, also Firmen für Strom, Gas, Wasser und Elektrizität. Zwar gibt es die Theorie, dass der freie Markt sich selbst um die Dinge kümmert und das kann auch funktionieren – aber der Markt ist nicht frei. Ein freier Markt bedeutet immer ein regulierter Markt. 

Du kannst also nicht tun und lassen was immer du willst und deinen Konkurrenten das Genick brechen. Zum Beispiel haben Google und Facebook keine Konkurrenz und wenn, dann kaufen sie sie auf. Kapitalismus kann so nicht funktionieren. Menschen hatten noch nie so wenig Auswahl. Und wenn du von Yahoo! Google, Facebook, Amazon verboten oder geblockt wirst, dann existierst du nicht mehr. Dann hast du ein Problem und es gibt kein Zurück mehr.

„Kapitalismus kann so nicht funktionieren. Menschen hatten noch nie so wenig Auswahl“

BTC-ECHO: Bitcoin hatte anfangs doch auch noch keine Konkurrenz und wurde nicht reguliert. Das funktionierte doch ganz gut. Ist das in diesem Fall etwas anderes?


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Richard Heart: Ich sag’s mal so: Du willst den Kuchen essen? Gut. Aber du willst ihn auch auf dem Teller behalten? Gut. So ähnlich ist es mit Kryptowährungen: Auf der einen Seite seien sie offiziell nicht reguliert, aber auf der anderen Seite kannst du ins Gefängnis kommen, wenn du Bitcoin verkaufst. Das klingt für mich sehr reguliert.

Es gibt jedenfalls genug Gesetze und Vorschriften bezüglich des Geldtransfers. Nur die Grenze zwischen dem Verkauf persönlichen Eigentums und einer Geldüberweisung ist eben sehr schmal. Beispielsweise haben einige Menschen in Florida jetzt ein Gerichtsverfahren am Hals, weil sie Bitcoin verkauften.

„Auf der einen Seite seien Kryptowährungen offiziell nicht reguliert, aber auf der anderen Seite kannst du ins Gefängnis kommen, wenn du Bitcoin verkaufst“

BTC-ECHO: Kannst du uns vielleicht mit einem Beispiel illustrieren, wie die Strafverfolgunsbehörden vorgehen, wenn sie den Handel von Kryptowährungen strafrechtlich verfolgen?

Richard Heart: Strafverfolgungsbehörden haben ein „fake” Verbrechen geschaffen. Dabei gibt es kein wirkliches Opfer, sondern nur verschärfte Strafen. Mal angenommen du schlägst jemandem auf dem Kopf und klaust seine Brieftasche. Das ist Raub. Wenn du jetzt dieses Geld auf der Bank einzahlst, ist es wiederum Geldwäsche. Es macht keinen Sinn, denn das ursprüngliche Verbrechen war der Raub. Es sollte kein weiteres virtuelles Verbrechen sein, das Geld in Ihrer Bank einzuzahlen. Damit wird nur die Strafe der ursprünglichen Sache modifiziert und eine Art Pseudo-Verbrechen geschaffen. 

BTC-ECHO: Müssen sich auch normale Bitcoin-Holder mit diesen virtuellen oder Pseudo-Verbrechen auseinandersetzen?

Richard Heart: Die regulatorische Belastung für die große Mehrheit der ehrlichen TeilnehmerInnen im System ist enorm. Viele werden bestraft, weil die Behörden die Daten über all diese Leute haben wollen, die nichts Falsches tun. Denkst du irgendein Krimineller auf der Welt hat wirklich ein Problem damit, mit seinem Geld umzugehen? Nein. Denen geht es gut.

Die einzigen, mit denen die Strafbehörden Probleme haben, sind die 99 Prozent der ehrlichen Leute, die ständig hinter das Licht geführt werden. Mit Kryptowährungen konnte man endlich die Mittelsmänner und die Gegenparteien loswerden. Es nervt mich, dass mittlerweile wieder neue geschaffen wurden.

„Die Einzigen mit denen die Strafbehörden Probleme haben sind die 99 Prozent der ehrlichen Leute, die ständig hinter das Licht geführt werden“

BTC-ECHO: Lass uns über deine Kryptowährung sprechen. Wie sieht die Perfomance von HEX aus?

Richard Heart: In HEX haben wir die weltweit erste Festgeldeinlage, ein beliebteste Produkt von Banken. Wir zahlen Stakes aus, um die Coins und den Preis hochzuhalten. Bitcoin hingegen bezahlt die Miner, um den Preis zu drücken. Die Miner kaufen ja die Bitcoins nicht, sie kaufen nur den Strom und verkaufen sie. HEX hat also weniger negative Preisexternalitäten. Unsere reine Preisperformance war 11x höher als Bitcoin über die letzten drei Monate. 

BTC-ECHO: Dein beruflicher Hintergrund ist nicht im Krypto-Bereich. War es so einfach deine eigene Kryptowährung zu erfinden?

Richard Heart: Erstens, du kannst deine eigene Kryptowährung ganz einfach aufbauen, wenn du sie von jemand anderem kopierst. Das ist natürlich deutlich schwieriger, wenn du etwas mit einem „wirklichen” Wert und einzigartigen Eigenschaften auf den Markt bringen möchtest. HEX startete deswegen etwa ein Jahr später als geplant. Wir fügten immer wieder neue Funktionen hinzu und sind dabei ständig auf neue Probleme gestoßen. 

„Du kannst deine eigene Kryptowährung ganz einfach aufbauen, wenn du sie von jemand anderem kopierst“

Zweitens, du brauchst für so eine Innovation nicht viele Menschen. Wir leben in einer Welt, in der du einen Supercomputer und ein Handy in der Tasche hast. Dahinter stecken ungefähr 80 EntwicklerInnen. Du kannst schon mit wenigen Leuten einen großen Einfluss in der Welt ausüben. 

BTC-ECHO: Wo wird HEX hauptsächlich gehandelt – innerhalb der USA ? 

Richard Heart: Das meiste passiert auf Hexdex.win. An den besten Tagen haben wir ein Volumen von bis zu 800 000 US-Dollar, an schlechten eines von 30 000 US-Dollar. Generell kann ich folgendes zum Traden sagen: Frag dich vielleicht zuerst einmal, ob Trading auch wirklich gut für die Menschen ist. Ich habe Bitcoin an einem bestimmten Betrag gekauft und gehalten. Wär ich nicht vielleicht deutlich besser dran gewesen, wenn ich Bitcoin schon verkauft hätte als er 20.000 US-Dollar hatte? Trading kann Konflikte schaffen.

„Die Währung muss volatil sein, ansonsten könnte sie niemals 11x besser als Bitcoin performen“

BTC-ECHO: Ist HEX denn volatiler als Bitcoin? 

Richard Heart: Ja. HEX ist volatiler, aber vor allem nach oben hin schwankend. Die Leute mögen keine Volatilität nach unten. Die Währung muss volatil sein, ansonsten könnte sie niemals 11x besser als Bitcoin performen.

BTC-ECHO: An welche Krypto– oder Fiatwährung ist HEX gebunden?

Richard Heart: Alle Coins sind an Bitcoin gebunden. Und Bitcoin ist mit dem Aktienmarkt verbunden. ETH ist an Bitcoin gebunden, und HEX wiederum an Ethereum. Sie sind durch die Liquidität in den Order Books miteinander verbunden. Alle Kryptos erleben also Hochs und Tiefs zusammen.

BTC-ECHO: Kannst du noch einmal darauf eingehen, warum sie durch die Liquidität in den Order Books miteinander verbunden sind?

Richard Heart: Die Leute fragen sich immer, warum alle Kryptowährungen gleichzeitig auf und absteigen. Es liegt daran, dass sie durch die Liquidität in den Order Books miteinander verbunden sind. Wenn der Ethereum-Preis mit dem Dollar ansteigt, steigt auch der Preis von Hex an. Das gleiche passiert auch, wenn Ethereum gegenüber dem Dollar sinkt. Vorraussetzung ist, dass dort ein Order Book ist, das Liquidität beinhaltet.

Das ist auch der Grund, warum die Dogecoins so viel wert sind. Das Order Book von Dogecoin ist irgendwo an Bitcoin gebunden. Und so hast du jetzt Dogecoin im Wert von einer 250,000 Dollar, weil das Order Book schon früh existierte. 

BTC-ECHO: Wäre es denn sinnvoll, diese Kopplung aufzulösen?

Richard Heart: Nein. Solange Coins miteinander handelbar sind, müssen sie auch verbunden bleiben. Da man einen ETH und einen HEX jederzeit zu einem vernünftigen Kurs umtauschen kann, werden sie sich gemeinsam bewegen. Der Größere bewegt den Kleineren.

„Wenn man ein überlegenes Produkt herstellt, sollte man dafür belohnt werden. Das macht die Welt zu einem besseren Ort“

BTC-ECHO: Cryptoconomy-Podcaster Guy Swann sagte in einem Interview, dass „Alles an [HEX] so designt ist, auszusehen wie ein Spiel, das BenutzerInnen zum Spielen anregt. Aber der einzige Faktor jedes Spielelements ist, dass Richard reicher wird und Sie einen wertlosen Spielstein erhalten, den er kostenlos erfunden hat”. Was sagst du zu dieser Kritik? 

Richard Heart: Wer hat Bitcoin erfunden? Satoshi Nakamoto. Er hatte eine Million Bitcoin. Was für einen Prozentsatz an Gewinn hatten eine Million Bitcoin in den ersten Jahren? Einen gigantischen Prozentsatz. Das ist mit HEX nicht anders. Menschen, die am Frühesten in solche Erfindungen involviert sind, ziehen natürlich auch einen Nutzen daraus die ersten gewesen zu sein. Wenn man ein überlegenes Produkt herstellt, sollte man dafür belohnt werden. Das macht die Welt zu einem besseren Ort. Die Erfinder schaffen Anreize und bringen positive Absichten und Verhalten in Einklang. 

BTC-ECHO: Wie sieht die Zukunft von Kryptowährungen aus?

Richard Heart: Kryptowährungen sind nützlich in Ländern, die in der Zensur härter gegen ihre BürgerInnen vorgehen. Für allgemeine Transaktionen sind sie allerdings unpraktisch. Das ist auch einer der Gründe, warum Leute sie nicht adaptieren wollen. Einige Zahlungsnetzwerke, wie Kreditkarten, funktionieren soweit gut. Wenn jemand dir mit deiner Bankkarte Geld klaut, kannst du sagen „Hey, der hat mir mein Geld geklaut” und dein Geldzurückbekommen. Bei Bitcoin geht das nicht. Trotzdem erzielt Bitcoin die besten Renditen jeglicher Anlageklasse der Menschheitsgeschichte.


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