Die Börse ohne Mittelmänner: Kyber Network beginnt Beta-Phase

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Die Börse ohne Mittelmänner: Kyber Network beginnt Beta-Phase

Das Kyber Network geht den nächsten Schritt in seiner Entwicklung. Die Exchange will die etablierten zentralisierten Krypto-Tauschplätze zum Zittern bringen. Dafür verspricht sie, jegliche Token direkt ohne Einlagen und Zeitverzögerungen tauschen zu können.

Das Kyber Network ist eine Exchange, die ausschließlich auf der Blockchain existiert und somit ohne Mittelsmann auskommt. Bisher war sie im Mainnet von Ethereum nur einer kleinen Zahl an Testern zugänglich. Jetzt hat das Team dahinter die Pforten für die Beta-Tester geöffnet. Seit dieser Woche kann jeder, der möchte, seine ERC-20-Token auf dem Kyber Network tauschen.

Probleme zentralisierter Börsen

Die zentralisierten Börsen, auf denen momentan fast der gesamte Tauschverkehr von Kryptowährungen stattfindet, haben ein paar Nachteile. Nutzer müssen sich hier anmelden, einen ID-Check durchführen und eine Einzahlung auf ihr Exchange-Konto tätigen. Bis das passiert ist, kann einige Zeit vergehen. Erst dann kann man den eigentlichen Tausch vollziehen. Dazu kommt, dass die Exchanges, auf denen Nutzer ihr Geld lagern, Ziel von Hackerdiebstählen werden können.

Dezentralisierte Exchanges wollen all diese Probleme aus dem Weg schaffen. Sie sind nicht von zentralen Servern abhängig. Hier sind die Informationen in der Blockchain gespeichert, bei der eine Manipulation von Hackern so gut wie unmöglich ist. Da es keine dritte Partei mehr gibt, die vom Handel profitiert, werden auch die Transaktionsgebühren geringer ausfallen.

Was soll Kyber Network können?

Das Kyber Network verspricht nun, jeden Token ohne Umweg tauschen zu können und dauerhaft liquide zu sein. Registrierung, Einlage und Transaktionszeiten fallen weg. Die Liquidität sollen Reserven im Netzwerk garantieren, die auch von dritten Parteien eingerichtet werden können.

Mit einem Smart Contract Interface soll man bereits existierende Wallets so erweitern können, dass sie andere Token als bisher möglich senden und empfangen. Darüber hinaus sollen auch Zahlungen von Gütern und Dienstleistungen möglich werden. Jeder könne in der Kryptowährung seiner Wahl zahlen, der Händler würde den Wert in seinem gewünschten Coin erhalten.

Dezentralisierte Börsen haben allerdings auch einige Nachteile. So wäre es ohne Kontrollinstanz möglich, dass jeder jeden beliebigen Coin listen kann, was Betrügern Tür und Tor öffnen könnte. Außerdem sind sie bisher nicht sehr benutzerfreundlich aufgebaut und schrecken mit komplizierten Interfaces unerfahrene User eher ab. Wenn Kyber Network also mit seinem Reserve-System die Liquidität halten kann, eine angenehme Nutzererfahrung bietet und Phishing-Versuche eindämmt, könnte es eine vielversprechende Alternative zu den großen Exchanges werden. Wer Beta-Tester werden will, kann sich unter https://kyber.network/ registrieren.

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