Petro Airdrop Venezuela: Bringt Maduro das Fass zum Überlaufen?

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Die Regierung von Venezuela unter Präsident Nicolas Maduro hat einen Petro-Airdrop für Ärzte angekündigt. Die Regierung gesteht jedem Doktor des Landes eine Einheit der Pseudo-Kryptowährung zu.

Venezuela will Petro mit der Initiative „Bono Especial Médicos y Médicas De la Patria“ unter die Menschen bringen. Die Maduro-Regierung verspricht allen Ärzten und Ärztinnen des Landes eine Einheit der Kryptowährung Petro.

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Vielen Dank an Präsident Nicolas Maduro, der die Aktion „Ärzte und Ärztinnen des Vaterlandes“ startet und je einen Petro über die „CarnetDLaPatria“ verteilt.

Petro, Venezuela und geopolitische Spannungen

Der Petro gilt als erstes staatlich durchgeführtes Initial Coin Offering (ICO). Die venezolanische Regierung unter Maduro hat den Coin Anfang 2018 mit dem Versprechen herausgegeben, dass jede Einheit der Kryptowährung mit einem Fass Öl gedeckt ist. Das Pikante an der Sache: Es konnte nie zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass das tatsächlich auch der Fall ist. Vielmehr wurde bekannt, dass die herausgegebene Menge an Petros lediglich auf geschätzten Erdölreserven unter der Erde Venezuelas basiert.

Davon abgesehen entpuppte sich der Petro als kalkuliertes Werkzeug im geopolitischen Machtkampf. Maduro nutzt die Kryptowährung, um damit US-politische Sanktionen bezüglich des Ölgeschäftes zu umgehen. Hinzu kommt, dass die venezolanische Wirtschaft wie die gesamte Bevölkerung unter der Hyperinflation leidet. Dank jahrelanger Misswirtschaft ist der venzolanische Bolívar weniger wert, als das Papier, auf dem er gedruckt ist. Petro ist hier auch ein bisher wenig wirksamer Schutz vor der grassierenden Inflation des Landes.

Wie Maduro versucht, den Petro zu pushen

Bei der aktuellen Aktion, Petro an die Ärzte Venezuelas zu verteilen, handelt es sich bei Weitem nicht um die ersten Versuche Maduros, die Kryptowährung unters Volk zu mischen. So müssen Venezolaner seit November 2018 mit der (mutmaßich) ölgedeckten Kryptowährung ihre Pässe betragen. Auch Gerichte verhängen Strafen in Form des digitales Geldes, zuletzt kündigte die Regierung im Dezember 2019 an, Weihnachtsgelder für Rentner in Form von Petro auszuzahlen.

An der misslichen Lage im Land änderte das bisher wenig, die Hyperinflation tobt, die Wirtschaft ist am Ende, die Venezolaner leiden. Auch die katastrophale medizinische Versorgunslage dürfte Maduro mit dem Petro nicht retten. Laut einem Bericht des US-Magazines Vice sind die Krankenhäuser in Venezuela so heruntergewirtschaftet, dass dort Seife und Desinfektionsmittel als Luxusgüter bezeichnet werden. Diese Situation dürfte sich im Lichte der ansteigenden Corona-Infektionen noch deutlich zuspitzen.

Das internationale Ölfass läuft aus

Die internationale Lage im Ölgeschäft ist überdies mehr als angespannt. So brodelt bereits seit geraumer Zeit ein Ölkrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland – unter anderem befeuert durch die Corona-bedingten Preisverluste beim „schwarzen Gold“. Am 2. April kündigte US-Präsident Donald Trump an, sich in den Streit einzuschalten, um damit das internationale Ölgeschäft mit einem Kürzungs-Deal zu retten. Im Anschluss stieg sowohl der Ölpreis drastisch an, auch der Bitcoin-Kurs und der Krypto-Markt profitierten von den Nachrichten.

Im Nachgang kamen an den Aussagen Trumps Zweifel auf; weder Vladimir Putin noch Mohammed bin Salman, der Kronprinz von Saudi Arabien, bestätigten die Aussagen des US-Präsidenten in ihrer Gänze.

Vor allem Russland leidet derzeit unter dem Preisverfall des Öls. Wie das Handelsblatt berichtet, werden Öllieferungen aus Russland storniert, der Staatshaushalt ist dadurch defizitär. Durch die Mobilitätseinschränkungen der Coronavirus-Pandemie war die Nachfrage nach Öl zuletzt stark gesunken. Das trifft letztlich auch Venezuela – schließlich handelt es sich beim Öl um eines der wenigen Güter, die dem Land Einnahmen bescheren.

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