Corona-Marktupdate Bitcoin-Kurs (BTC) erwacht – ein Trump-Tweet mit Folgen

Moritz Draht

von Moritz Draht

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Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Ein Tweet des US-Präsidenten Donald Trump hat die Hoffnung auf ein Ende des Ölpreiskriegs zwischen Russland und Saudi Arabien geweckt und die Märkte kurzerhand aufgewühlt. Derweil bereitet die EU-Kommission ein Solidaritätsinstrument für den europäischen Arbeitsmarkt. vor. Auch beim Bitcoin-Kurs und am gesamten Krypto-Markt wurden kurzzeitig Frühlingsgefühle geweckt.

Unser tägliches Corona-Marktupdate. Alles zum Bitcoin-Kurs (BTC), der internationalen Wirtschaftslage und der Stimmung am Krypto-Markt im Überblick.

Coronavirus und die internationale Lage


Um den europäischen Arbeitsmarkt durch die Corona-Krise zu führen, hat die EU-Kommission gestern ein 100 Milliarden Euro schweres Solidaritätsinstrument vorgeschlagen. Neben Darlehen für die Landwirte und Fischer soll der Löwenanteil der Mittel in ein europäisches Kurzarbeitermodell fließen. Für das Modell namens SURE will die Kommission 100 Milliarden Euro Schulden am Kreditmarkt aufnehmen. Die Darlehen sollen sich dabei auf Garantien der Mitgliedstaaten stützen, heißt es in der schriftlichen Mitteilung

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen teilte mit:

Wir werden jeden im EU-Haushalt verfügbaren Euro umwidmen, und wir werden alle Regeln lockern, damit die Mittel rasch und wirksam fließen können. So bündeln wir unsere Kräfte mit den Mitgliedstaaten, um Leben zu retten und Existenzgrundlagen zu sichern. Das ist echte europäische Solidarität.

Von der Leyen braucht für das Solidaritätsinstrument noch die Zustimmung des Europäischen Parlaments und der Mitgliedstaaten.

Nicht nur der Bitcoin-Kurs, sondern auch die Aktienmärkte wurden gestern in Aufruhr versetzt. Auslöser dafür war ein Tweet von US-Präsident Donald Trump. Per Twitter teilte Trump mit, dass sich der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman und Russlands Präsident Wladimir Putin auf eine Senkung der Ölproduktion um 10 Millionen Barrel geeinigt haben:

In einem späteren Tweet gab Trump zudem an, dass sich beide Lieferanten auf 15 Millionen Barrel verständigt hätten. Die Aussagen des Präsidenten brachten einen Stein ins Rollen. Die Hoffnung auf eine Ende des Ölpreiskriegs zwischen Russland und Saudi Arabien hat die Preise am Ölmarkt explodieren lassen. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich zeitweise um fast die Hälfte auf 36,29 US-Dollar. Der Preis für die US-Sorte WTI stieg immerhin um knapp 35 Prozent auf 27,39 US-Dollar je Barrel.

Aus dem Kreml kam jedoch später ein Dementi. Gespräche hätten bislang nicht stattgefunden, teilte Kremlsprecher Dmitri Peskow der staatlichen Nachrichtenagentur Interfax mit. Daraufhin fielen die Öl-Preise zwar wieder leicht, aber liegen im Wochenvergleich noch deutlich im Plus. Ein Barrel der Sorte Brent wird aktuell bei 29,84 US-Dollar gehandelt. Der Preis für die Sorte WTI beträgt 24,78 US-Dollar je Barrel.

Achterbahnfahrt an den traditionellen Märkten

Durch die Nachricht aus dem weißen Haus haben die Aktienmärkten am gestrigen Handelstag einen Höhenflug hingelegt. Der US-Leitindex Dow Jones erreichte kurzzeitig sein Tageshoch bei 21.477,77 Punkten. Als der Kreml die Aussagen des Präsidenten dementierte, knickten die Indizes zwar wieder leicht ein, konnten aber mit Gewinnen schließen. Der Dow Jones lag bei Börsenschließeung mit 21.413,44 Punkten 2,24 Prozent im Plus, während der breiter gefasste S&P 500 2,28 Prozent zulegte und somit auf 2.526,90 Zähler aufholte. Zum Handelsbeginn fallen beide Indizes jedoch wieder. Der Dow Jones startet mit einem Verlust von 0,99 Prozent bei 21.202,50 Punkte, während der S&P 500 0,93 Prozent liegen lässt und auf 2.503,29 Zähler fällt.

Die Berg und Talfahrt der US-Börsen wurde zudem durch die neu veröffentlichten US-Arbeitslosenzahlen verstärkt. Durch die sich zuspitzende Corona-Krise sind die Zahlen der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erneut dramatisch gestiegen. Binnen einer Woche hat sich die Zahl von 3,3 Millionen auf 6,65 Millionen Antragstellern nahezu verdoppelt und damit einen historischen Rekordwert erreicht. Die Erstanträge gelten als wichtiger Indikator der US-Arbeitsmarktentwicklung und deuten auf schwere kommende Einbrüche in der US-Wirtschaft hin.

Im Windschatten des US-Börsengschehens drehte auch der deutsche Aktienmarkt ins Plus. Nachdem der DAX am Vormittag auf 9.337,02 Punkte rutschte, konnte er gegen Handelsschluss wieder auf 9.570,82 Punkte klettern und schloss somit um 0,27 Prozent fester. Bei Börsenöffnung knickt der deutsche Leitindex jedoch leicht um 0,51 Prozent ein und startet bei 9.522,23 Punkten. Die gestrigen Marktturbulenzen gingen auch nicht am Bitcoin-Kurs vorbei.

Bitcoin über 7.000 US-Dollar: Krypto-Markt legt zu

Auch der Krypto-Markt wurde in den letzten 24 Stunden von den Marktdynamiken erfasst. Der Bitcoin-Kurs konnte gestern Abend wieder kurzzeitig die Marke von 7.000 US-Dollar knacken. Doch der Höhenflug der Krypto-Leitwährung währte nicht lange. Der Bitcoin-Kurs rutschte schnell wieder nach unten und notiert aktuell bei 6.792,86 US-Dollar. Somit liegt die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung im Tagesvergleich aber immer noch mit 2,7 Prozent im Plus.

Auch die Kurse der Altcoins konnten zeitgleich zulegen, mussten dann aber nach einem kurzen Ritt wieder Federn lassen. In den letzten 24 Stunden konnte der Ether-Kurs (ETH) folglich 3,9 Prozent aufholen und liegt gegenwärtig bei 142,06 US-Dollar. Der Ripple-Coin XRP wird aktuell bei 0,178 US-Dollar gehandelt und liegt somit immerhin 1,1 Prozent im Plus, während der IOTA-Kurs (MIOTA) mit einem Gewinn von 2,1 Prozent bei 0,149 US-Dollar steht.

Technische Analyse des Bitcoin-Kurs

Die technische Analyse zum Bitcoin-Kurs von Chief Analyst Dr. Philipp Giese.

Langsam kommt in die Sache etwas Bewegung. Der Bitcoin-Kurs konnte zwischenzeitlich über 7.000 US-Dollar steigen und damit das die letzten Tage vorgestellte Long Setup auslösen.

Er ist zwar nun erstmal wieder auf den zuvor definierten Stop Loss zurückgefallen, jedoch ist die Situation gemäß Kurs, Trend und Indikatoren bullish einzuschätzen. Wir modifizieren etwas die Handelsempfehlungen für Bitcoin:

  • Long Position: Entry 7.139,00 US-Dollar, Target bei 7.988,78 US-Dollar, Stop Loss bei 6.482,61 US-Dollar.
  • Short Position: Entry bei Fall unter 5.553,03 US-Dollar, Target bei 5.016,53 US-Dollar, Stop Loss bei 5.918,71 US-Dollar.

Was im Tageschart eine langsame Bewegung war, ist im Stundenchart wieder unglaubliche Aktivität. Der Bitcoin-Kurs konnte folglich das vorgeschlagene Long Setup vollkommen durchspielen und sogar noch höhere Kurslevel erreichen. Nach einem signifikanten Dump gestern Abend, der den Kurs wieder deutlich unter 7.000 US-Dollar brachte, bewegt sich der Kurs seitwärts. Gemäß Indikatoren ist die Situation eher bearish einzuschätzen, man wird also mit leichten Konsolidierungen rechnen müssen. Als Handelsstrategien bietet sich folgendes an:

  • Short Position: Entry bei Fall unter 6.629,80 US-Dollar, Target bei 7.636,00 US-Dollar, Stop Loss bei 6.843,19 US-Dollar.
  • Long Position: Entry bei 7.087,46 US-Dollar, Target bei 6.842,83 US-Dollar, Stop Loss bei 6.843,19 US-Dollar.

Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten.

Charts am 03.04.2020 mithilfe von TradingView erstellt.

USD/EUR-Kurs zum Redaktionsschluss: 0,92 Euro.

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