Digitale Geopolitik: Geglückter Petro-Start dank russischer Rückendeckung?

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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Quelle: https://www.shutterstock.com/de/image-photo/st-petersburg-russia-may-19-2017-653290513?src=YyZi9T8YbClUv8GKWSg2qA-1-4

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Berichten zufolge soll Russland hinter dem geglückten Petro-Start Venezuelas stecken. Dies schreibt das amerikanische Time Magazin in dieser Woche. Damit wäre der Petro unerwartet geopolitisches Puzzleteil der dieser Tage immer wieder aufbrandenden Konfrontation Russlands mit den USA.

Putin sei Dank? Nachdem dieser Tage Berichte über russische Einmischung in der US-Wahl, dem britischen Brexit-Referendum sowie jüngst mit Hackerangriffen gegenüber dem deutschen Bundestag immer noch nachhallen, soll der Kreml auch hinter dem geglückten Launch des venezolanischen Petro im letzten Monat stecken. Dies berichtet  das amerikanische Time-Magazine in dieser Woche.


Wie im Bericht steht, sollen die russischen Milliardäre Dennis Druzhkov und Fyodor Bogorodsky Präsident Nicolas Maduro maßgeblich bei der Konzeption und Herausgabe seiner nationalen Kryptowährung gestützt haben. Mit dem Segen Wladimir Putins sollen zudem Regierungsoffizielle des Kremls bei der Entwicklung des Petro zur Seite gestanden haben.

So kommt man im Bericht zu einem unerwarteten Schluss: Beim Petro soll es sich um ein Kooperationsprojekt beider Regierungen handeln.

„Hinter den Kulissen war der Petro de facto eine Zusammenarbeit – eine halb-versteckte Arbeitsgemeinschaft zwischen venezolanischen und russischen Offiziellen und Geschäftsmännern, deren Ziel es war, die Kraft der US-Sanktionen auszuhöhlen“,

schreibt Autor Simon Shuster.

Während die russische Regierung diese Einschätzung dementiert, fehlt es noch an Stimmen aus Venezuela. Hier rührt man derzeit die Trommel gegen das amerikanische Verbot des Petros. Dieses hatte Trump am Montag auf den Weg gebracht – wohl ohne zu wissen, dass er Putin damit auf die Füße treten würde.

Im Dezember vergangenen Jahres hatte Maduro die auf Öl-Reserven basierte Digitalwährung angekündigt, die Trump seinen Bürgern nun verbietet. Mit ihr soll Venezuela vom anhaltenden Krypto-Boom profitieren und die Ketten internationaler Sanktionen ablegen. Denn mit einer derzeitig galoppierenden Inflation befindet sich das Land seit dem vergangenen Jahr in einer immer schneller drehenden Abwärtsspirale.

Russland steckt derzeit selbst in den Vorbereitungen einer eignen Kryptowährung, des Krypto-Rubels. Wie im Januar bekannt wurde, plant das Finanzministerium für Mitte 2019 fest mit dessen Herausgabe. Gegenüber Kryptowährungen selbst ist der Kreml dennoch zwiegespalten. Präsident Wladimir Putin warnte zuletzt immer wieder vor deren Nutzung in Terrorfinanzierung, Geldwäsche und Drogenhandel. Eine entsprechende Regulierungsanstrengung soll bis Juli in Kraft treten.

Geopolitik im Digitalen

Während die Bedrohung eines nahenden Handelskrieges mit der EU aktuell stärker denn je schwelt, ist auch die amerikanisch-russische Beziehung von einem Auf und Ab geprägt. Während Trump persönlich mit guten Beziehungen zu Russland liebäugelt, wurden im Zuge der Giftgas-Affäre in Großbritannien erst in dieser Woche amerikanische Sanktionen gegenüber Russland auf den Weg gebracht.

Zwar kündigten Trump und Putin erst am 21. März an, zeitnah ein gemeinsames Gipfeltreffen verabreden zu wollen. Hinter amerikanischen Kulissen brodeln allerdings die Spekulationen rund um die russische Einflussnahme im US-Wahlkampf 2016 weiterhin. Russland hingegen versucht sich seit Jahren von den 2014 im Zuge der Ukraine-Krise auferlegten Sanktionen zu befreien. Das erklärte Ziel: Die Dominanz der westlichen Hemisphäre und des US-Dollars eindämmen.

Dafür scheint jedes Mittel recht. Der Fall des Petro zeigt dabei: Geopolitik verlagert sich auch auf das digitale Schlachtfeld.

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