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Venezuela & Russland vs. USA: Trump-Regierung spricht Sanktionen gegen Petro-Bank aus

Das Ministerium der Schatzkammer der USA hat eine Sanktion gegenüber einer russischen Bank ausgesprochen. Diese ermöglichte es, dass Venezuela den Petro nutzt, um Sanktionen der US-Regierung zu umgehen. 

Phillip Horch
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Quelle: Shutterstock

Die Erschaffung des Petro sollte dazu dienen, die Wirtschaft in Venezuela anzukurbeln. Bereits zu Beginn des vergangenen Jahres gab die Regierung unter Präsident Nicolás Maduro bekannt, dass sie künftig eine landeseigene Kryptowährung herausgebe. Jeder von der Regierung herausgegebene Petro, so die Versprechung, sei von einem Fass Öl gedeckt. Abgesehen davon, dass diese Behauptung nie ganz gestützt werden konnte, tat sich mit dem Petro noch ein anderes Problem auf. Er diente letztlich dazu, Sanktionen der US-Regierung gegenüber Venezuela zu umgehen und ließ das Land weiter ausbluten. Der Clou dabei: Russland stand im Verdacht, die Umgehung der Sanktionen zu unterstützen.

US-Behörde spricht Sanktionen gegen Evrofinance Bank aus

Das hat sich nun allem Anschein nach bestätigt. Denn wie die US-amerikanische Schatzkammer am 11. März mitteilt, hat sie nun Sanktionen gegenüber der russischen Evrofinance Mosnarbank ausgesprochen. Diese habe, so die Behörde, dabei geholfen, den Petro umzusetzen. Wie man der Mitteilung entnehmen kann, sei die in Moskau ansässige Bank im Besitz russischer und venezolanischer Unternehmen. Ferner heißt es vonseiten der US-amerikanischen Behörde:

Die heutige Maßnahme, die gemäß der Executive Order (E.O.) 13850 ergriffen wurde, richtet sich an ein ausländisches Finanzinstitut. Dieses hat die Petroleos de Venezuela S.A. (PdVSA) [Petro], die ihrerseits seit Langem ein Instrument für Korruption, Veruntreuung und Geldwäsche durch Maduro und seine Partner sind, wesentlich unterstützt und gesponsert sowie finanzielle, materielle oder technologische Unterstützung für Waren oder Dienstleistungen geleistet.

Die Verbindung zwischen Venezuela und der russischen Bank gehe außerdem bereits Jahre zurück. Bereits 2011 habe der Vorgänger von Maduro, Hugo Chavez, einen 49-prozentigen Anteil an der russischen Evrofinance erworben. Die andere Hälfte teilten sich die russische Gazprom sowie die VTB Bank, die zweitgrößte Bank in Russland.

Sanktionen wirken sich auch auf Venezuela aus

Schließlich habe die Evrofinance maßgeblich dazu beigetragen, den Petro zu finanzieren. Dementsprechend konnten Investoren die Kryptowährung erwerben, indem sie ihr Geld über die Evrofinance an die venezolanische Regierung überwiesen:

Die Verstrickung der Evrofinance in den Petro zeigte die Hoffnung Maduros, dass der Petro Venezuela dabei hilft, die US-Sanktionen zu umgehen,

heißt es in der Mitteilung abschließend. Mit dem Einsatz der Sanktion gelten alle mit dieser Bank in Verbindung gebrachten Vermögenswerte in den USA als blockiert und müssen an das Ministerium gemeldet werden. Der Regulierungsvorstoß verbietet es damit allen US-Amerikanern sowie in den USA ansässigen Menschen, mit der Evrofinance, Venezuela und dem Petro zu interagieren.

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