Venezuela Maduros Kryptowährung Petro wird für halben Preis gehandelt
Polina Khubbeeva

von Polina Khubbeeva

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Quelle: Shutterstock

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Die staatliche Kryptowährung Venezuelas, der Petro, scheint nach einigen Startschwierigkeiten nun auch herbe Wertverluste zu verzeichnen. Petros, die einigen Venezolanern per Airdrop zugeschickt wurden, werden deutlich günstiger verkauft als von der Regierung festgesetzt.

Die staatliche Kryptowährung Venezuelas, der Petro (PTR), wird offenbar nur noch für die Hälfte seines Preises gehandelt. Dies geht aus einem Thread der Internetplattform Reddit vom 21. Januar hervor. Demnach nutzen die Venezolaner die Plattform LocalBitcoin, um ihre Petros loszuwerden – und verlangen dafür gerade einmal 50 Prozent des offiziellen Preises. Die Regierung unter Präsident Maduro hatte diesen ursprünglich auf 60 US-Dollar festgesetzt.


Offenbar schickten staatliche Stellen zuvor Petros per Airdrop an die Bürger:

Vor einigen Wochen airdroppte die Regierung 0,5 PTR an Staatsbedienstete, Arbeiter und Gefängnisinsassen. Sie behaupten, sie hätten damit 6 Millionen Venezolaner erreicht,

heißt es in dem Reddit-Thread. Bei Airdrop handelt es sich um die kabellose Sharing-Funktion von Apple. Die Regierung handhabe den Petro unterdessen mehr als eine Krypto-Anlage, denn als einen spekulativen Coin, so der Verfasser.

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Kaum Nutzungsmöglichkeiten für halben Petro

Zunächst seien die Bürger verunsichert gewesen, was sie mit ihrem halben Petro (welcher nun 30 US-Dollar wert ist) machen sollen. Die Benutzung in einigen Läden sei aufgrund von Überlastung durch die Regierung eingeschränkt worden, nachdem es zunächst über eine biometrische App möglich war, mit dem Fingerabdruck zu bezahlen. Einige staatliche Börsen boten einen Ankauf des Petro an, deren Konditionen seien allerdings sehr schlecht gewesen. Schließlich wandten sich viele Venezolaner der Krypto-Plattform LocalBitcoin zu und offerierten ihre Petros zum halben Preis.

Das Experiment Petro wurde von Experten derweil bereits in der Vergangenheit als problematisch eingestuft. Während die Kryptowährung innerhalb des Landes kaum bekannt ist und nicht einmal 400 Unternehmen sie als Zahlungsmittel akzeptieren, forciert Präsident Maduro das Projekt ungebremst. So zahlte die Regierung beispielsweise Boni an Pensionäre in Petro aus – ohne dass die Beteiligten eingewilligt hätten. Offenbar erhofft man sich von derartigen Aktionen wirtschaftliche Impulse.

Diese hat das krisengeplagte Land zweifellos bitter nötig. Sowohl auf politischer als auch auf ökonomischer Ebene befindet sich Venezuela in einer schweren Krise. Die Versorgungssysteme liegen brach und die Opposition übt zunehmend Druck auf die Regierung aus. Die Venezolaner setzen vor diesem Hintergrund auf „klassische“ Kryptowährungen. Bitcoin & Co. erfreuen sich außerordentlicher Beliebtheit. Wie prekär die Lage im Land ist, wird auch an einem Aufruf in einer Telegram-Gruppe deutlich, in der ein Bürger fragt: „Gibt es jemanden, der bereit ist Essen, Reis, Mehl, Zucker etc. gegen Petros in Maracaibo zu tauschen?“ Dies lässt tief blicken.


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