Petro Venezuela: Maduro hält an staatlicher Kryptowährung Petro fest

Anton Livshits

von Anton Livshits

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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In Mitten von politischen Unruhen, drastischen Sanktionen und einer maroden Wirtschaft setzt Venezuelas Präsident weiter auf seine staatliche Kryptowährung. Dass ausgerechnet der kaum akzeptierte Petro den erhofften Befreiungsschlag bringt, bleibt weiterhin fraglich. Vielmehr sieht es danach aus, dass die Bürger des krisengebeuteten Staates lieber Bitcoin & Co. ihr Vertrauen schenken.

Die Bürger Venezuelas durchleben turbulente Zeiten. Die wirtschaftliche Lage verschlechtert sich und auch auf politischer Ebene vertieft sich zusehends die Spaltung zwischen der Opposition und der Regierung von Präsident Maduro. Dieser nutzte unterdessen seine jährliche Ansprache zur Lage der Nation, um sich erneut hinter ein vielerorts verschmähtes Projekt zu stellen: die staatliche Kryptowährung Petro.


Nach Angaben von Bloomberg versprach Maduro am vergangenen Dienstag, dem 14. Januar, dass die staatliche Erdölgesellschaft Petróleos de Venezuela im Rahmen von „Probeverkäufen“ 50.000 Barrel Öl pro Tag in Petro handeln werde. In einem weiteren Schritt sollen dann auch weitere Exportgüter in der Digitalwährung abgerechnet werden. Der Präsident gab an, letztlich auch Rechnungen und Steuerzahlungen mit dem Petro begleichen lassen zu wollen. Für diese Botschaft wählte der zunehmend autoritärer handelnde Maduro eine Rhetorik des nationalen Aufbruchs:

Wir öffnen einen Weg zu einer neuen Wirtschaft, um alte Protokolle und Bürokratien zu brechen. Die Krise zwang uns, unsere kreative Kapazität zu stärken, Antworten zu finden, wo wir sie nicht hatten, innovative Strategien zu suchen, um Schwierigkeiten und Widrigkeiten zu überwinden.

Petro weiterhin kaum akzeptiert

Die Regierung in Caracas führte den Petro im Februar 2018 ein. Die staatlich kontrollierte Digitalwährung sollte dabei helfen, US-Sanktionen zu umgehen und der Hyperinflation entgegenzuwirken. In seinem Wert sollte der Petro dabei an die Reserven von Venezuelas wichtigstem Exportgut geknüpft sein, dem Erdöl. Schließlich verfügt das südamerikanische Land in der Theorie über die größten Erdölvorkommen der Welt. Aufgrund der Sanktionen und einer sanierungsbedürftigen Infrastruktur ist die tatsächliche Ölförderung in den letzten Jahren allerdings drastisch zurückgegangen.

Die meisten Beobachter sprechen dem Petro wohl nicht zuletzt deswegen allenfalls eine Symbolwirkung zu. Laut Bloomberg wüssten die meisten Bürger nicht einmal, wo der Petro erhältlich sei und auch die Regierung gab zu, dass lediglich 400 Unternehmen ihn als Zahlungsmittel annehmen. Eine breite Akzeptanz sieht anders aus. Weihnachtliche Geldgeschenke in Petro-Form werden daran aller Voraussicht nach eben so wenig ändern wie Maduros Ankündigung, dass der Petro den US-Dollar treuen „Mafiosi“ im Land die Hände abschneiden werde.

Venezolaner setzen auf klassische Krpytowährungen

Unterdessen haben die Bürger Venezuelas schon längst verlässlichere Alternativen zu ihrer angeschlagenen Landeswährung gefunden. Denn während der Petro weiterhin ein Randphänomen bleibt, erfreuen sich althergebrachte, dezentrale Kryptowährungen einer steigenden Beliebtheit.

Neben Klassikern wie Bitcoin ist es dabei vor allem die Kryptowährung Dash, die bei Venezuelas Einwohnern hoch im Kurs steht. So gab der Spiegel schon vor knapp einem Jahr an, dass Dash die beliebteste Kryptowährung des Landes sei. Der Fall Venezuela verdeutlicht somit eindrücklich die Funktion von dezentralen und unabhängigen Kryptowährungen als Wertspeicher in Krisenzeiten.

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