Der Anti-Bitcoin: Venezuela zwängt Bürgern Petro auf

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Venezuela beginnt, den Petro mehr und mehr zu forcieren. Medienberichten zufolge wurden nun Teile der Auszahlungen an Pensionäre direkt in Petro umgewandelt – jedoch ohne die Zustimmung der Beteiligten. Die Regierung unter Maduro versucht damit, das politische System des Staates weiter auszuhöhlen. Der Anti-Bitcoin.

Bitcoin ist – so Satoshi Nakamoto im White Paper – ein dezentrales Peer-to-Peer-Geldsystem. Auf einer Blockchain ruhend und zirkulierend sollen die Coins prinzipiell für jede(n) verfügbar sein – ohne zentrale Kontrolle durch Banken und/oder Regierungen. Die Technologie, so der implizierte ideologische Leitsatz, regelt die Herausgabe. Was momentan in Venezuela passiert, dreht all diese Grundsätze auf den Kopf und schafft mit dem Petro den Anti-Bitcoin.

Denn was sich offiziell als Rettungsplan für eine angeschlagene Wirtschaft und ein leidendes Volk anpreist, entpuppt sich mehr und mehr als Werkzeug eines totalitären Regimes. Nachdem im Lauf des Jahres immer klarer wurde, dass Venezuela durch die landeseigene Kryptowährung Petro ausblutet, versucht die Regierung nun, den Petro den Menschen aufzuwingen.

Regierung wandelt „Boni“ direkt in Petro um

Denn wie Characas Chronicles berichtet, hat die venezolanische Regierung nun damit begonnen, Rentenboni direkt in Petro umzuwandeln – jedoch ohne die Zustimmung der Pensionäre. Für gewöhnlich erhalten Pensionäre in Venezuela ihre monatliche Rente mit einem Bonus, der versucht, die hohe Inflation des Landes einigermaßen abzufangen.

Im Normalfall müssen die Menschen dazu die offizielle Homepage des Landes besuchen, um dort dann ihre Rente (inkl. Bonus) zu bekommen. Nun hat die Regierung jedoch, wie Characas Chronicles weiter berichtet, eine neue Funktion eingerichtet: den Sparplan. Dieser sieht es vor, dass die Boni direkt in Petro umgewandelt werden. Zwar können die BürgerInnen des Landes die Währung aktuell noch zurücktauschen. Doch die Funktion dafür ist auf der Homepage nur schwer auffindbar – in Kombination mit dem schnellen Wertverlust des Bolivars bleiben den Menschen wenig Möglichkeiten, den „Sparplan“ nicht zu nutzen.

Anti-Bitcoin: Totalitäre Kontrolle durch Kryptowährung

Letztendlich übt die Regierung damit all das aus, wogegen Bitcoin und andere Kryptowährungen stehen: eine zentralisierte autoritäre Kontrolle von Geld. Aufgrund der hohen Inflationsrate sind die Bürger auf die Bonuszahlungen angewiesen. Wenn diese nun in Petro umgewandelt werden, werden Venezolaner darüber hinaus dazu genötigt, auch diesen zu nutzen. Da alles über einen zentralisierten Server der Regierung läuft, schafft sich Präsident Nicolas Maduro damit ein zentralisiertes ökonomisches Kontrollsystem. Petro, der Anti-Bitcoin.

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