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InflationBitcoin (BTC) in Venezuela: Wohin geht die Reise?

Der Bolivar in Venezuela hat einen schweren Stand. Eine Chance für Bitcoin?

Redaktion
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Venezuela: Eine Versammlung, bei der sich menschen versammeln

Quelle: Shutterstock

Viele private Betriebe und Geschäfte im südamerikanischen Venezuela akzeptieren Bitcoin und andere Kryptowährungen schon seit längerem als Zahlungsmittel, darunter etwa Samsung, Burger King oder die Kette Traki Stores. Wie Screenshots, die im Netz kursierten, nahelegten, sah es kurzzeitig so aus, als ob auch die venezolanische Regierung Bitcoin akzeptieren würde – und zwar als Zahlungsmittel für das Erstellen von Pässen. Zwischenzeitlich hat sich jedoch herausgestellt, dass die Zahlungen wieder blockiert wurden.

Über die Gründe hierfür kann aktuell nur spekuliert werden. Dennoch erscheint es als naheliegend, dass sich die Regierung in Venezuela wieder gegen eine Integration von Bitcoin entschieden hat, um die Adaption der landeseigenen Kryptowährung Petro weiter voranzubringen. Ein weiterer Grund könnten die Kursschwankungen von Bitcoin sein – bei einem etwaigen Sturz des Kurses würde die Regierung Verluste verkraften müssen.

Von Regierung lancierter Petro setzt sich nicht durch

Bitcoin und Co. haben im von Krisen gebeutelten Venezuela eine besondere Bedeutung. Schließlich ist die staatliche Währung Bolivar aufgrund der enormen Inflation, die allein im letzten Jahr knapp 20.000 Prozent betrug, faktisch wertlos. Um dem negativen Trend der Landeswährung entgegenzuwirken und gleichzeitig den Kontrollen des internationalen Kapitalmarktes zu entgehen, hat die venezolanische Regierung bereits im Jahre 2018 eine eigene Kryptowährung, den Petro, lanciert. Dieser stößt in der Bevölkerung jedoch auf geringe Akzeptanz. Zwar hat die Regierung bei der Herausgabe bekräftigt, jeder Petro sei von einem Fass Öl gedeckt, was jedoch letztlich nie bewiesen wurde.

Petro ist Trump ein Dorn im Auge

Wie es aussieht, verfügt das Land nur theoretisch über ein derart hohes Ölvorkommen aber nicht über die Ressourcen, es auch abzubauen. US-Präsident Trump verbot den Petro-Handel in den USA sogar, sah er darin doch eine Möglichkeit für die venezolanische Regierung, US-Sanktionen zu umgehen. Damit machte Trump den Petro für diejenigen Händler wertlos, die ihn in US-Dollar umtauschen wollen.

Ende 2018 hieß es, die staatlichen Stellen würden für die Zahlung bei neuen Pässen nur noch Petro akzeptieren und die eigentliche Hauptwährung Bolivar ablehnen. Diese Regelung war aber insbesondere für diejenigen Bürger problematisch, die keinen Internetzugang haben oder denen das Knowhow in Sachen Kryptowährung fehlt.

Bitcoin-Handel auch per SMS

Aus diesem Grund richtete die Bitcoin-Börse Criptolago im April eine Möglichkeit ein, per SMS mit Kryptowährungen zu handeln.

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