Adaption Bitcoin per SMS – Venezuela pusht Petro & Co.

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Venezulanischer Präsident Nicolás Maduro schaut nach hinten

Quelle: Shutterstock

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Eine Bitcoin-Börse in Venezuela ermöglicht Krypto-Zahlungen per SMS. Damit soll auch der Petro gepusht werden.

Die Bitcoin-Börse Criptolago hat für Venezuela ein Zahlungssystem eingerichtet, das auf Textnachrichten basiert. Das neue System soll es möglich machen, Kryptowährungen per SMS zu versenden.


Laut Angaben der Börse reagiert sie damit auf einen Aufruf des Präsidenten Nicolas Maduro. Dieser habe sich mit der Bitte an Unternehmen aus dem Finanzbereich gewendet, um finanzielle Inklusion zu ermöglichen.

Das verkündete die Bitcoin-Börse über den Kurznachrichtendienst Twitter:

In Anschluss an die Richtlinien von unserem Präsidenten Nicolas Maduro und im Sinne unserer Befürwortung unserer Krypto-Nation, haben wir mit der neuen Möglichkeit, per SMS zu bezahlen, allen Venezolanern die Möglichkeit gegeben, Zahlungen mit dem Petro sehr komfortabel auszuführen.

Die Offline-Transaktionen beschränken sich jedoch nicht nur auf den umstrittenen Petro. Venezolaner können über die Börse nun auch Bitcoin (BTC), Litecoin (LTC), Dash (DASH) und den venezolanischen Bolivar versenden. Die Aktion verspricht die finanzielle Inklusion jener, die bisher von Online-Zahlungen ausgeschlossen sind; 30 Prozent der Menschen in Venezuela besitzen keinen Internetanschluss.

Venezuela: Permanent in der Krise

Das südamerikanische Land befindet sich zur Zeit wie so viele andere im Corona-Lockdown. Wie das Magazin Focus am 12. April berichtete, hat die Regierung den öffentlichen Notstand am Sonntag um 30 Tage verlängert. Bereits seit Mitte März sei das öffentliche Leben in Venezuela eingeschränkt. Lediglich die Verteilung von Lebensmitteln sowie Einsätze von Polizei, Militär und Gesundheitswesen und dem öffentlichen Transport seien erlaubt.

Nach Daten der US-amerikanischen Johns Hopkins Universität gibt es in Venezuela zur Zeit des Schreibens fast 200 offiziell bestätigte Corona-Fälle. Da diese Zahlen sich Angaben des Maduro-Regimes berufen, sind sie jedoch mit Vorsicht zu genießen.

Das Land steckt indes tief in der wirtschaftlichen Krise. Um die Wirtschaftssanktionen der Vereinigten Staaten zu umgehen, hatte (Noch-)Präsident Maduro Anfang 2018 die staatliche Kryptowährung Petro ins Leben gerufen. Dieser ist – zumindest nach offiziellen Angaben – pro Einheit mit einem Fass Öl gedeckt. In der Vergangenheit kamen an der Deckung der Kryptowährung jedoch immer wieder Zweifel auf. So soll der Petro lediglich durch theoretische Ölvorkommen unter der Erde Venezuelas, basierend auf Schätzungen, gedeckt sein. Dennoch versucht Maduro, zuletzt durch die Verteilung im ebenso angeschlagenen Gesundheitswesen, die Kryptowährung unter die Menschen zu bringen.

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