Zum Inhalt springen

Nach Shitstorm Ubisoft reagiert auf NFT-Kritik

Die NFT-Ambitionen von Ubisoft stießen auf heftigen Gegenwind. Nun hat sich der Publisher der Kritik gestellt.

Daniel Hoppmann
 |  Lesezeit: 3 Minuten
Teilen
Ubisoft

Quelle: Shutterstock

Als Ubisoft Anfang Dezember vergangenen Jahres den NFT-Marktplatz “Quartz” vorstellte, waren die eigenen Erwartungen hoch. Als erster großer Publisher veröffentlichte das französische Unternehmen für einen seiner AAA-Titel (Tom Clancy’s Ghost Recon: Breakpoint) eine Kollektion einzigartiger optischer Items für Waffen, Outfits und Fahrzeuge auf Basis der Tezos Blockchain. Damit wollte man den Spielern “mehr Autonomie und Handlungsfreiheit” bieten.

Ein Großteil der Community sah das jedoch entschieden anders und überflutete den YouTube-Trailer von Ubisoft Quartz mit Dislikes. Zwar ist die genaue Anzahl der Negativbewertungen auf den ersten Blick nicht erkennbar – YouTube deaktivierte im November letzten Jahres dieses Feature – mit einzelnen Browser Add-ons (wie Return YouTube Dislike) lässt sich das Verhältnis allerdings wieder nachvollziehen. Daraus ergibt sich ein deutliches Bild. Auf 1.732 positive Bewertungen kamen 42.000 Dislikes – ein vernichtendes Urteil für den französischen Publisher.

Ubisoft Quartz nun vor dem Aus?

Die Frage ist, wie geht es jetzt mit Quartz weiter? Ist das Projekt gescheitert? War es das mit Ubisoft und Blockchain? Die Antwort lautet: Nein. Gegenüber BTC-ECHO ließ das Unternehmen verlauten, dass man weiter an Quartz festhalten werde.

Wir freuen uns sehr, dass eine starke, aber eher stille Community begonnen hat, dieses Feature zu nutzen, und wir freuen uns darauf, der Plattform weitere Funktionen hinzuzufügen, die ein noch größeres Publikum ansprechen werden.

Ubisoft gegenüber BTC-ECHO

Generell habe man viel Feedback bekommen, schreibt der französische Publisher. Die negative Resonanz führt man im Allgemeinen auf das Schlagwort NFT zurück, das in der Vergangenheit “Schlagzeilen um Spekulation, Umweltauswirkungen oder Betrügereien” gemacht hätte.

Dennoch sei man der Überzeugung, dass die Blockchain-Technologie die Gaming-Industrie zum Besseren verändern könne. Auf Anfrage teilte Ubisoft mit:

Wenn ein Spieler heute ein virtuelles Item kauft, zahlt er nur für den Zugang zu diesem Gegenstand. Mit Blockchain und NFTs steht es den Spielern frei, sie auf einem Sekundärmarkt zu verkaufen, sobald sie nicht mehr mit ihnen spielen

Ubisoft gegenüber BTC-ECHO

Der NFT-Marktplatz sei als “Experiment” gestartet, um “zu verstehen, wie Dezentralisierung Spielern neue Möglichkeiten eröffnen kann”. Er sollte neue Möglichkeiten eröffnen, Gamern einen Gegenwert für die Zeit-, Arbeits- und Geldinvestition zu schaffen – an diesem Ziel will Ubisoft auch weiter festhalten.

Einige Fragen bleiben allerdings noch offen: Was passiert eigentlich mit den “Digits”, wenn das dazugehörige Spiel nicht mehr vom Publisher supportet wird? Und welche Auswirkungen hat das auf den Wert der NFTs? Eine Anfrage an Ubisoft blieb zum Zeitpunkt des Schreibens unbeantwortet.

Bitcoin- & Krypto-Sparplan einrichten
Investiere regelmäßig in Bitcoin und profitiere langfristig vom Cost-Average-Effekt. Wir zeigen dir, wie das geht.
Zum Ratgeber
Die neusten Ausgaben des BTC-ECHO Magazins
BTC-ECHO Magazin – Jahresabo
Ausgabe #59 Mai 2022
Ausgabe #58 April 2022
Ausgabe #57 März 2022
Du möchtest aktuelle News?

Melde dich bei unserem Newsletter an, um auf dem aktuellen Stand zu sein.