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Outfits, Autos und WaffenUbisoft verteilt NFTs für Ghost-Recon-Spieler

Der französische Gaming-Riese Ubisoft launcht ein Monsterprojekt. Spieler von Ghost Recon Breakpoint sollen damit zeitnah Ingame NFTs erhalten können.

Daniel Hoppmann
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Ubisoft Quartz

Quelle: Ubisoft

Big News aus dem NFT-Space. Der französische Spielehersteller Ubisoft hat heute einen eigenen NFT-Marktplatz angekündigt. Ubisoft Quartz, so der Name der Plattform, launcht als Beta-Version am 9. Dezember um 19 Uhr deutscher Zeit. Wie BTC-ECHO vorab erfuhr, erscheinen die ersten Non-fungible Token für den AAA-Titel Tom Clancy’s Ghost Recon Breakpoint. Bei den “Digits”, so der Name der NFTs, handelt es sich um kosmetische Items für Waffen, Outfits sowie Fahrzeuge. Das besondere dabei: jedes Item erhält eine eigene Seriennummer, die für jeden Spieler sichtbar ist und die Besitzverhältnisse nachverfolgt. Zudem schreibt der Spieleentwickler in seiner Pressemitteilung:

Jedes Digit ist mit einem Eigentumszertifikat versehen, das auf der Blockchain gespeichert ist, einer dezentralen, von der Community betriebenen und von Ubisoft unabhängigen Technologie, die den Spielern mehr Kontrolle denn je gewährt. Mit Digits sind Gegenstände nicht mehr an das Spielinventar eines Spielers gebunden, da sie zum Verkauf angeboten werden können, damit andere berechtigte Spieler sie außerhalb des Ubisoft-Ökosystems erwerben können.

Die Gegenstände sollen in limitierten Editionen nach und nach releast werden. Den Start markieren dabei drei Termine: der 9. und der 12. sowie der 15. Dezember. Hierbei werden erste Items kostenlos per Airdrop verteilt. Gamer können gleichzeitig immer nur einen Gegenstand einer Edition besitzen. Den nächsten Drop plant Ubisoft für Anfang kommenden Jahres.

So kommt ihr an die Ubisoft NFTs

Um Zugriff auf den Marktplatz und letztlich auch die NFTs von Ubisoft zu bekommen, müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

  • Man muss Ghost Recon Breakpoint über die hauseigene Spieleplattform Ubisoft Connect auf dem Windows-PC spielen.
  • Im Spiel muss man mindestens Level 5 erreicht haben.
  • Man muss mindestens 18 Jahre alt sein.

Zudem steht Ubisoft Quartz nicht allen Spielern zur Verfügung, sondern nur Gamern aus Kanada, den USA, Spanien, Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien, Australien und Brasilien.

Quartz läuft über Tezos-Blockchain

Technisch gesehen fiel die Wahl auf die Blockchain von Tezos. Bereits zuvor hatte sich Ubisoft als Corporate Baker mit dem Proof-of-Stake-Projekt zusammengetan. Die Energieeffizienz des Konsensmechanismus habe dabei eine wichtige Rolle gespielt, meint das französische Unternehmen.

Eine Transaktion in ihrem Netzwerk verbraucht die gleiche Energiemenge wie das Streaming von 30 Sekunden Video, während die vorherige Generation von Blockchain-Netzwerken die gleiche Energie verbraucht, die für ein Jahr Non-Stop-Streaming benötigt wird.

Ausweitung der NFTs auf andere Ubisoft-Spiele bisher “zu früh”

Wenngleich Ubisoft mit dem Beta-Launch des NFT-Marktplatzes sicherlich für mediale Aufmerksamkeit vor allem im Krypto-Space sorgen dürfte, ist es dennoch erstmal nur ein weiteres Experiment, der vergangenen vier Jahre. In der Zeit wagte das Unternehmen immer wieder kleinere Projekte, wie etwa das Spiel One Shot Football oder auch als Node-Betreiber bei Aleph.im. Ob ähnliche NFT-Aktionen nun auch für andere Ubisoft-Spiele wie Assassins Creed oder Far Cry kommen, bleibt ungewiss. Baptiste Chardon, Blockchain Business and Product Director beim Stategic Innovation Lab des Spieleherstellers meinte dazu gegenüber BTC-ECHO:

Es ist noch zu früh, um das zu sagen, aber die eingebaute Interoperabilität und die dezentralisierte Natur der Blockchain ebnen den Weg für einen grundlegenden Rahmen, der eine echte Verbindung zwischen Spielwelten auf technischer Ebene ermöglicht. Dies ist ein Aspekt, an dem wir interessiert sind und den wir mit Sorare in unserem gemeinsamen Experiment One Shot League erforscht haben.

Baptiste Chardon, Blockchain Business and Product Director beim Stategic Innovation Lab von Ubisoft

Ubisoft könnte auf Stablecoins setzen

Weiter dürfte interessant sein, wie die NFTs gehandelt werden können. Zwar seien die ersten Items allesamt kostenlos, versichert Chardon gegenüber BTC-ECHO. Für den Fall, dass in Zukunft auch kostenpflichtige Editionen auf Quartz erscheinen, evaluiere man aktuell den Einsatz eines Stablecoins. Die Schaffung einer eigenen Kryptowährung schloss Chardon aus.

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