Die strategische Bitcoin-Reserve der USA könnte dauerhaft im Gesetz verankert werden. Der Finanzausschuss des Repräsentantenhauses hat den “American Reserve Modernization Act of 2026” mit 28 zu 21 Stimmen gebilligt und damit eine wichtige Hürde genommen. Der Entwurf soll die von Donald Trump per Exekutivanordnung geschaffene Reserve auf eine gesetzliche Grundlage stellen.
Kern des Gesetzes ist eine zentrale Bitcoin-Reserve beim US-Finanzministerium, in die beschlagnahmte BTC aus strafrechtlichen Verfahren überführt werden sollen. Daneben ist ein eigenes Depot für weitere digitale Vermögenswerte vorgesehen. Für die dort gebündelten Bitcoin gilt eine Mindesthaltefrist von 20 Jahren.
Bitcoin-Reserve soll langfristig gesichert werden
Alle Behörden müssten offenlegen, welche digitalen Vermögenswerte sie besitzen oder kontrollieren. Vierteljährliche Reservenachweise und unabhängige Prüfungen sollen nachvollziehbar machen, was tatsächlich in staatlicher Hand liegt.
Der 20-Jahres-Zeitraum macht deutlich, wie langfristig die Reserve angelegt werden soll. Bitcoin, die einmal dort landen, könnten damit nicht kurzfristig verkauft werden, sobald der Kurs steigt.
Zusätzlich sieht die Vorlage eine Untersuchung vor, wie die Reserve budgetneutral, also ohne neue Steuern oder zusätzliche Schulden, ausgebaut werden könnte. Auch die Rechte privater Besitzer werden erwähnt: Der Staat soll das Recht auf Eigentum und Selbstverwahrung digitaler Vermögenswerte nicht einschränken.
“Dies ist eine kluge Finanzstrategie, die unsere Reserven stärken und gleichzeitig unser Defizit reduzieren wird“, sagte der republikanische Abgeordnete Bryan Steil aus Wisconsin während der Sitzung zur Verabschiedung des Gesetzentwurfs.
Beschlossen ist die Bitcoin-Reserve damit noch nicht. Nach dem Ausschuss muss der Entwurf noch das gesamte Repräsentantenhaus passieren, anschließend wäre der Senat an der Reihe. Erst wenn beide Kammern demselben Text zustimmen und der Präsident unterschreibt, würde aus Trumps bisheriger Reservepolitik ein dauerhaftes Gesetz.
