Die Nachfrage der ETF-Anleger nach Bitcoin ist in den vergangenen Tagen deutlich zurückgegangen. “Sie kehrte Ende August zurück, hielt etwas mehr als drei Wochen an und hat sich nun bereits in Netto-Rücknahmen verwandelt”, heißt es in einem neuen X-Post der On-Chain-Analysefirma Glassnode. Am Dienstag und Mittwoch verloren die Bitcoin-Indexfonds von BlackRock, Fidelity und anderen großen US-Vermögensverwaltern insgesamt 746,3 Millionen US-Dollar, nachdem sie zum Auftakt der neuen Handelswoche noch 160 Millionen US-Dollar einsammeln konnten.
Das vorläufige Glassnode-Fazit klingt ernüchternd: “Die ETFs haben während und nach der Kursrallye gekauft, kaufen derzeit jedoch nicht den Dip”. Der vergleichsweise junge MSBT von Morgan Stanley war der einzige Indexfonds, der bescheidene Nettozuflüsse in Höhe von 3,5 Millionen US-Dollar begrüßen durfte. Anders das Bild beim Marktführer BlackRock, der an beiden Tagen zusammengerechnet 306 Millionen US-Dollar verlor. Nichtsdestotrotz wächst die Dominanz des größten Vermögensverwalters der Welt auch 2026, denn mit einem verwahrten Bitcoin-Bestand im Wert von 59 Milliarden US-Dollar zeichnet der iShares Bitcoin Trust ETF mittlerweile für 62,3 Prozent des Gesamtmarktes verantwortlich.
Trotz der ETF-Schwäche und ausbleibenden Käufen von Strategy zeigt sich die Krypto-Leitwährung erstaunlich resilient. Im Moment des Schreibens notiert der Bitcoin-Kurs bei 76.600 US-Dollar, was einem Kurszuwachs von 1,5 Prozent gegenüber dem Vortag entspricht. Dabei dürften das Scheitern des Clarity Acts und die am gestrigen Abend verkündete Fed-Leitzinserhöhung nicht gerade förderlich für einen Bullrun sein. Die möglichen Kursimplikationen eines neuen Versprechens des US-Präsidenten erfahrt ihr hier: “Bitcoin-Prognose: Was, wenn Trump 1 Billion Dollar verschenkt?“

