Vor mittlerweile 24 Jahren veröffentlichte Finanzexperte Robert Kiyosaki sein Buch “Rich Dad’s Prophecy” – nach eigenen Angaben, um “die Menschen darauf vorzubereiten, vom größten Börsen- und Anleihemarktcrash der Geschichte zu profitieren” und eben nicht zu seinen Opfern zu werden. Nun legt er sich in einem neuen X-Post fest und spricht eine klare Warnung aus: “Der größte Crash der Geschichte hat begonnen”. Gestartet in Japan und Europa, würde er sich nun in der ganzen Welt verbreiten, getrieben von vielen verschiedenen Faktoren, darunter “der KI-Hype, der Krieg im Iran, die hohe Verschuldung und der Ruhestand der Babyboomer-Generation”.
Bekanntheit erlangte Robert Kiyosaki ursprünglich als Verfasser des Finanzratgebers “Rich Dad Poor Dad”, den er seit der Erstveröffentlichung stolze 41 Millionen mal verkaufte. Seit einigen Jahren sind seine Prognosen aber zunehmend pessimistisch gefärbt, insbesondere in Hinblick auf traditionelle Investmentansätze. Dennoch sieht der 79-Jährige auch im größten Crash eine Chance, sofern sich Anleger denn entsprechend darauf vorbereiten, und zieht eine historische Analogie: “Die letzte Depression dauerte 25 Jahre, von 1929 bis 1954. Für diejenigen, die wie die Familie Kennedy darauf vorbereitet waren, war die Weltwirtschaftskrise die wohlhabendste Zeit ihres Lebens.”
Drei Assets, um das persönliche Vermögen zu schützen
Aus seiner eigenen Crashvorbereitung machte Robert Kiyosaki in der jüngeren Vergangenheit keinen Hehl. Weil er schon länger davon ausgeht, dass eine expansive Geldpolitik den US-Dollar weiter entwerten wird, setzt er auf “mein eigenes Geschäft, einkommensschaffende Immobilien, Investitionen in Ölförderquellen, Sparen – aber nicht in Bargeld, sondern in Gold, Silber und Bitcoin”. Die drei letztgenannten Assets sind allesamt nicht-staatliche Wertspeicher, die relativ beziehungsweise absolut begrenzt sind und dementsprechend Schutz vor Inflation bieten könnten.
Erst Mitte August warnte der Bestsellerautor lautstark vor der US-Staatsverschuldung, welche nur wenige Tage später die 40-Billionen-Dollarmarke überschritt. Sparer müssten bald mit deutlichen Kaufkraftverlusten rechnen und die größte Finanzlüge überhaupt sei, dass es sich bei US-Staatsanleihen um ein sicheres Investment handle. Zumindest im Aktienbereich lässt sich der von Robert Kiyosaki ausgemachte Crash derzeit aber kaum ausfindig machen, auch in Europa und Japan: Auf Wochensicht steht der STOXX Europe 600 rund 0,6 Prozent im Plus, der Nikkei 225 nur 0,2 Prozent im Minus. Offenbar stützt sich seine düstere Prognose in erster Linie auf die jüngsten Unsicherheiten am Anleihemarkt.

