Das auf Solana basierende Kreditprotokoll Kamino will sein Geschäft deutlich stärker auf institutionelle Investoren ausrichten. Dafür baut das Unternehmen jetzt ein Team in New York aus und holt mit Michael Weisz einen erfahrenen Wall-Street-Manager. Mit mehr als zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Finanzbranche soll er der neue Mann an der Spitze des Unternehmens werden.
Kamino holt erfahrenen Wall-Street-Manager
Als Mitgründer der Investmentplattform Yieldstreet, heute Willow Wealth, half Weisz beim Aufbau des Unternehmens. Die Plattform erreichte mehr als 500.000 Anleger und investierte über sechs Milliarden US-Dollar gemeinsam mit Partnern wie Goldman Sachs.
Die Kontakte und Erfahrungen aus dieser Zeit will sich Kamino nun zunutze machen. Das Unternehmen prüft derzeit Büroflächen in New York und will vor Ort unter anderem Mitarbeiter für Finanzen und Geschäftsentwicklung einstellen. Aber auch eine eigene Rechtsabteilung soll entstehen, wodurch das bislang vor allem aus dem DeFi-Bereich bekannte Solana-Protokoll näher an klassische Vermögensverwalter und andere Finanzunternehmen heranrückt. Schon heute gehört Kamino jedoch zu den größten Kreditplattformen im Solana-Ökosystem und hat Kredite im Umfang von über 20 Milliarden US-Dollar vergeben und Transaktionen im Gesamtwert von über 650 Milliarden US-Dollar abgewickelt.
Tokenisierte Vermögenswerte stehen im Mittelpunkt
Vor allem das Geschäft mit Real World Assets soll künftig stärker ausgebaut werden. Der gemeinsam mit Figure Technologies und Hastra entwickelte PRIME-Markt verwendet tokenisierte Immobilienkredite schon heute als Sicherheiten und erreichte innerhalb von gut 100 Tagen ein Einlagevermögen von über 600 Millionen US-Dollar. Zudem werden auf Kamino inzwischen auch tokenisierte Aktien als Sicherheiten eingesetzt. Mit der Expansion nach New York will das Unternehmen nun die Finanzunternehmen erreichen, die solche Vermögenswerte bislang ausschließlich außerhalb der Blockchain halten.
