Nach einer ruhigen Phase ist der Konflikt zwischen den USA und dem Iran wieder aufgeflammt. Donald Trump erklärte am Mittwoch, dass die USA neue Angriffe auf iranische Ausrüstung entlang der Straße von Hormus durchgeführt und dabei schwere Schäden angerichtet hätten. Zugleich machte der US-Präsident deutlich, dass Washington jederzeit bereit sei, weitere Angriffe durchzuführen.
Hinter den Kulissen scheint die US-Regierung jedoch einen anderen Kurs zu diskutieren. Trump führte vertrauliche Gespräche mit hochrangigen Beratern über eine mögliche Beendigung des Iran-Krieges. Mehrere Berater sollen ihm empfohlen haben, den Konflikt nicht über die jüngsten Angriffe hinaus auszuweiten. Eine weitere Eskalation könnte den Republikanern bei den Zwischenwahlen im November schaden.
Krypto-Markt hofft auf neue Impulse
Am Krypto-Markt bleibt die Reaktion am Donnerstagmorgen überschaubar. Bitcoin notiert bei rund 77.520 US-Dollar und gewinnt 0,21 Prozent. Ethereum fällt um 0,35 Prozent auf 2.397 US-Dollar. Solana schafft erneut den Sprung über die Marke von 100 US-Dollar, XRP legt um 1,53 Prozent auf 1,36 US-Dollar zu. Auch Gold gewinnt 1,04 Prozent und notiert bei 4.431 US-Dollar.
Institutionelle Anleger zeigen bei Bitcoin weiter Kaufinteresse. Die US-amerikanischen Spot Bitcoin ETFs verbuchten am Mittwoch Nettozuflüsse von 101,15 Millionen US-Dollar. Bei den Ethereum ETFs standen dagegen Nettoabflüsse von 48,08 Millionen US-Dollar zu Buche.
Die Entwicklung im Iran bleibt einer der wichtigsten kurzfristigen Faktoren für Bitcoin und Co. Neue Eskalationen treiben vor allem den Ölpreis nach oben, was die Sorgen vor einem erneuten Anstieg der Inflation verstärkt. Bleiben die Energiepreise auf einem hohen Niveau, könnte die Federal Reserve bei ihrer Zinspolitik vorsichtiger werden. Für Bitcoin und andere Risikoanlagen wäre das kein günstiges Umfeld.
Ob es tatsächlich zu einer nachhaltigen Beendigung des Krieges kommt, bleibt abzuwarten. Trump hatte in der Vergangenheit mehrfach ein mögliches Ende des Konflikts in Aussicht gestellt, ohne dass Teheran entsprechende Aussagen bestätigte. Streitpunkte bleiben vor allem die Straße von Hormus und das iranische Atomprogramm. Solange dort keine Einigung gelingt, kann die Lage jederzeit wieder kippen.
