Bitcoin ist in die Anfangsphase eines neuen Bullenmarktes eingetreten – heißt es in einem Report von CryptoQuant. Vor allem die makroökonomischen Impulse aus den USA, darunter die angekündigten Rückkäufe langfristiger Staatsanleihen, trieben den BTC-Kurs zeitweise auf 81.000 US-Dollar. Für eine “offizielle Bestätigung” muss Bitcoin laut der Krypto-Analysefirma jedoch über seinem gleitenden 365-Tage-Durchschnitt schließen, welcher derzeit bei rund 83.000 US-Dollar liegt. Auf Monatssicht konnte der BTC-Kurs um rund 20 Prozent zulegen und damit eine seit Juni dominierende Seitwärtsphase beenden.
Auch die sichtbare Spot-Nachfrage wuchs nach Angaben von CryptoQuant so schnell wächst wie seit Ende Dezember nicht mehr. Allerdings könnte der Bitcoin-Markt kurzfristig überhitzt sein, denn die nicht realisierte Gewinnmarge der Händler sei auf 20,5 Prozent gestiegen, den höchsten Stand seit Juni 2025. Ähnliche Gewinnniveaus hätten in der Vergangenheit dazu geführt, dass Trader ihre Gewinne realisierten, was den Verkaufsdruck erhöhte. Dementsprechend sind kurzfristige Bitcoin-Kursrücksetzer durchaus wahrscheinlich.
Die Rolle Südkoreas im neuen Bitcoin-Zyklus
Der CEO des Unternehmens, Ki Young Ju, äußert sich in einem X-Post persönlich zur neuen Bitcoin-Marktphase. Seiner Einschätzung zufolge wird der Höhepunkt des Zyklus “wahrscheinlich von institutionellem Kapital und ETFs außerhalb der USA” getragen werden. Insbesondere in der Krypto-affinen Nation Südkorea gebe es nach wie vor keinen Bitcoin Spot ETF, Privatanleger könnten keine ausländischen ETFs kaufen, und Unternehmen dürften derzeit nicht einmal Börsenkonten eröffnen. Wenn sich das ändert, könnte die bisherige US-Dominanz bei der Bitcoin Adoption schwinden und stattdessen eine “globale Institutionalisierung” beginnen.
Neben Bitcoin wurde zuletzt vor allem XRP an den südkoreanischen Krypto-Börsen intensiv gehandelt. Für den CryptoQuant-CEO ist klar, dass künftig “immer mehr Institutionen BTC als strategischen Vermögenswert halten” werden, und dass sich der Zugang in den vielen Ländern verbessern wird, in denen es noch keine Spot ETFs gibt. Seine Prognose für das nächste Zyklus-Top: “Der Höhepunkt könnte dann erreicht sein, wenn ein Bankangestellter einer Regionalbank in Südkorea einer Großmutter einen Bitcoin Spot ETF für ihre Ersparnisse empfiehlt”.
