Der amerikanische Unternehmer und Bestsellerautor Robert Kiyosaki warnt seine Millionen Follower auf X vor einer ausufernden Staatsverschuldung und empfiehlt stattdessen, Bitcoin, Gold und andere Sachwerte zu kaufen. Jetzt sorgt die eigene Bilanz des „Rich Dad Poor Dad“-Autors für Aufsehen. Etwa 1,2 Milliarden US-Dollar Schulden hat der bekannte Bitcoin-Bulle nach eigenen Angaben angehäuft.
Kiyosakis Schulden sind nur halb so schlimm?
Bereits im Juni erklärte der 79-Jährige in einem Podcast die Höhe seiner Schulden und seine frühere Ehefrau und weiterhin Geschäftspartnerin Kim Kiyosaki bestätigte die Zahl nochmals. Sie schränkte allerdings ein, dass die Schulden nicht allein auf Robert Kiyosaki anfallen. Betroffen ist vielmehr ein gemeinsam mit anderen Investoren gehaltenes Immobilienportfolio mit etwa 1.500 Wohnungen.
Den Kreditschulden stehen somit reale Immobilienwerte gegenüber, die laufende Einnahmen generieren sollen. Die Höhe von Kiyosakis persönlichem Anteil an den Verbindlichkeiten ist öffentlich bislang allerdings nicht bekannt. Sie dürften sich jedoch deutlich unter dem genannten Schuldenberg von 1,2 Milliarden US-Dollar bewegen.
Schulden sind Teil seiner Investmentstrategie
Die hohe Verschuldung ist dabei Bestandteil von Kiyosakis Anlagestrategie. Steigt der Wert einer Immobilie, nimmt er nach eigenen Angaben weitere Kredite auf deren gestiegenen Wert auf. Verkaufen muss er die Immobilien dafür nicht und die daraus erhaltenen Darlehensmittel gelten nicht als steuerpflichtiges Einkommen.
Zudem werden die einzelnen Investments über separate Gesellschaften strukturiert, sodass mögliche Probleme bei einem Projekt nicht zwangsläufig auf das gesamte Portfolio übergreifen. Die Strategie bleibt dennoch in höchstem Maße riskant. Sollten die Immobilienpreise einmal längere Zeit fallen oder die laufenden Einnahmen nicht mehr für die Zinsen und die Tilgung ausreichen, wird eine hohe Fremdfinanzierung schnell zum Problem.
