Strategy wehrt sich gegen die geplanten Änderungen der MSCI-Indexregeln. In einem offenen Brief fordern Gründer Michael Saylor und CEO Phong Le den Indexanbieter auf, den aktuellen Vorschlag zurückzuziehen. Die vorgesehenen Kriterien seien “diskriminierend, willkürlich und fehlgeleitet” und richteten sich gezielt gegen Digital Asset Treasury Companies.
Auslöser ist eine laufende Konsultation von MSCI. Künftig sollen Unternehmen, deren Vermögen zu weniger als 50 Prozent aus operativen Vermögenswerten besteht, einer weiteren Prüfung unterzogen werden. Wer bestimmte Kennzahlen nicht erfüllt, könnte aus den MSCI-Indizes ausgeschlossen werden. Das könnte sowohl Strategy als auch Metaplanet und Yellow Cake betreffen.
Strategy widerspricht der Einstufung
Strategy kritisiert insbesondere die Einstufung von Bitcoin als nicht operativen Vermögenswert. Nach Angaben des Unternehmens sei diese Unterscheidung weder in den Rechnungslegungsstandards noch im Wertpapierrecht eindeutig definiert. Andere kapitalintensive Unternehmen würden laut Strategy von den geplanten Regeln weniger betroffen sein.
MSCI nimmt Stellungnahmen zu dem Vorschlag noch bis zum 30. September entgegen. Eine Entscheidung über die neuen Kriterien soll am 16. Oktober fallen. Sollten sie verabschiedet werden, würden die Änderungen ab Dezember gelten.
