Neue Ära 

Russland öffnet den Krypto-Markt: Sberbank erwartet Milliardenboom

Russlands neue Krypto-Regeln treten am 1. September in Kraft. Neben einem starken Anstieg des Handels plant die Sberbank bereits weitere Angebote für Anleger.

Josip Filipovic
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Das Bild zeigt eine Bitcoin-Münze und die russische Flagge

Beitragsbild: Shutterstock

| Auch in Russland werden Kryptowährungen immer beliebter

Russlands größte Bank Sberbank rechnet nach dem Inkrafttreten der neuen Krypto-Regulierung mit einem kräftigen Anstieg des heimischen Handels. Nach Angaben des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Anatoly Popov könnte das regulierte Handelsvolumen an russischen Börsen bereits im ersten Jahr rund vier Billionen Rubel erreichen (etwa 46,4 Milliarden US-Dollar). Bis 2029 hält die Bank sogar ein Volumen von rund 7,5 Billionen Rubel beziehungsweise 87,1 Milliarden US-Dollar für möglich.

Die Grundlage dafür schafft ein neues Gesetz, das Präsident Wladimir Putin Anfang August unterzeichnet hatte und dessen erste Bestimmungen am 1. September 2026 in Kraft treten sollen. Russland schafft damit einen umfassenderen regulatorischen Rahmen für den Handel mit Kryptowährungen. Einige Vorschriften zur Ausgabe und zum Umlauf von Krypto-Assets gelten allerdings erst ab September 2027, während bestehende Krypto-Börsen eine Übergangsfrist bis März 2027 erhalten.

Krypto-Angebot der Sberbank wächst

“Wir haben uns im Vorfeld darauf vorbereitet und verfügen bereits über praktische Erfahrung im Umgang mit Kryptowährungen. Sobald das Gesetz vollständig in Kraft tritt, werden wir die bestehenden Produkte von Sber an die neuen Anforderungen anpassen und deren Angebot schrittweise erweitern. Beispielsweise werden wir die durch digitale Vermögenswerte besicherte Kreditvergabe weiterentwickeln”, erklärt Popov.

Für Privatanleger bleiben die Möglichkeiten trotz der Marktöffnung begrenzt. Sie dürfen die liquidesten Kryptowährungen künftig bis zu einem Betrag von 300.000 Rubel pro Jahr und Intermediär erwerben, was 3.700 US-Dollar entspricht. Für qualifizierte Anleger sieht der neue Rahmen dagegen keine entsprechende Obergrenze beim Kauf von Krypto-Assets vor.

Als Zahlungsmittel für Waren und Dienstleistungen bleiben Kryptowährungen innerhalb Russlands weiterhin verboten. Anders sieht es bei grenzüberschreitenden Geschäften aus: Für Außenhandelsverträge zwischen russischen und ausländischen Parteien können digitale Assets eingesetzt werden. Russland hatte bereits 2024 begonnen, Kryptowährungen im internationalen Handel zuzulassen, wobei insbesondere die Abwicklung von Geschäften unter westlichen Sanktionen eine Rolle spielte.

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