Grauzone 

Kreditkarten-Trick bei Robinhood? Memecoin-Käufe sorgen für Ärger

Ein technisches Detail im Kartennetzwerk macht Memecoins zum Sammlerstück. Jetzt beschäftigen sich sogar die Behörden mit dem Fall.

Jan-Malte Minnerup
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Grüne Robinhood-Anzeigen mit Blockchain-Themen werden auf großen digitalen Plakatwänden am Times Square in New York City gezeigt, wobei auf der linken Plakatwand ein Nasdaq-Zeichen zu sehen ist.

Beitragsbild: picture alliance

| Einstufung von Memecoins als digitale Güter sorgt für Diskussionen.

Memecoins kaufen und dafür auch noch am Cashback-Programm der Kreditkartenanbieter profitieren? Eigentlich sollte dieser Vorgang nicht möglich sein, dennoch funktioniert er derzeit offenbar über die Robinhood Wallet und die Einstufung der Transaktion sorgt jetzt für Ärger.

Memecoin-Kauf wird zum digitalen Einkauf

Bei Testkäufen von The Block wurden unter anderem WIF-Token mit Visa- und Mastercard-Kreditkarten gekauft. In den Kartennetzwerken erschienen die Zahlungen anschließend allerdings nicht als Krypto-Käufe. Zu finden war die Transaktion hingegen unter dem Merchant Category Code 5815, welcher eigentlich für digitale Produkte wie Bücher oder Musik gedacht ist. Anders als beim Kauf von Kryptowährungen gelten für diese Bereiche üblicherweise die Bonusprogramme der Kartenanbieter. Wegen der falschen Einordnung der Memecoin-Käufe als digitale Güter waren diese jetzt aber auch für die getesteten Transaktionen zugänglich.

Wann ist ein Memecoin ein Sammlerstück?

Möglich macht das der Krypto-Zahlungsdienstleister Crossmint, der die technische Abwicklung der Käufe übernimmt. Das Unternehmen sieht die Einstufung als digitales Gut für gerechtfertigt und verweist unter anderem auf die US-Börsenaufsicht SEC, die bestimmte Memecoins mit digitalen Sammlerstücken vergleicht. Die US-Behörde hatte in der Vergangenheit erklärt, dass viele Memecoins hauptsächlich aus Unterhaltungs- und sozialen Gründen gekauft würden und damit in einigen Punkten einem digitalen Sammlerstück ähneln.

Ob sich diese Einordnung aber auch auf die Regeln von Visa und Mastercard übertragen lässt, ist umstritten. Immerhin bedeutet die Einstufung eines Tokens als Nicht-Wertpapier nicht automatisch, dass ein Kreditkartennetzwerk ihn wie ein E-Book behandeln muss.

Robinhood verwies Fragen zur konkreten Zahlungsabwicklung derweil direkt an Crossmint und inzwischen beschäftigt sich auch die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft mit dem Fall.

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