Die Erholung am Krypto-Markt bekommt einen Dämpfer und Bitcoin rutscht wieder in Richtung der 77.000 US-Dollar. Auch Ethereum gibt nach und fällt auf 2.400 US-Dollar und Solana kämpft um die psychologisch wichtige 100 US-Dollar-Zone. Der Gegenwind kommt dabei vor allem vom makroökonomischen Umfeld.
Steigende Renditen setzten Bitcoin zu
Die Gründe für die anhaltende Konsolidierung sind derzeit auf dem Anleihenmarkt zu suchen, wo die zehnjährigen Staatsanleihen mit einem Anstieg auf knapp 4,8 Prozent auf den höchsten Stand seit Ende 2023 gestiegen sind. Zudem klettert der US-Dollar Währungsindex DXY auf ein Zwei-Wochen-Hoch. Diese Kombination ist für Risikoassets besonders unangenehm und macht sie weniger attraktiv. Zusätzlich verstärkt wird durch dies durch den weiterhin hohen Ölpreis.
Nach den zuletzt wieder zurückgekehrten Sorgen vor Angebotsausfällen im Zuge neuer Eskalationen zwischen den USA und dem Iran kostet Brent jetzt knapp 96 US-Dollar je Barrel. Damit wächst auch die Angst vor einem erneuten Inflationsschub und die Marktteilnehmer rechnen inzwischen mit einer 68-prozentigen Wahrscheinlichkeit mit einer Zinserhöhung im September. Vor einer Woche waren es gerade einmal 40 Prozent.
Heute entscheidet der US-Arbeitsmarkt
Ob sich die Zinsangst weiter verschärft, könnte bereits am Nachmittag entschieden werden, wenn um 14:15 Uhr deutscher Zeit die Arbeitsmarktdaten für die USA veröffentlicht werden. Nach 44.000 neuen Stellen im Juli, erwarten Ökonomen im Durchschnitt aktuell einen Zugewinn von 47.000 neuen Stellen. Der Finanzriese Goldman Sachs erwartet indes sogar einen Zugewinn von 55.000 neuen Stellen, was für einen robusteren Arbeitsmarkt sprechen und der Fed mehr Spielraum im Kampf gegen die Inflation geben würde. Ein überraschend schwacher Bericht könnte die Zinserwartungen dagegen wieder etwas dämpfen.
Um 20:00 Uhr folgt mit dem Beige Book dann schon ein weiterer Bericht der US-Notenbank. Darin fassen die zwölf regionalen Fed-Bezirke ihre Einschätzungen zur aktuellen Wirtschaftslage zusammen und der Markt dürfte vor allem auf die Folgen der gestiegenen Energiepreise sowie die Geschäftserwartungen der Unternehmen schauen.
