SpaceX hat erstmals seit seinem Börsengang Quartalszahlen vorgelegt und die Erwartungen der Analysten beim Umsatz übertroffen. Im zweiten Quartal stiegen die Erlöse im Jahresvergleich um 92 Prozent auf 7,81 Milliarden US-Dollar. Auch der Nettoverlust fiel mit 541 Millionen US-Dollar deutlich geringer aus als von Marktbeobachtern erwartet.
Trotz der besser als erwarteten Zahlen reagierten Anleger zunächst enttäuscht. Nach Veröffentlichung des Quartalsberichts gab die SpaceX-Aktie nachbörslich um rund acht Prozent nach. Im vorbörslichen Handel drehte das Papier jedoch wieder deutlich ins Plus und gewann zuletzt 9,43 Prozent
Starlink bleibt der Wachstumsmotor bei SpaceX
Einziger profitabler Geschäftsbereich bleibt Starlink. Das Satelliteninternetgeschäft steigerte seinen Betriebsgewinn im Jahresvergleich um 79 Prozent auf 1,66 Milliarden US-Dollar. Zudem verdoppelte sich die Zahl der Abonnenten innerhalb eines Jahres von sechs auf zwölf Millionen. Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde ging allerdings von 85 auf 66 US-Dollar pro Monat zurück.
Weniger erfreulich entwickelte sich das übrige Geschäft. Die Raumfahrtsparte verbuchte einen Betriebsverlust von 542 Millionen US-Dollar. Im KI-Bereich fiel das Minus mit 1,26 Milliarden US-Dollar noch deutlich höher aus. SpaceX begründet die Entwicklung vor allem mit steigenden Investitionen in Forschung und Entwicklung.
“Wir haben das zweite Quartal mit Barmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten und marktgängigen Wertpapieren im Wert von 100 Milliarden US-Dollar sowie einem Auftragsbestand von 47,5 Milliarden US-Dollar abgeschlossen“, erklärt SpaceX-Finanzchef Bret Johnsen.
Das Unternehmen hält außerdem unverändert 18.712 Bitcoin und hat im vergangenen Quartal keine Bestände verkauft. Aufgrund des gesunkenen Bitcoin-Kurses verringerte sich der Wert der Position jedoch um rund 540 Millionen US-Dollar.
Mit dem vorhandenen Kapital will SpaceX den Ausbau von Starlink, die Entwicklung der Starship-Rakete und den KI-Bereich weiter vorantreiben. Ob die milliardenschweren Investitionen schon bald zu höheren Gewinnen führen, dürfte für Anleger in den kommenden Quartalen die entscheidende Frage bleiben.
