BTC-Betrugsmasche The Guardian deckt Bitcoin-Scam mit falschen Promi-Fotos auf
Christian Stede

von Christian Stede

Am · Lesezeit: 3 Minuten

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Wie das Guardian-Magazin aufgedeckt hat, gibt es einen Bitcoin-Scam gigantischen Ausmaßes mit falschen Werbeanzeigen. Vor allem aus Australien kommen viele Opfer. Facebook und Google kommen offenbar mit dem Löschen der Anzeigen kaum nach.

Da ist der britischen Zeitung „The Guardian“ fürwahr ein investigativer Paukenschlag gelungen. Wie das Magazin auf seiner Internetseite berichtet, gibt es einen BitcoinScam nahezu gigantischen Ausmaßes. Für gefälschte Werbeanzeigen wurden Fotos von besonders bekannten Persönlichkeiten im entsprechenden Land missbraucht. In Australien als am meisten betroffenen Land waren dies beispielsweise Dick Smith und Andrew Forrest. In Deutschland warben die Betrüger offenbar mit dem Konterfei von Tennislegende Boris Becker. Wie der Guardian aufgedeckt hat, führen die Spuren dieses global organisieren Geschäftes in das Zentrum Moskaus.

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Offenbar ist das Ausmaß der Verbreitung der Scams so hoch, dass Google Schwierigkeiten hatte, alle betroffenen Anzeigen zu blockieren. Auch die australischen Regulierungsbehörden kämen kaum hinterher. Im Grunde, so schreibt der Guardian, seien die Anzeigen schon älter. Allerdings habe die weltweit grassierende COVID-19-Pandemie dafür gesorgt, dass viele Menschen zuhause blieben und im Internet surften. Daher sei es zu einem sprunghaften Anstieg von Klicks auf die Anzeigen gekommen.

Beim Klick auf eine solcher Anzeigen gelangt man zu einer gefälschten Nachrichtenmeldung. Auf dieser ist ein Link enthalten, der vorgibt, ein Kryptowährungs-Investitionsprogramm zu sein. Nach der Registrierung erhalten die Opfer einen Telefonanruf, der sie auffordert, eine kleine Summe zu investieren. Es folgen dann Anrufe mit immer höheren Geldforderungen. Manche Opfer hätten damit ihre gesamten Ersparnisse verloren. Die Anrufer drängen laut Guardian darauf, in hochriskante und unregulierte Forex-Handelsplattformen zu investieren, bei denen die Chancen, Gewinne zu erzielen, denkbar schlecht stehen.

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The Guardian hat Spur bis nach Moskau verfolgt

Bei dem Bestreben, derartige betrügerische Anzeigen zu blockieren, spricht Google von einem „Katz und Maus-Spiel“. Das Problem: Die Betrüger versuchen, die Erkennung zu umgehen, indem sie immer wieder kleine Änderungen am Text der Anzeigen vornehmen. Zudem kaufen die Betrüger jeden Monat hunderte von Domain-Namen über verschiedene Registrierungsunternehmen, um die Seiten zu hosten, zu denen die Benutzer weitergeleitet werden. 

Websites werden oft auf Drittfirmen registriert, um die wahren Besitzer zu verbergen. Guardian Australia fand jedoch fünf Namen von Personen heraus, die hunderte der fraglichen Websites registriert hatten. Alle hatten Adressen im Zentrum von Moskau, was den Zugriff für ausländische Regulierungsbehörden deutlich erschwert. Sowohl Google als auch Facebook haben bereits zugegeben, dass es für sie schwierig ist, die Schaltung derartiger Anzeigen in Echtzeit zu verhindern.

Immer wieder tauchen im Bitcoin-Business schwarze Schafe in Form von Scammern auf, deren Betrugsmasche auch zumindest eine zeitlang funktioniert. Ein besonders dicker Fisch ging den Behörden mit John Bigatton, dem ehemaligem Chef des Pyramidensystems BitConnect ins Netz. Da manche Masche überdies absolut filmreif ist, wundert es nicht, dass sich auch Hollywood für die illegalen Geschäfte interessiert. 

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