OneCoin Krypto-Scam wird mit Kate Winslet in der Hauptrolle verfilmt

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Jacob Gleiss

von Jacob Gleiss

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Jacob Gleiß studiert seit 2018 Journalismus und Unternehmenskommunikation an der HMKW in Berlin. Er interessiert sich besonders für die gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Die Story der beiden bulgarischen Geschwister Roya und Konstantin Ignatova ging um die ganze Welt. Mit einer augenscheinlichen Kryptowährung betrogen sie Investoren. Nun ist sogar Hollywood an einer Verfilmung des vielleicht größten Krypto-Scam der Geschichte interessiert.

Wie Deadline am 9. Oktober 2020 berichtete, ist ein Film über den Krypto-Scam der Geschwister Ignatova in Arbeit. Der Film Namens Fake! handelt von der angeblichen Kryptowährung OneCoin, wegen der sich die Geschwister nun auf Grund von Betrugs vor Gericht verantworten müssen. Obwohl der Fall noch nicht abgeschlossen wurde, hat sich Scott Z. Burns dafür entschieden, den Film zu produzieren. Mit dabei ist auch Oscar-Preisträgerin Kate Winslet. Burns und Winslet arbeiteten bereits zuvor im Politdrama The Report zusammen, das von Foltermethoden infolge des 11. Septembers handelt.

Douglas Thompson und Jen McAdam verfassten ein unveröffentlichtes Buch über den OneCoin-Betrug. McAdam, selbst Opfer des Schneeballsystems, beteiligt sich als Produzent an dem Film. Er investierte in OneCoin und verlor dabei fast 300.000 US-Dollar. Viele Experten aus der Krypto-Branche und Regierungsbehörden warnten bereits früh vor OneCoin. McAdams gründete eine Selbsthilfegruppe für Opfer des Milliarden-Betrugs.

OneCoin–Beteiligte zu Haftstrafen verurteilt

2015 wurde das Krypto-Projekt OneCoin von Ruja Ignatova und Sebastian Greenwood in Bulgarien gegründet. Obwohl das Projekt nicht einmal auf einer Blockchain basierte, wurde OneCoin von den Entwicklern als der neue Bitcoin beworben. Insgesamt soll das Programm den Entwicklern ungefähr vier Milliarden US-Dollar eingebracht haben.

Nachdem 2017 ein Haftbefehl gegen die selbsternannte „Cryptoqueen“ eingereicht wurde, verschwand sie. Bis heute fehlt von ihr jede Spur. Greenwood hingegen konnte 2018 gefasst und verhaftet werden. Ein knappes Jahr später wurde auch Bruder Konstantin Ignatov wegen Geldwäsche und Betrug inhaftiert. Auch OneCoin-Anwalt Mark S. Scott wurde vor Gericht verurteilt. Ihm wurde vorgeworfen, verschiedene Scheinfirmen und Offshore-Konten genutzt zu haben, um rund 400 Milliarden US-Dollar zu waschen. BTC-ECHO berichtete bereits über den Prozess.

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Neuer Big Player?Brasiliens größte Krypto-Börse Mercado Bitcoin plant Expansion

3 Tagen

Die brasilianische Krypto-Börse Mercado Bitcoin plant eine Expansion in Lateinamerika. So will man seine Position als Marktführer in der Region verteidigen und sich langfristig zu einer der Top-Fünf Krypto-Börsen der Welt aufschwingen.

Die größte Krypto-Börse Brasiliens Mercado Bitcoin hat große Expansionspläne für Lateinamerika. Nachdem das Start-up Investitionen in Höhe von fast 38 Millionen US-Dollar erhalten hatte, plant es nun seinen Operationsbereich auf Länder wie Chile, Mexiko und Argentinien auszuweiten. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens hervor. So möchte Mercado Bitcoin sein Unternehmenswachstum beschleunigen und sich als Marktführer der Region festigen. Zudem soll dieses Vorhaben neben der Eröffnung neuer Zweigstellen auch durch Investitionen in die Krypto-Plattform Bitrust und die Digitalbank Meubank erreicht werden. Dabei wird das Unterfangen von den Fondgesellschaften GP Investimentos und Parallax Ventures und anderen Venture-Capital-Firmen unterstützt.

Mercado Bitcoin will zu Top Fünf der Krypto-Börsen gehören.

Mercado Bitcoin hat große Ambitionen. Das Unternehmen möchte langfristig zu den Big Playern weltweit zählen. So erläutert CEO Reinaldo Rabelo in der Pressemitteilung explizit, wie seine Krypto-Börse diese Ziele erreichen möchte.


Wir wollen das Krypto-Ökosystem in Brasilien entwickeln und einen Markt schaffen, der so weit entwickelt ist, wie der der Vereinigten Staaten. Um das zu erreichen, wollen wir mit Mercado Bitcoin eine der fünf größten digitalen Börsen der Welt werden. Dabei sind wir heute bereits die größte Börse in Lateinamerika und operieren fast ausschließlich in Brasilien. Zudem schauen wir uns die anderen Märkte an […]. Unser langfristiges Ziel ist es, am Aufbau einer neuen Infrastruktur für den Finanzmarkt (IWF), die auf Blockchain, Smart Contracts und Krypto-Assets basiert, teilzunehmen.

Mercado Bitcoin legt mit seiner Expansion nun den Grundstein für eine mögliche Marktdominanz in Südamerika. Dabei schläft die Konkurrenz im Norden jedoch nicht. So kündigten mehrere US-amerikanische Krypto-Börsen vor Kurzem ihren Börsengang an.

KehrtwendeStrebt Janet Yellen nun doch eine Krypto-freundliche Regulierung an?

3 Tagen

Die designierte US-Finanzministerin Janet Yellen hat sich während einer Befragung vor dem Senat kritisch gegenüber Kryptowährungen geäußert. Kryptowährungen seien ein gefährliches Vehikel zur Terrorismusfinanzierung.

In einer Videokonferenz stand die künftige US-Finanzministerin Janet Yellen dem Finanzausschuss des Senats am 19. Januar Rede und Antwort. Vorrangig ging es während der Anhörung um Pläne, die helfen sollen, die US-Wirtschaft aus ihrer Corona-Wirtschafts-Krise zu befreien. Doch auch Kryptowährungen fanden ihre Erwähnung.

Auf die Frage der Senatorin Maggie Hassan, welche Bedeutung die ehemalige Präsidentin der Federal Reserve Kryptowährungen im Kampf gegen Terrorismusfinanzierung beimesse, antwortete Yellen:

Ich denke, dass viele Kryptowährungen, zumindest im Sinne von Transaktionen, hauptsächlich zur illegalen Finanzierung verwendet werden und ich denke, dass wir wirklich Wege untersuchen müssen, wie wir ihre Verwendung einschränken und sicherstellen können, dass die Geldwäsche nicht über diese Kanäle erfolgt.

Besonderes Gewicht erhalten die Aussagen vor dem Hintergrund des Angriffs auf das Kapitol. Wie das Blockchain-Unternehmen Chainalysis nachwies, flossen im Vorfeld erhebliche Bitcoin-Spenden von Frankreich aus an diverse rechtsextreme Organisationen, die an der Erstürmung des Parlamentsgebäudes beteiligt gewesen sein sollen – BTC-ECHO berichtete.

In einer schriftlichen Stellungnahme vom 21. Januar erklärte Yellen jedoch, dass es auch “wichtig sei, die Vorteile von Kryptowährungen und anderen digitalen Vermögenswerten zu berücksichtigen, und das Potenzial, das sie haben, um die Effizienz des Finanzsystems zu verbessern”. Zwar müsse man die “Nutzung für bösartige und illegale Aktivitäten” einschränken. Aber “legitime Aktivitäten” mit Kryptowährungen gelte es regulatorisch zu fördern.

Bitcoin und andere digitale und Kryptowährungen ermöglichen Finanztransaktionen rund um den Globus. Wie viele technologische Entwicklungen bietet auch dies potenzielle Vorteile für die USA und unsere Verbündeten.

Yelln ergänzt, dass sie bei ihrer Ernennung eng mit dem Federal Reserve Board und anderen Banken- und Wertpapieraufsichtsbehörden zusammenarbeiten werde, “um einen effektiven regulatorischen Rahmen für diese und andere Fintech-Innovationen zu schaffen”.

Fahrzeugpapiere, bitteBlockchain-Initiative zur Betrugsbekämpfung bei Gebrauchtwagen

3 Tagen

Vor Kurzem gab die Mobility Open Blockchain Initiative (MOBI) bekannt, ein neue Initiative gegründet zu haben. Diese soll mit der Unterstützung einer Blockchain-Technologie gegen Betrug im Gebrauchtwagen-Bereich vorgehen. Mit von der Partie sind unter anderem Ford und BMW.

Am 19. Januar 2021 veröffentlichte MOBI eine Pressemitteilung, in der die Initiative angekündigt wurde. In erster Linie gehe es dabei um das immer wieder auftretende Problem zurückgestellter Kilometerzähler von Gebrauchtwagen seitens der Verkäufer. Diese verfälschen die bereits zurückgelegte Strecke, um den Preis des jeweiligen Fahrzeugs in die Höhe zu treiben. Um Verfälschungen dieser Art zu stoppen, setzt MOBI nun auf eine Blockchain-Technologie und hat einen neuen Fahrzeuginformationsstandard namens “VID II” ins Leben gerufen. Ford und BMW leiten die VID-II-Arbeitsgruppe. “Geburtsurkunden” sollen einen unverfälschten Einblick in die gebrauchten Fahrzeuge gewährleisten.

Mit der Fahrzeugregistrierung in Blockchain können früher getrennte Fahrzeugregistrierungssysteme zwischen Staaten und Ländern über ein sicheres, gemeinsam genutztes und vertrauenswürdiges Hauptbuch verbunden werden.

So heißt es in der Ankündigung. Des Weiteren würde die Rückverfolgbarkeit der Wartungen Käufern und Aufsichtsbehörden einen höheren Schutz hinsichtlich der Fahrzeuginformationen gewährleisten. Honda, IBM, Hitachi America und Quantstam unterstützen VID II neben Ford und BMW ebenfalls.

Die Automobilindustrie setzt auf Blockchain

Bereits im Jahr 2018 sprach MOBI erstmals von der Einführung einer Blockchain-Technologie in die Automobilindustrie. Damals ging es um ähnliche Themen. Auch BMW, eines der führenden Unternehmen der Initiative, beschäftigt sich mit dem Thema Blockchain nicht erst seit gestern. Schon 2019 erklärte der Automobilhersteller seinen Kunden die Vorteile und möglichen Anwendungsbereiche von Blockchain-Technologien auf seiner Webseite:

Spätestens beim Wiederverkauf eines Fahrzeugs treten Fragen auf: Wie viele Kilometer ist das Auto gefahren? Hatte es einen Unfall? Und hat der Vorbesitzer die Service-Intervalle eingehalten? Verlässliche Antworten auf diese Fragen versprechen blockchain-basierte Lösungen wie VerifyCar.

VerifyCar ist ein Unternehmen, mit dessen Hilfe Käufer einen besseren Einblick in die Historie von Gebrauchtwagen erhalten sollen. Ähnliche Ansätze bieten auch Initiativen wie beispielsweise CarWallet. Wie der Name bereits vermuten lässt, können sich Kunden eine Wallet zulegen, mit deren Hilfe es möglich ist, Daten mit sogenannten Smart City-Systemen abzurechnen und somit Einblicke in “systemkritische Verkehrslösungen” zu erlangen.

Bitpanda CardBitpanda-Debitkarte ermöglicht Zahlungen in Bitcoin und Edelmetallen

3 Tagen

Das österreichische Krypto-Unternehmen Bitpanda launcht eine Debitkarte, mit Hilfe derer man Transaktionen nicht nur in Euro, sondern auch in Edelmetallen oder Kryptowährungen tätigen kann.

Das Wiener FinTech-Unternehmen Bitpanda bringt eine eigene Debitkarte auf den Markt. Das gab das Unternehmen auf der eigenen Homepage bekannt. So sollen Kunden mit der Karte in der Lage sein, Zahlungen auch in Kryptowährungen wie Bitcoin oder Edelmetallen wie Gold abzuwickeln. Die Karte ist aktuell nur für Bürger innerhalb der Eurozone verfügbar. Dabei fallen laut Bitpanda keine Kontoführungs- oder Kartenaustellungsgebühren an. Auch Zahlungen in Euro würden gebührenfrei durchgeführt. Lediglich bei Transaktionen mit Fremdwährung erhebe das Krypto-Unternehmen eine Gebühr.

Lesen Sie auch: TenX schließt Konten und deaktiviert Visa Karten

Die Zahlungsabwicklung mit digitalen oder physischen Assets laufe hierbei über eine Umrechnung des aktuellen Kurses der jeweiligen Wertanlage in Euro. Bezahlt man beispielsweise einen Kaffee mit Bitcoin, rechnet die Bitpanda-Debitkarte die Kryptowährung in Euro um und bucht den Betrag vom Konto ab. Hierbei werden die üblichen Tradingaufschläge an das Wiener FinTech abgeführt. Premiumkunden erhalten dabei ein Cashback zwischen 0,5 bis 2 Prozent. Zudem soll die Debitkarte kontaktlose Zahlungen sowie GPay und Samsung Pay unterstützen.

Bitpanda lanciert eigenen Index für Bitcoin und Co.

Zuvor war Bitpanda im Oktober in den Fokus der Berichterstattung gerückt, als das Unternehmen ankündigte, die Top-25 Kryptowährungen in einem eigenen Index abbilden zu wollen. Über den Bitpanda Crypto Index (BCI) können Krypto-Nutzer seitdem ein „diversifiziertes Kryptowährungs-Portfolio“ aufbauen. Das Portfolio passt sich dabei Marktveränderungen regelmäßig neu an. Somit können sich auch die gelisteten Coins und Token im BCI monatlich ändern.  

Ermöglicht wurde dies durch eine Partnerschaft mit MV Index Solutions, der Indexabteilung des führenden Vermögensverwalters VanEck. Die Daten dazu bezieht MVIS dabei von CryptoCompare, einer Marktbeobachtungsplattform für den Krypto-Space.