Marktupdate Tesla setzt Bitcoin Zahlungen wegen Klimafolgen des Minings aus
Daniel Hoppmann

von Daniel Hoppmann

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Das Logo von Tesla auf einer gläsernen Gebäudefassade.

Quelle: Shutterstock

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Tesla setzt die Zahlungsfunktion mit Bitcoin aus. Das tweetete Elon Musk und verwies dabei auf die Klimaschädlichkeit des Minings.

Der Krypto-Space befindet sich derzeit im Sinkflug. Seitdem Tesla erst Ende März Zahlungen in Bitcoin akzeptiert hatte, folgt nun der Sinneswandel. So verkündete Elon Musk per Twitter die Aussetzung von Bitcoin als Zahlungsmittel. Zur Begründung nannte er die klimaschädlichen Folgen des Minings. Genauer schrieb er:


Tesla hat die Zahlungen mit Bitcoin ausgesetzt. Wir sind besorgt wegen des enormen Anstiegs der Nutzung fossiler Brennstoffe beim Bitcoin Mining, insbesondere Kohle, die die schlechtesten Emissionswerte aller Brennstoffe aufweist.

Elon Musk per Twitter

In der Folge sackte der Bitcoin-Kurs ab. Eine Stunde nach der Veröffentlichung des Tweets geriet die Kryptoleitwährung knapp unter die 47.000er-Marke. Anleger scheinen jedoch vermehrt den Dip für Nachkäufe genutzt zu haben. Zu Redaktionsschluss konsolidiert sich BTC zwischen 50.000 und 51.000 US-Dollar. Dennoch bedeutet dies einen Kursverlust von knapp 11 Prozent für den digitalen Wertspeicher.

Elon Musk: “Werden keine Bitcoin verkaufen”

Auch wenn Bitcoin zunächst aus den Tesla-Geschäften verbannt bleibt, bis eine ökologische Lösung für das Mining-Problem gefunden ist, wird der Elektroautobauer keine BTC aus seinem Portfolio verkaufen, versprach Musk. Zudem wolle man Zahlungen mit Bitcoin wieder erlauben, sobald “der Übergang hin zu nachhaltigeren Energiequellen” vollzogen sei. Des Weiteren beobachte man andere Kryptowährungen, dessen Stromverbrauch unter einem Prozent des Bitcoin liegt. Um welche Krypto-Assets es sich dabei genau handelt, nannte der Tesla-Chef nicht.

Twitter: Gegenreaktionen und Anbiederungen

Auf Twitter gibt es derweilen heftige Gegenreaktionen aus dem Krypto-Space. So melden sich mehrere Persönlichkeiten der Szene zu Wort und kritisieren den Schritt Elon Musks scharf. Beispielsweise weist MicroStrategy CEO Michael Saylor darauf hin, dass Bitcoin keine zusätzlichen Energien verwende und der hohe Stromverbrauch nötig sei, um den hohen Sicherheitsstandard der Kryptowährung zu gewährleisten. Krypto-Investor Anthony Pompliano erinnert Musk in seinem Tweet daran, dass bereits 75 Prozent der Miner auf erneuerbare Energien setzten.


Darüber hinaus werfen andere Nutzer dem Tesla-Chef eine Art Doppelmoral vor. Beispielsweise fragt sich Spiegel-Bestsellerautor Marc Friedrich, woher die Energie komme, die Tesla für die Produktion seiner Fahrzeuge verwende, geschweige denn der seltenen Erden, die es für die Batterien der Elektromotoren brauche.

Neben der Kritik versuchen einige Akteure des Krypto-Space, Elon Musk für ihre klimafreundlicheren Projekte zu begeistern. So schreibt beispielsweise der BitTorrent Token CEO Justin Sun:

Hallo @elonmusk, wenn Sie wirklich eine sofortige, stabile, gebührengünstige und umweltfreundliche Zahlungslösung für @Tesla wollen, ist Ihre beste Wahl @Tether_to auf #TRON.

Justin Sun auf Twitter

Auch das Krypto-Projekt Tezos begrüßt die Aussetzung der Bitcoin-Zahlungen und wagt Anbiederungsversuche. Allgemein hat es ein wenig von mittelalterlicher Heiratspolitik, wo verschiedene Fürsten, Herzöge und Grafen ebenfalls versuchten, dem König ihre Töchter anzudrehen oder diese mit dem Prinzen zu vermählen. Ob Prinzessin Bitcoin und Prinz Musk wieder zueinanderfinden werden oder die Glocken im Krypto-Königreich bald neu geläutet werden müssen, bleibt abzuwarten.


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