Bitwise hat mit den Automated Token Portfolios, kurz ATPs, ein neues Produkt für tokenisierte Aktien gestartet. Damit können berechtigte Anleger außerhalb der USA vorgefertigte Aktienportfolios automatisch nachbilden und regelmäßig neu gewichten lassen. Die zugrunde liegenden Aktien werden dabei als Token über Coinbase abgebildet und verbleiben währenddessen in der eigenen Wallet des Investors.
Zum Start konzentriert sich Bitwise auf mehrere Themenbereiche: Dazu gehören die Magnificent Seven zusammen mit SpaceX sowie Portfolios rund um Robotik und führende KI-Unternehmen. Für die Nutzung fällt eine Methodikgebühr von 0,15 Prozent an, Handels- und Plattformkosten kommen separat hinzu.
Bitwise bringt Krypto und Aktien zusammen
Der zentrale Unterschied zu klassischen Fonds liegt in der Verwahrung. Anleger müssen ihre Vermögenswerte nicht an einen Fondsmanager übertragen, sondern behalten die tokenisierten Aktien in ihrer eigenen Wallet. Die Portfolios folgen festen Regeln von Bitwise und können auf dieser Basis automatisch angepasst werden.
Da die Token in der eigenen Wallet liegen, können sie je nach Protokoll beispielsweise als Sicherheit für Kredite genutzt oder verliehen werden – solche Anwendungen bringen allerdings zusätzliche DeFi-Risiken mit sich.
“Über ein Jahrhundert lang bedeutete der Erwerb eines professionellen Anlagemodells, sein Vermögen einem Fonds anzuvertrauen. Mit ATPs können Sie Ihr Vermögen weiterhin selbst verwalten, und das Anlagemodell kommt zu Ihnen“, so Matt Hougan, CIO von Bitwise.
Mit den ATPs versucht Bitwise nun, klassische Aktienstrategien stärker mit Blockchain-Infrastruktur zu verbinden. Statt einzelne tokenisierte Aktien selbst auszuwählen, können Anleger ganze Themenportfolios automatisiert abbilden, ohne dabei die Kontrolle über die Verwahrung abzugeben. Das Angebot richtet sich zunächst allerdings nur an berechtigte Nutzer außerhalb der USA.
