Bitwise-CIO warnt 

Diese drei Fehleinschätzungen kosten Krypto-Anleger bares Geld

Die Wahrnehmung hinkt der Realität am Krypto-Markt hinterher. Matt Hougan erklärt, was viele Investoren derzeit falsch machen.

Tobias Zander
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Bitcoin-Münzen in einer Mausefalle, dahinter Dollarscheine

Beitragsbild: Shutterstock

| Krypto-Experte Matt Hougan verrät drei schwerwiegende Investmentirrtümer

Krypto-Investoren bewerten den Markt aktuell auf Basis veralteter Annahmen und verpassen dadurch massives Potenzial – sagt Matt Hougan, Chief Investment Officer beim Vermögensverwalter Bitwise. In seinem wöchentlichen Investoren-Memo analysiert er die Kluft zwischen der gängigen Wahrnehmung von Krypto-Marktteilnehmern und den tatsächlichen Entwicklungen innerhalb der Branche. In der verzögerten Anpassung der meisten Anleger an die sich verändernde Realität liege auch eine lukrative Chance.

Der erste weitverbreitete Irrtum ist laut Hougan die Annahme, dass Krypto-Anwendungen nur auf den nativen Krypto-Markt abzielen. Plattformen wie Uniswap, Aave oder Chainlink begrenzen sich aber keineswegs auf den Handel digitaler Assets. Durch die fortschreitende Tokenisierung von Aktien und Anleihen vergrößert sich ihr Marktpotenzial drastisch. Dem Bitwise-Profi zufolge hat die breite Masse zwar akzeptiert, dass Tokenisierung jeden erdenklichen Vermögenswert erfassen wird, will diese Logik aber noch nicht auf die Bewertung der entsprechenden Plattformen anwenden.

Als zweiten Irrtum nennt er die Annahme, dass traditionelle Finanzgiganten die Krypto-Start-ups problemlos verdrängen werden. Trotz immenser Markenbekanntheit gelingt TradFi-Schwergewichten der Durchbruch in Krypto-nativen Bereichen selten. So halten Tether und Circle rund 88 Prozent des Stablecoin-Marktes, während PayPals eigener Stablecoin nur einen Marktanteil von knapp einem Prozent erreicht. Auch Coinbase behauptet die Marktführerschaft im Verwahrungsgeschäft gegenüber Finanzkonzernen.

Der dritte Denkfehler betrifft die massive Unterschätzung künftiger Transaktionszahlen. Der Wechsel zu rund um die Uhr geöffneten Märkten verfünffacht die Handelszeit und autonome KI-Agenten könnten die Frequenz noch zusätzlich beschleunigen. Dieses Volumenwachstum treibt die Umsätze der zugrundeliegenden Blockchains massiv an. Das Fazit das Krypto-Insiders: Wer die Lücken zwischen verkrusteter Wahrnehmung und rapidem Fortschritt ausfindig machen kann, findet die besten Investmentchancen. In der vergangenen Woche nannte er bereits konkrete Altcoins mit besonders großem Potenzial.

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