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Studie: Tausende Pump and Dumps auf Telegram

In einer interdisziplinären Studie fanden Forscher heraus, dass es auf Messengern wie Telegram und auf Discord etliche Pump-and-Dump-Schemata gibt. Im unregulierten Bitcoin-Markt ist es leicht, schnell Gewinne einzustreichen, ohne mit Konsequenzen zu rechnen.

Phillip Horch
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Quelle: Shutterstock

Die Herausgeber der Studie „The Economics of Cryptocurreny Pump and Dump Schemes“ fanden heraus, was wenige überraschen dürfte. Sie untersuchten die Plattformen Telegram und Discord und fanden heraus, dass sich darauf eine ganze Menge der beliebt-betrügerischen Methode befinden, um schnell an Geld zu kommen.

Wie funktioniert Pump and Dump?

Die Funktionsweise der Schemata funktionieren nach dem Prinzip des „greater fools“. Es geht darum, rechtzeitig in einen Coin zu investieren, während er ansteigt (Pump). Dann geht es darum, zum besten Kurs wieder zu verkaufen, also kurz bevor alle wieder aussteigen und der Kurs fällt (Dump). Die Teilnehmer solcher Gruppen sind sich dessen bewusst. Im Prinzip weiß jeder, der Mitglied einer solchen Gruppe ist, dass die Initiatoren der Gruppe am meisten davon profitieren. Die Hoffnung ist dann, zum einen schneller als die restlichen Mitglieder zu sein, zum anderen dass ein rapider Kursanstieg dazu führt, dass „Outsider“ darauf aufmerksam werden und zusätzlich Kapital investieren.

Die Telegramgruppen sind meist reine Lesechannel: Man kann dort lediglich die Ankündigungen der Initiatoren lesen. Zunächst kündigen diese im Voraus das genaue Datum und die Börse des anstehenden Pump and Dump an. Dann, kurz bevor es losgeht, wird das Startsignal gegeben: Der Coin wird benannt. Wer dann rechtzeitig investiert und wieder aussteigt zockt dem nächstgrößeren Idioten das Geld ab.

Fehlende Regulierung begünstigt Zockerei

Die Forscher der Studie fanden nun heraus, dass sich auf Telegram-Gruppen insgesamt 3.767 verschiedene Gruppen tummeln, auf Discord insgesamt 1.051. Insgesamt identifizierten die Forscher 300 verschiedene Kryptowährungen, die für diese Methoden benutzt worden sind.

Letztlich kamen die Forscher zu dem Schluss, dass es im Normalfall kleinere und unbekanntere Währungen seien, die gepumpt und gedumpt werden. Bei den Großen wie Bitcoin, Ethereum, Ripple und Konsorten sei dies weniger profitabel.

Dass ein solcher Betrug letztlich möglich ist, liegt an der mangelnden Regulierung: Es ist schlichtweg nicht verboten, daran teilzunehmen. Der nächste große Pump and Dump soll am 23. Dezember auf Binance um 17:00 GMT stattfinden. Von einer Teilnahme ist jedoch stärkstens abzuraten.

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