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Wenn der Hammer fällt Sotheby’s versteigert Banksy-Kunst in ETH

Banksy’s Kunstwerke wurden jeweils für 1.397 und 1.696 ETH am 18. November verkauft. Das Bieten in Ethereum müssen die Damen und Herren bei Sotheby’s auf jeden Fall noch etwas üben.

Marlene Müller
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Beitragsbild: Shutterstock

Das traditionsreiche Auktionshaus Sotheby’s versteigerte am 18. November die Kunstwerke der The Now Evening Auction. Mit dabei waren zwei Werke des Street-Art-Künstlers Banksy: “Love is in the Air” und “Trolley Hunters”. Das Besondere an der Auktion ist nicht nur, dass Banksy bis heute anonym geblieben ist, sondern auch, dass in der Auktion seiner Werke mit Ethereum (ETH) geboten werden konnte. Dabei taten sich die Bietenden jedoch sichtlich schwer. Häufig wurden US-Dollar Beträge genannt, die dann vom Auktionsführer umgerechnet wurden. Für einen Schmunzler sorgte ein Gebot in Höhe von 6.650.000 US-Dollar. Da war das Team zur Umrechnung sichtlich kurz verwirrt, weil scheinbar nur “gerade” Tausender-Schritte vorbereitet wurden.

Wenngleich seit einiger Zeit auch Zahlungen mittels Bitcoin, Ether und USDC möglich sind, ersteigert man im New Yorker Auktionshaus seine Schätze für gewöhnlich mit US-Dollar und erwirbt mit einer geglückten Ersteigerung keine digitalen, sondern physische Werke. Dass das auch anders geht, hat jüngst der Sotheby’s-Konkurrent Christie’s gezeigt, als das Beeple-Werk “HUMAN ONE” im Christie’s Auktionshaus gleichzeitig als physische Statur und als Non-fungible Token (NFT) verkauft wurde, wie BTC-ECHO bereits am 11. November berichtete.

Sotheby’s im Wandel

Nun geht der größte Christie’s-Konkurrent Sotheby’s einen weiteren gewaltigen Schritt auf den Krypto-Space zu. Und das nicht ohne Grund, denn sowohl die Blockchain-Technologie und Kryptowährungen bieten Kunstschaffenden, -vertreibenden und -verwaltenden ganz neue Geschäftsmodelle und Optionen. So können Künstler und Künstlerinnen ihre Kunstwerke tokenisieren, wodurch es gelingt, Originale im digitalen Raum zu schaffen: das Stichwort lautet NFT. Damit stellen sie ihren Verdienst an den Werken auf lange Zeit sicher. Das Auktionshaus Sotheby’s organisierte bereits im Oktober eine kuratierte Ausstellung mit Versteigerungen in ihrem eigenen Metaverse. Dabei wurden unter anderem “CryptoPunk”- und “Bored Ape Yacht Club”-NFTs für Millionen-Beträge verkauft.

Die versteigerten Werke “Love is in the Air” und “Trolley Hunters” von Banky wurden für 1.397 ETH und 1.696 ETH verkauft. Dabei handelt es sich um 5.600.000 bzw. 6.800.000 US-Dollar. Das Kunstwerk “Love is in the Air” zeigt dabei einen Demonstranten, der einen Blumenstrauß wirft. “Trolley Hunters” (als Titelbild abgebildet) zeigt drei sporadisch gekleidete Jäger. Ihre Beute scheinen dabei drei Einkaufswagen in der Ferne zu sein. Angesichts der aktuell durch den Brexit hervorgerufenen Situation in Großbritannien von leergefegten Supermarktregalen trifft Banksy mit seinem Werk damit einmal mehr den Zahn der Zeit – wenngleich die Kunst bereits 15 Jahre alt ist. Jenes Gemälde wurde über überraschenderweise billiger verkauft als das Kunstwerk “Love is in the Air”.

Disclaimer

Dieser Beitrag erschien bereits am 12. November. Für die erneute Veröffentlichung wurde er geupdatet und überprüft.

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