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Saudi-Arabien: Staatliche Kryptowährung für Mitte 2019 angekündigt

Saudi-Arabien arbeitet an einer staatlichen Kryptowährung. Wie die saudische Presseagentur Argaam berichtet, ist der Start für Mitte nächsten Jahres geplant.

David Scheider
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Beitragsbild: shutterstock

Während Deutschland noch mit der Implementierung der Blockchain hadert, schafft Saudi-Arabien Tatsachen. Einer Pressemitteilung vom 21. November zufolge arbeitet eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des Finanzministeriums an der Implementierung einer staatlichen Kryptowährung in dem Land. Dies sagte der Vorsitzende der obersten Finanzbehörde, Mohsen AlZahrani, gegenüber Argaam.

Die Kryptowährung soll demnach zwar durch die Zentralbank gedeckt sein, ob sie aber auch von dieser ausgegeben wird, ist unklar. In der aktuellen Entwicklungsphase sucht die Arbeitsgruppe AlZahrani zufolge nach Banken, die an dem Projekt mitwirken.

Wie Argaam berichtet, ist in dem Projekt auch ein Nachbarstaat involviert. Demnach helfen Experten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten bei der Entwicklung der staatlichen Kryptowährung. Schließlich soll der Token auch für grenzüberschreitende Zahlungen genutzt werden.

Blockchain auf der arabischen Halbinsel

Staaten auf der arabischen Halbinsel stehen der Blockchain-Technologie indes aufgeschlossen gegenüber. Insbesondere Dubai gehört zu den weltweiten Vorreitern in Sachen Blockchain-Implementierung.

Exemplarisch sei an dieser Stelle auf die Bekanntgabe der „Dubai Blockchain Platform“ durch Smart Dubai und IBM verwiesen. Die Plattform soll in erster Linie die Technisierung der staatlichen Verwaltung voranbringen. Das formulierte Ziel: Bis 2021 will das Emirat eine gänzlich papierlose Verwaltung etablieren.

Staatliche Kryptos bisher eher mäßig erfolgreich

Mit der Ankündigung einer staatlichen Kryptowährung in Saudi-Arabien setzt sich unterdessen ein Trend fort. Berühmtestes Beispiel für eine solche Kryptowährung ist ohne Frage der venezolanische Petro. Wie BTC-ECHO allerdings bereits an mehreren Stellen berichtete, kommen diese mit ihren ganz eigenen Problemen.

Auch Saudi-Arabiens Erzfeind Iran arbeitet aktuell an einer staatlichen Kryptowährung. Die Islamische Republik will dadurch der Neuauflage der Wirtschaftssanktionen durch die USA entgehen. Im Zuge derer hatte der Zahlungsdienstleister SWIFT eine Vielzahl iranischer Banken aus dem Netzwerk ausgeschlossen. Zahlungen in den Iran sind seither kaum noch möglich.

Da staatlich emittierte Token viele Vorteile von Kryptowährungen, wie zum Beispiel die Zensurressitenz und die Dezentralität, nicht bieten, muss man wohl auch dem saudischen Projekt zunächst kritisch gegenüberstehen.

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