Smart Dubai und IBM lancieren die „Dubai Blockchain Platform“

Smart Dubai und IBM lancieren die „Dubai Blockchain Platform“

IBM und „Smart Dubai“ gaben am Dienstag, dem 30. Oktober, den Start einer neuen Blockchain-Plattform in Dubai bekannt. Die „Dubai Blockchain Platform“ soll staatliche Verwaltungsakte digitalisieren. Damit treibt das Emirat seine Blockchain-Bestrebungen weiter voran.

Das Emirat Dubai gilt als einer der kryptofreundlichsten Staaten der Erde. Diesem Ruf will das Emirat mit einem weiteren Blockchain-Projekt gerecht werden. In Zusammenarbeit mit „Smart Dubai“ und IBM kündigt Dubai die „Dubai Blockchain Platform“ an. Die Plattform soll in erster Linie die Technisierung der staatlichen Verwaltung voranbringen. Das formulierte Ziel: Bis 2021 will das Emirat eine gänzlich papierlose Verwaltung etablieren.

Neben der Automatisierung der Behörden soll die Dubai Blockchain Platform auch als eine Art Inkubator fungieren. Denn die Plattform läuft auf einer IBM-eigenen Cloud-Umgebung, die dem Vernehmen nach über sechs Milliarden Transaktionen prozessieren kann. Die Dubai Blockchain Platform ist also in der Lage, eine Vielzahl an einzelnen Blockchain-Projekten zu hosten. Damit will das Emirat inländische Blockchain-Unternehmen gezielt fördern.

Eines der ersten Projekte, das auf der neuen Plattform umgesetzt werden soll, ist das „Dubai Payment Blockchain Settlement and Reconciliation System“. Der Service soll langwierige Verrechnungsprozesse drastisch verkürzen und automatisieren.

Der Wüstenstaat poliert sein Image

Dubai bastelt weiter fleißig daran, den Wandel von der Öl- zur Tech-Nation zu vollziehen. Dazu gehört auch die Umarmung der Blockchain-Technologie: Smart-Dubai-Vorstand Dr. Aisha Bint Butti Bin Bishr dazu:

„Dubai war von Anfang an ein Pionier der Blockchain-Technologie, während andere Großstädte auf der ganzen Welt zögerten, die Technologie […] zu nutzen.“

Sie fügte hinzu, dass es vor allem IMBs „Fülle an Erkenntnissen und Fachwissen in den Spitzentechnologiebranchen“ zu verdanken sei, dass Projekte wie die neue Plattform möglich sind. Dadurch könnte das Emirat bis 2021 „die erste vollständig digitalisierte Verwaltung der Welt haben“.

Auch IBM zeigt sich mit der Partnerschaft zufrieden. Gegenüber CNBC Life begründet Anthony Butler, CTO der Blockchain-Sparte bei IBM für den Mittleren Osten und Afrika, den starken Fokus auf DLT folgendermaßen:

„Was die Blockchain-Technologie Regierungen erlaubt, ist, Verwaltung neu zu gestalten und Prozesse zu digitalisieren und sie auf eine Weise anzubieten, die letztendlich eine Verbesserung für die Menschen bedeutet.“

Dubai lässt Worten Taten folgen und fördert den Einsatz von DLT in allen Lebensbereichen. Die Dubai Blockchain Platform ist deshalb so interessant, weil sie als Hebel für viele weitere Projekte dienen kann. Die – ja, man muss sie so nennen – „Blockchain-Nation“ Dubai dürfte also zukünftig regelmäßig mit neuen Anwendungsfällen für die DLT auf sich aufmerksam machen.

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