Bitkom-Studie: Implementierung von Blockchain geht in Deutschland schleppend voran

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Eine Studie des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) liefert neue Erkenntnisse zur Lage in Blockchain-Deutschland. Dazu hat der Verband insgesamt 1.004 Unternehmen in einer repräsentativen Umfrage zu ihrer Haltung gegenüber der Blockchain-Technologie befragt. Die Ergebnisse im Überblick.

Blockchain, nicht Bitcoin. Dieses Mantra vernimmt man dieser Tage häufig. Gerade dann, wenn die Kurse purzeln, bemühen die Befürworter der Blockchain-Technologie mögliche Anwendungsfälle. Wie es um die Adaption der Blockchain in deutschen Unternehmen bestellt ist, nimmt Bitkom unter die Lupe. Die Autoren haben für die Studie Unternehmen unterschiedlicher Größe ab 50 Mitarbeitern befragt.

Blockchain nicht sehr beliebt

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In Sachen Blockchain-Akzeptanz ist Deutschland Entwicklungsland. Nicht einmal zehn Prozent der befragten Unternehmen planen den Einsatz der Blockchain in der nächsten Zeit. Ein Großteil (60 Prozent) hat sich „generell überhaupt noch nicht mit dem Thema Blockchain beschäftigt“, schreiben die Autoren. Ferner diskutieren nur zwei Prozent der befragten Firmen den Einsatz der Blockchain, vier Prozent sind in der „Planungs- oder Testphase und bei weiteren zwei Prozent laufen bereits Projekte“. Neun Prozent der Unternehmen stehen der Blockchain-Technologie insgesamt sogar ablehnend gegenüber.

Blockchain: Nein, danke? Kommt darauf an, wen man fragt

Hervorzuheben ist indes die Diskrepanz zwischen großen und kleinen Unternehmen. Laut Studie ist die Blockchain-Technologie bei Großunternehmen ab 500 Beschäftigten wesentlich beliebter:

„Mehr als die Hälfte (54 Prozent) hat sich bereits mit dem Blockchain-Einsatz befasst: Jedes Neunte (elf Prozent) diskutiert darüber, jedes Vierte (26 Prozent) ist in der Planungs- oder Testphase. Und immerhin 17 Prozent geben an, dass bereits Projekte laufen.“

Es mangelt an vielem

Die Gründe für die ernüchternden Ergebnisse sind vielfältig. Zunächst scheitert die Implementierung häufig an so profanen Hindernissen wie einem Mangel an Blockchain-Fachkräften. Ohne Expertise auf diesem Gebiet, so die Autoren, sind viele Vorhaben schlicht nicht umsetzbar.

Ferner geben 70 Prozent der befragten Unternehmen mangelnde Rechtssicherheit in Bezug auf den Einsatz der Blockchain an. Häufigster Grund (88 Prozent) für die mangelnde Adaption war allerdings schlicht das Fehlen von Business- bzw. Use Cases. Für viele Unternehmen existiert demnach einfach kein praktischer Anwendungsfall für den Einsatz der Blockchain.

Blockchain in der Logistik-Branche beliebt

Wie unterschiedlich die Technologie in den verschiedenen Branchen angenommen wird, zeigt eine ähnliche Umfrage des Post-Dienstleisters Hermes. Wie BTC-ECHO am 19. November berichtete, ist ein Großteil der Logistikunternehmen ab 250 Mitarbeitern der Blockchain positiv gesonnen. So glaubt knapp die Hälfte größerer Unternehmen aus der Logistik-Branche, dass die Blockchain-Technologie zum Schlüssel für größere Datensicherheit in Kooperationsprozessen werden könnte.

Die Studie zum Status quo der hiesigen Blockchain-Adaption wurde von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt. Befragt wurden dafür verantwortliche Beschäftigte in für die Studie relevanten Positionen per Telefon.

BTC-ECHO

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