Satoshi Nakamoto: Was weiß die CIA?
Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Quelle: Sherlock Holmes via Shutterstock

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Spekulationen über die Identität des Bitcoin-Erfinders Satoshi Nakamoto sind mindestens so alt wie der Genesis-Block. Möglicherweise könnte die CIA hier Licht ins Dunkel bringen.

Wer ist Satoshi Nakamoto? Diese Frage stellt sich die Kryptogemeinde seit dem Erscheinen des Bitcoin-White-Papers. Trotz diverser heißer Spuren gelang es weder Hobby- noch Profi-Ermittlern bislang, den Schleier um den – oder die – Erfinder der Blockchain-Technologie zu lüften.


Weder Bestätigung noch Dementi durch CIA

Daniel Oberhaus, Redakteur bei Motherboard.com, hat sein Glück nun mit einer direkten Anfrage bei den US-amerikanischen Geheimdiensten CIA und FBI versucht. Er wollte wissen, ob der Agentur Dokumente über die Identität Nakamotos vorliegen. Konkret verlangte Oberhaus nach allen agenturinternen E-Mails, in denen Nakamotos Name vorkam. Er berief sich dabei auf den Freedom of Information Act von 1966, nach dem US-Bürger das Recht haben, Zugang zu Dokumenten von Staatsbehörden zu beantragen.

Während die Antwort des FBI auf die Anfrage noch aussteht, kam vonseiten der CIA bereits eine Abfuhr:

“Das Ersuchen wurde abgelehnt, wobei die Agentur das Vorhandensein der angefragten Dokumente weder bestätigen noch dementieren kann.”

Diese Aussage lässt freilich noch Raum für Spekulationen. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Formulierung “neither confirm nor deny” selbst schon eine Art Kultstatus besitzt. Dessen ist sich auch die CIA bewusst. So verkündete sie 2014 in ihrem ersten Tweet selbstironisch:

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Hier verhält sich der Sachverhalt eindeutig: Selbstverständlich handelte es sich um den ersten Tweet der CIA. Kann man analog darauf schließen, dass der Agentur sehr wohl Dokumente über Satoshi Nakamoto vorliegen? Nach all dem, was in den letzten Jahren über die Datensammelwut amerikanischer Geheimdienste bekannt wurde, liegt dieser Schluss nahe. Neuere Veröffentlichungen von Edward Snowden zeigen, dass sich auch die auf (Pseudo-)Anonymität bedachte Kryptogemeinde nicht in Sicherheit wiegen kann.

Man darf nun gespannt sein, ob das FBI in der Sache Nakamoto auskunfstfreudiger sein wird. Mindestens bis dahin werden wohl viele noch Spaß am Mutmaßen und Spekulieren haben.

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