Snowden: NSA verfolgt Bitcoin-Transaktionen

Quelle: Person holding magnifying glass and looking through it on new virtual money golden bitcoin placed on a black background. via Shutterstock

Snowden: NSA verfolgt Bitcoin-Transaktionen

Der bekannte US-Whistleblower Edward Snowden sorgt mit der Veröffentlichung neuer Geheimdokumente wieder für Schlagzeilen. Dieses Mal will er beweisen, dass es die amerikanische National Security Agency (NSA) auf die Daten von Bitcoin-Nutzer abgesehen hat.

Die amerikanische Nachrichten-Website The Intercept wurde 2014 gegründet, um die Dokumente des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward Snowden weiter aufzuarbeiten. Nun hat der bekannte Whistleblower der Nachrichtenseite neues Material aus NSA-Kreisen zugespielt. Demnach überwache die Sicherheitsbehörde die Bitcoin-Blockchain, um deren Benutzer zu identifizieren. In dem Bericht vom 20. März heißt es, die Bitcoin-Überwachung habe für die NSA oberste Priorität. Dazu analysiere sie den globalen Internetverkehr und benutze Software, die die Identitäten der Nutzer freigeben soll. Dabei werden Benutzerpasswörter, Aktivitäten im Internet und die genutzten Geräte identifiziert, wie aus einem veröffentlichten, aber größtenteils geschwärzten Dokument hervorgehe.

Nutzer von Bitcoin-Transaktionen im Fokus

Bereits seit 2013 sollen diese Überwachungsaktivitäten durchgeführt werden. Das genutzte Programm trägt den Codenamen OAKSTAR. Den geleakten Dokumenten kann man allerdings den Vorschlag entnehmen, ein Subprogramm namens MONEYROCKET zu nutzen, um den Nutzerdaten noch näherkommen zu können. Dabei interessiert sich die Behörde vor allem für jene Nutzer, die eine Bitcoin-Transaktion initiieren:

„SSG11-Analysten erachten den Zugriff von MONKEYROCKET als notwendig, um Sendern und Empfängern von Bitcoin zu verfolgen.“

Zudem soll ein global eingesetztes, leistungsstarkes Internet-Überwachungssystem zum Einsatz kommen, das bereits mit dem ersten Leak Snowdens 2013 ans Tageslicht kam.

Snowden ließ sich erst Anfang März auf dem Blockstack-Event in Berlin (virtuell) blicken. Dort sprach er bereits über die„Fingerprints“, die selbst verschlüsselte Transaktionen im Internet hinterließen. Zu dem Zeitpunkt erklärte er, dass die NSA über die Beobachtung der Aktivitäten auf den sozialen Netzwerken, in E-Mails und über Google an genügend Informationen komme, um konkrete Schlüsse über die Nutzer zu ziehen.

Vollkommen überraschend kommen die Erkenntnisse hinsichtlich der mangelnden Anonymität von Bitcoin nicht: Auf die Pseudonymität von Bitcoin hat BTC-ECHO bereits mehrfach hingewiesen. Es ist zwar möglich, seine Anonymität auch im Bitcoin-Netzwerk etwas zu erhöhen. Ebenso kann man diese durch die Verwendung eines VPN oder des Tor-Netzwerks signifikant erhöhen. Wenn man jedoch auf anonyme Transaktionen wert legt existieren andere Kryptowährungen. Ebenso werden bezüglich Anonymität weitere Konzepte ausgearbeitet.

BTC-ECHO

Ähnliche Artikel

Schweiz: Bitcoin am Ticketautomaten
Schweiz: Bitcoin am Ticketautomaten
Bitcoin

Die Schweizerische Bundesbahnen (SBB) führen den Verkauf von Bitcoin an ihren Ticket-Automaten ein.

Scam: Google G Suite bietet 10.000 Bitcoin an
Scam: Google G Suite bietet 10.000 Bitcoin an
Bitcoin

Der offizielle Twitter-Account von Googles G Suite wurde offenbar gehackt.

Bitcoin-Automaten: Bitcoin Group SE übernimmt Banklizenz
Bitcoin-Automaten: Bitcoin Group SE übernimmt Banklizenz
Bitcoin

Bitcoin-Automaten in Deutschland sind bisher Mangelware. Dies kann sich jedoch bald ändern.

Newsletter

Die besten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Token Economy und chinesische Geisterstädte: Deshalb scheitern die meisten Krypto-Projekte
Token Economy und chinesische Geisterstädte: Deshalb scheitern die meisten Krypto-Projekte
Kommentar

Was nützt die beste Verfassung, das beste Gesellschaftsmodell oder eben die beste Technologie, wenn die Menschen noch nicht dafür bereit sind?

SpeedReader: Brave-Browser gewinnt an Geschwindigkeit
SpeedReader: Brave-Browser gewinnt an Geschwindigkeit
Unternehmen

Der quelloffene Brave-Browser wartet mit einem neuen Feature auf. Mit dem Speedreader will das Brave-Team ein verbessertes Leseerlebnis anbieten.

Neue Strategien zum Schutz von Bitcoin & Co.
Neue Strategien zum Schutz von Bitcoin & Co.
Sicherheit

Kaspersky hat sich in Sachen Internet-Security seit geraumer Zeit einen Namen gemacht.

Asset-Tokenisierung in Singapur bald Realität?
Asset-Tokenisierung in Singapur bald Realität?
Blockchain

Nasdaq, Deloitte und Anquan vermelden Erfolg beim Test einer Plattform, die das Settlement von tokenbasierten Wertpapieren auf der Blockchain vereinfachen soll.

Angesagt

Exklusiv – Jean-Claude Trichet: „Ich kann Kryptowährungen überhaupt nichts abgewinnen“
Regulierung

Der ehemalige Präsident der europäischen Zentralbank EZB Jean-Claude Trichet hält Blockchain-Technologien für die weitere Entwicklung des weltweiten Finanzsystems für interessant.  

Schweiz: Bitcoin am Ticketautomaten
Bitcoin

Die Schweizerische Bundesbahnen (SBB) führen den Verkauf von Bitcoin an ihren Ticket-Automaten ein.

„Die babylonische Gefangenschaft“ – Cardanos Michael Parsons tritt zurück
Altcoins

Die Cardano Foundation hat einen Personalwechsel angekündigt. Demnach wird der Vorsitzende des Stiftungsrates Michael Parsons nicht länger Teil des Teams sein. 

Warum fällt der Bitcoin-Kurs? Die Sache mit der Marktkapitalisierung
Kommentar

Überall liest man: Der gesamte Markt hat 24 Milliarden US-Dollar verloren.