Ripple erweitert sein Treasury-Geschäft um eine eigene KI-Schicht. Das Unternehmen hat am Donnerstag bekanntgegeben, dass die Software GSmart nun deutlich mehr Funktionen für Finanzteams bietet. Sie soll Prognosen, Liquiditätssteuerung, Risikobewertung, Abstimmung und Berichtswesen unterstützen und dabei jederzeit nachvollziehbar bleiben.
Laut einer Studie von Gartner könnten Fortune-500-Firmen bis 2028 im Schnitt mehr als 150.000 KI-Agenten einsetzen, doch nur 13 Prozent der Organisationen glauben, die passenden Kontrollmechanismen dafür zu besitzen. Besonders in der Finanzabteilung, wo einzelne Entscheidungen schnell hohe Summen bewegen, wiegt diese Lücke schwer.
Ripple integriert KI-Helfer mit menschlicher Kontrolle
Ripple will dieses Problem mit einer klaren Aufgabenteilung lösen. Feste Rechenmodelle übernehmen die eigentlichen finanziellen Berechnungen, während die KI Muster erkennt und Empfehlungen erklärt. Am Ende einer Entscheidung steht jedoch immer ein Mensch, der die Freigabe erteilt.
“Jeder CFO steht unter Druck, KI einzuführen, trägt aber gleichzeitig die Verantwortung dafür, dass jede Finanzentscheidung nachvollziehbar, kontrolliert und gesetzeskonform ist“, so Renaat Ver Eecke, SVP von Ripple Treasury.
Und weiter: “Anstatt Kunden zu bitten, einem KI-System blind zu vertrauen, arbeitet GSmart innerhalb der jeweiligen Treasury-Richtlinien der Unternehmen, um Empfehlungen transparent zu präsentieren und gleichzeitig sicherzustellen, dass der Mensch die Kontrolle über jede Entscheidung behält. Das ist nicht einfach nur KI-basiertes Treasury, sondern Treasury-basierte KI.“
Nach Angaben von Ripple nutzen bereits 60 Prozent der berechtigten Kunden die Risikoanalyse-Funktion, die Abweichungen und mögliche Richtlinienverstöße aufdeckt. Weitere 44 Prozent setzen auf die Prognosefunktion, mit der geplante und tatsächliche Zahlungsströme verglichen werden, um drohende Liquiditätsengpässe früh zu erkennen.
