Anfang September wurden innerhalb weniger Stunden Tausende XRPH-Wallets leergeräumt. Insgesamt waren 4.011 Wallets betroffen, aus denen unter anderem 267.664 XRP sowie Millionen XRPH und XRPHAI abgezogen wurden. Der Schaden beläuft sich auf rund 452.000 US-Dollar. XRP Healthcare nahm die XRPH-Wallet-Apps daraufhin offline und leitete eine Untersuchung ein.
Nun steht die Ursache fest. Laut dem inzwischen veröffentlichten technischen Bericht lag ein Fehler bei der Erzeugung neuer Wallets vor. Die XRPH-App verwendete demnach fehlerhaft formatierte Zufallsdaten zur Erstellung der privaten Schlüssel. Dadurch reduzierte sich die Zahl möglicher Kombinationen so sehr, dass Angreifer diese mit vergleichsweise geringem Rechenaufwand rekonstruieren konnten.
So kam es zum Angriff auf XRP-Wallets
“Die Untersuchung hat einen Fehler im Prozess zur Wallet-Erzeugung identifiziert und reproduziert”, erklärt XRP Healthcare in einer Stellungnahme auf X. Der Fehler habe “den effektiven Schlüsselraum drastisch reduziert und die Offline-Rekonstruktion privater Schlüssel rechnerisch möglich gemacht”.
Das XRP Ledger selbst war nach bisherigem Stand nicht von einer Schwachstelle betroffen. Die XRPH-Wallet-Apps bleibt zunächst weiter abgeschaltet. “Die Apps bleiben als Sicherheitsmaßnahme offline”, teilte das Unternehmen mit.
Der Vorfall bei XRPH ist nicht der einzige Wallet-Sicherheitsfall der vergangenen Wochen. Auch beim Hardware-Wallet-Hersteller Coldcard sorgte zuletzt eine Schwachstelle für Aufsehen. Wie es zu dem Angriff kam und was Nutzer wissen sollten, lest ihr hier: Nach Coldcard-Hack: Wie sicher sind Ledger, Trezor und Co. wirklich?

