Eine weitere spannende Woche im Krypto-Sektor neigt sich dem Ende zu. Die wichtigsten Ereignisse rund um Bitcoin, Ethereum, XRP und Co. kompakt im Überblick.
Nach wochenlanger Pause: Strategy kauft wieder Bitcoin
Strategy kauft wieder Bitcoin. Das Unternehmen von Michael Saylor füllte am Montag seine Krypto-Bestände um 4.603 BTC im Gegenwert von 370 Millionen US-Dollar auf. Wochenlang hatte die Treasury-Firma zuvor mit Verkäufen der Kryptowährung auf sich aufmerksam gemacht. Der letzte Zukauf lag etwa zehn Wochen zurück. Unterm Strich hält Strategy nun rund 2.300 BTC weniger in der Bilanz – und gab dafür im Schnitt mehr Geld aus.
Die Bitcoin-Geschäfte könnten zudem bald Konsequenzen für Strategy haben. Denn der Indexanbieter MSCI denkt offenbar erneut über einen Ausschluss der Krypto-Firma nach, zum Ärger von Gründer Michael Saylor.
Russland rechnet mit Krypto-Boom
Russlands größte Bank Sberbank rechnet nach dem Inkrafttreten der neuen Krypto-Regulierung mit einem kräftigen Anstieg des heimischen Handels. Nach Angaben des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Anatoly Popov könnte das regulierte Handelsvolumen an russischen Börsen bereits im ersten Jahr rund vier Billionen Rubel erreichen (etwa 46,4 Milliarden US-Dollar). Bis 2029 hält die Bank sogar ein Volumen von rund 7,5 Billionen Rubel beziehungsweise 87,1 Milliarden US-Dollar für möglich.
Mehr dazu lest ihr hier: Russland öffnet den Krypto-Markt: Sberbank erwartet Milliardenboom
Robinhood Chain erreicht Krypto-Rekordhoch
Die Robinhood Chain entpuppt sich als einer der größten Profiteure der Krypto-Rallye. Die Blockchain des gleichnamigen Neobrokers verzeichnete am Dienstag ein neues Rekordhoch. Über 1,5 Milliarden US-Dollar wurden über die Plattform gehandelt, so viel wie noch nie. Auch das im Netzwerk gebundene Vermögen und die Stablecoin-Bestände legten im August deutlich zu. Vom Hype profitieren derweil auch Projekte aus dem Umfeld der Blockchain. Vor allem Uniswap und Arbitrum. Beide Coins konnten diese Woche deutliche Gewinne verzeichnen.
Banken-Allianz fordert Tether und Circle heraus
Der Stablecoin-Markt bekommt möglicherweise einen neuen Konkurrenten aus der Kategorie Schwergewicht. Gleich 21 internationale Finanzinstitute wollen gemeinsam einen eigenen digitalen Dollar auf den Markt bringen, unter ihnen Giganten wie Goldman Sachs, UBS oder die Bank of America. Auch die Deutsche Bank und die Commerzbank sind Teil des Konsortiums. Langfristig soll das Projekt dabei mit den etablierten Anbietern Tether und Circle konkurrieren können.
Zunächst plant man einen US‑Dollar-denommierten Stablecoin sowie sechs weitere Token, darunter auch einen Euro-Stablecoin.
Schwache Arbeitsmarktzahlen dämpfen Zinsängste in Washington
Derweil könnte sich im September entscheiden, ob und wie es mit der Krypto-Rallye weitergeht. Nach der Ansprache von Kevin Warsh in Jackson Hole vergangene Woche standen die Zeichen zunächst auf Konsolidierung. Schließlich hatte der neue Fed-Chef zeitnah Zinserhöhungen angekündigt, um die nach wie vor hohe Inflation in den USA einzufangen.
Einen Strich durch die Rechnung machte ihm jedoch Arbeitsmarktdaten, die schwächer als erwartet ausfielen. Laut dem privaten Dienstleister ADP schufen die USA im August nur 37.000 neue Stellen, 9.000 weniger als von Analysten prognostiziert. Die US-Wirtschaft scheint weniger robust als bislang angenommen und könnte die Zinspläne von Kevin Warsh dämpfen.

