Das Datenleck beim Trezor-Versandpartner ShipMonk ist deutlich größer als bislang bekannt. Wie der Hardware-Wallet-Hersteller am Freitag mitteilte, sind zusätzlich die Daten von rund 67.000 Kunden aus den USA betroffen. Damit steigt die Zahl der Betroffenen auf insgesamt mehr als 80.000.
Die neu entdeckten Daten stammen von rund 67.000 US-Kunden, die zwischen 2019 und 2021 bei Trezor bestellt hatten. Neben Namen und E-Mail-Adressen wurden auch Telefonnummern, Lieferadressen und Bestellnummern offengelegt. Dabei hätten die Daten längst gelöscht sein sollen: Trezor zufolge hatte ShipMonk die Löschung während der Zusammenarbeit mehrfach schriftlich bestätigt. “Wir sind sehr enttäuscht, dass die Daten trotz dieser Bestätigung nicht aus den Systemen gelöscht wurden”, erklärt Trezor.
Trezor warnt Kunden vor Phishing
Bereits im August hatte Trezor das Datenleck bei ShipMonk öffentlich gemacht. Zunächst ging das Unternehmen von knapp 14.000 betroffenen Kunden aus. Mit den nun entdeckten Datensätzen hat sich die Zahl der Betroffenen auf mehr als 80.000 vervielfacht.
Trezors eigene Systeme und Hardware-Wallets wurden nach Angaben des Unternehmens nicht kompromittiert. Für betroffene Kunden besteht dennoch ein erhöhtes Risiko: Die geleakten Kontaktdaten könnten für gezielte Phishing-Mails, betrügerische Anrufe oder Briefe genutzt werden. Trezor warnt zudem ausdrücklich vor möglichen Risiken für die physische Sicherheit der Betroffenen.
